Zitat:ich frage mich, wie diese Menschen leben, wenn sie alt sind. Das muss doch total anstrengend sein ständig auf der Suche nach dem besonderen Kick.
ich habe solche Männer in der Verwandtschaft und kenne daher deren Innenleben recht gut. Wobei ich gleich über das Wort Innenleben stolpere. Es scheint recht leer zu sein.
Mein eigener Vater ist z.B. so ein Mensch, darum meide ich ihn auch. Und er geht auf die achzig zu. Und ja, er ist einsam und leidet drunnter, aber kein Leiden der Welt bewegte ihn zur Selbstreflexion oder würde ihm echte Gefühle einhauchen. Ich glaube auch, dass es wirklich nicht geht. Er kann nix fühlen.
Sie machen wohl bis zum bitteren Ende so weiter, wenn möglich. Sofern alte Männer einen halbwegs guten Status haben, finden sie oft auch im hohen Alter noch eine Frau- die vielleicht glaubt, sie sei nun diejenige, die ihm Liebe einhauchen könne. Mein Vater hat eine Freundin in meinem Alter, ist mittlerweile krank, hatte Krebs usw. Aber seine größte Sorge war seine Potenz, nicht der Krebs.
Ich bin sogar froh, dass er eine Freundin hat und nicht ganz einsam ist weil mein Mitleid mich dann vielleicht doch dahin bringen würde, für ihn da zu sein.
Zitat:Man bin ich froh nen halbwegs normalen Schaden zu haben
ich auch. Habe einen an der Marmel, aber ich möchte echt nicht mit solchen Meschen tauschen. Oft lese ich von Expartnern von Narzissten, dass sie es ungerecht finden, dass der Narzisst unbeschadet und glücklich so weiter macht, während sie selbst leiden. Das kann ich sehr gut nachvollziehen, teile diese Gefühle aber nicht. Warum das so ist, kann ich nicht erklären. vielleicht weil ich dieses oberflächliche Glück alles andere als beneidenswert finde und froh bin, auch mal wochenlang bitter weinen zu können, auch wenn ich natürlich eine fröhliche Ysa bevorzuge
Ich habe diese Leere und Qual der Narzissten familiär hautnah erlebt, ja, auch ihren Erfolg, ihre Beliebtheit usw., und da sind mir meine Probleme lieber, auch meine schmerzlichen Gefühle.