ZSaschaZ
Mitglied
- Beiträge:
- 23
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 4
- Mitglied seit:
Ich weiss erstmal gar nicht wie ich anfangen soll, da mMn jede Feinheit irgendwo einen Unterschied hat.
A) Kennenlernen
Ich bin diesen Sommer mit 4 fremden Menschen (über Facebook) in den Urlaub gefahren. Alle waren relativ coronamüde und haben niemanden gefunden der auch weg wollte. Zu diesen 4 Personen gehört auch meine inzwischen Ex Partnerin. Wir beide hätten nie gedacht, dass es zwischen uns funkt, im Urlaub selbst ist auch noch nichts passiert. Erst im Nachhinein und durch einen weiteren Kurztrip haben wir uns beide extremst ineinander verliebt.
B) Beziehung vor dem Crash
Ich habe noch nie in einer Beziehung so viel zurückbekommen. Gefühlt hat alles immer gepasst & durch die Tatsache, dass wir ähnliche Ansichten (oberflächlich betrachtet) und Hobbys hatten, gab es zumindest für mich absolut keine Probleme. Sie plante auch gefühlt 100er Sachen in die Zukunft, sogar bereits nach der Zeit kam von ihr die Aussage (aufgrund der Entfernung), dass sie sich vorstellen kann zu mir zu ziehen und einen Jobwechsel machen könnte.
B) Crash
Nach 2 Monaten kam dann das eine Wochenende, an dem Sie wie ausgewechselt war. Sie wollte schlussendlich auch reden: Sie hat Probleme aufgegriffen, die mir gar nicht aufgefallen sind, welche aber meinerseits absolut lösbar waren, da ich in vielerlei Hinsicht sehr kompromissbereit bin. Sie bat mich auch an dem Wochenende, dass sie mal einen Tag zum Durchschnaufen brauchte - ihr Verhalten hat sich trotz unserer (oder eher meiner) sehr offenen Kommunikation nicht verändert und Montag Abend ruft Sie an und sagte es ist ihr Alles zu viel, gefühlt hat es klick gemacht und die Gefühle sind weg. Ich war geschockt, habe das Ganze aber irgendwie akzeptiert. Sie erzählte auch wirres Zeug kombiniert mit ~ ich bin wesentlich weiter voraus in einer Beziehung und hab Pläne und Träume und da sieht sie halt wenig. Es liege auch an ihr und nicht ab mir.
OFF-ON-OFF
Da ich mich selber mit Psychologie allgemein, aber auch im Studium bereits beschäftigt habe, kombiniert mit meiner perfektionistischen Art wollte ich die Ursache herausfinden. Mir ist damals schon teilweise in den Sinn gekommen, dass sie Bindungsängste hat, wobei ich mir noch nicht sicher war. Ich war ihre erste richtige Beziehung mit Ende 29,obwohl sie ein extrem herzlicher, offener und beliebter Mensch ist.
Nach einer Woche wollte ich sie zurück und dachte in erster Linie, dass sie allgemein mehr Freiraum braucht. Wir sind wieder zusammengekommen und sie wollte mir nichts versprechen, bei ihr hat einfach alles klick gemacht & wir hatten einen wunderschönen Abend zu zweit. Spätestens, als sie meinte, dass ihr Sex nicht wirklich was gibt, hätte es allerdings bei mir auch mal Klick machen müssen.
Schlussendlich ging sie am selben Abend noch feiern und richtig austoben mit der Folge eines positiven Coronatests,was für sie auch aufgrund ihres notwendigen Nebenjobs und der Einengung der Super Gau war. Im Laufe dieser Woche hatte ich das Gefühl sie distanziert sich immer mehr, gleichzeitig kamen aber wieder Phasen wo das Gegenteil hervorkam. Allgemein war ihr Verhalten oft sehr widersprüchlich. Mir wurde immer mehr klar, dass sie wahrscheinlich an Bindungsängsten leidet, was ich als jemand der komplett gegenteilig dazu ist, schwer realisieren konnte.
Irgendwann war das Fass für mich auch ziemlich voll, geblendet von meinen extrem ausufernden Gefühlen, hab ich sie darauf angesprochen und meinte ich könne so nicht weitermachen. Sie wirkte selbst plötzlich wieder geschockt und meinte sie weiss nicht was sie will. Ich gab ihr Zeit darüber nachzudenken und meinte wir sollten vielleicht auch nicht mehr schreiben, wobei sie schon schreiben sollte und nach dem Gespräch auch wieder für sehr kurze Zeit herzlich war.
3 Tage später kam dann die Antwort auf meine Frage - Sie sich zuerst in Smalltalk ab um dann mir zu sagen, dass es einfsch zu wenig Gefühle für eine Beziehung sind, das Gesamtbild nicht passt, ich ein toller Mensch sei, aber es nicht 100 % klick gemacht hat.
Ich blieb zunächst ruhig und akzeptierte sie Situation. Bin leider jemand der Menschen relativ gut lesen und analysieren konnte und ich wusste, dass sie ihre Gefühle gern in sich hineinfrisst.
Nun sind 5 Tage vergangen seit der Trennung, sie ist wieder raus aus der Quarantäne. Kein Kontakt, alle Verknüpfungen gelöscht und nach instinktiven Einlesen in die Bindungsangsthematik kann ich alles zu 100 % bei ihr unterschreiben.
Ich weiss nicht ob ihre Gefühle zurückkommen, ich weiss nur, sofern dass der Fall ist und sie sich melden würde, dass ich sie unter einer Bedingung auf jedenfall zurücknehmen würde.
Die erste Frage ist aber auch, ob sie überhaupt nochmal schreibt und die zweite ist dann, wie kann ich sie darauf aufmerksam machen, dass sie das Thema annimmt und sich klar macht.
Die viel wichtigere Frage ist natürlich auch wie ich an meinen Verlustängsten arbeiten kann. Ich merke das ja auch extrem an toxischen Freundschaften, bei denen ich alles jedem Recht machen will.
OT: Einige Informationen/Details kann ich auch noch nachliefern.
