leilani1801
Gast
ich habe die Geschichte vor längerer Zeit schon einmal gepostet. Mittlerweile ist es einige Monate her, aber ich kann immer noch nicht richtig damit abschließen, weshalb ich nochmal gerne ein paar Meinungen dazu hören würde.
Ich bin mit meinem Partner inzwischen ein gutes Jahr zusammen. Als wir uns kennen lernten meinte er er wäre seit 1,5 Jahren Single mit seiner Ex aber nach wie vor befreundet. Allerdings hätten sie seit gut vier Monaten wegen eines Streits keinen Kontakt mehr.
Soweit so gut - hörte sich alles ganz normal an.
Ca. zwei Monate später meinte er, er müsse seine Ex kontaktieren, weil er eine gemietete Garage freiräumen müsse und in dieser wären noch Winterreifen von ihr - die müssten weg.
Ab da begann es für mich etwas seltsam zu werden, weil er sich wochenlang darüber aufregte, dass sie sich nicht melden würde - die Reifen müssten aber dringend weg.
Ich meinte dann, weshalb er nicht Freunde/Familie von ihr anruft, um das zu klären, die beiden waren schließlich 7 Jahre zusammen. Er meinte dann, er hätte da keine Kontakte und müsste warten bis sie sich meldet.
Kam mir alles sehr komisch vor - wenn ich ein normales freundschaftliches Verhältnis zu meinem Ex habe muss sowas doch in ein paar Tagen klärbar sein.
Das ganze Drama zog sich jedenfalls über zwei Monate hin und ich dachte dann - ok endlich geklärt.
Im Laufe der Zeit bekam ich dann immer mehr mit wie verbunden die beiden noch waren. Wirklich komisch fand ich, dass er, weil sie finanziell wohl nicht gut aufgestellt war, ein Handy geliehen hatte und ihre Handyrechnung bezahlte. Nach 1,5 Jahren Trennung!
Nochmal zwei Monate später eröffnete er mir, dass seine Ex bereits seit längerem an Krebs leiden würde und es nicht gut aussieht. Er wolle sie gerne besuchen ihr aber nichts von unserer Beziehung erzählen, außer sie würde ihn konkret darauf ansprechen.
Das kam mir dann langsam richtig seltsam vor, aber ich habe mich vorläufig darauf eingelassen und meinte, dass es erstmal ok, aber kein Dauerzustand ist. Als er sie dann im Dezember wirklich traf, meinte er sie würde im Sterben liegen und er sie nun besuchen, um sich von ihr zu verabschieden.
Danach hat er bis April kein Wort mehr über sie verloren, was ich auch wiederum seltsam fand. Ich meinte dann irgendwann wie ihr es denn geht, er sagte "keine Ahnung".
Gegen Ende des Monats meinte er dann, er hätte ihr nun von mir erzählt und nochmal einen Monat später verstarb sie dann leider. Das weiß ich sicher.
Durch einen Zufall kam aber letztendlich raus, dass er mich in vielen Punkten bezüglich des Kontakts mit ihr belogen hat. Die beiden hatten bis zu ihrem Tod durchgehend Kontakt, er hat viel für sie geregelt/organisiert, mir etliche Treffen, Telefonate etc. verheimlicht.
Es gibt keine Hinweise darauf, dass da noch irgendwas lief, aber trotzdem komme ich mir wie zweite Wahl vor. Wenn ich gewusst hätte wie eng der Kontakt zwischen den beiden noch ist, hätte ich mich eventuell auf die Beziehung gar nicht eingelassen.
Was mich natürlich in erster Linie stört sind die ganzen Heimlichkeiten vor mir.
Ich kann innerlich für mich auch gar nicht einschätzen wie jetzt das Verhältnis der beiden war. Ob er sich wirklich nur noch extrem verantwortlich gefühlt hat und einfach keine Lust auf Stress mit mir oder was das nun war. Sicherlich gibt es immer noch Sachen, die ich nicht weiß.
Kann auch überhaupt nicht nachvollziehen wie man in so großem Stil Lügen kann.
Er meint die Sache wäre doch nun vorbei und weshalb ich mir so einen Stress mache, im Grunde wollte er es nur allen recht machen.
Er stellt mich als intolerante eifersüchtige Person da, die eine totkranke Frau belasten wollte und sich selbst als uneigennütziger Retter in der Not.
Wie findet ihr das Ganze.