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Bindungsphobiker endültig loslassen?

Emily


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Bin nach dem 3.Versuch auch gerade wieder am loslassen.
Weiß auch, dass ich mir da keine Illusionen mehr machen brauche.
Mein Herz braucht einfach noch Zeit.
Es ist einfach so hart zu wissen, ihn nie wieder zu sehen. So, vom Umgang gab es ja nie ein Problem.
Ich mag ihn auch als Menschen irrsinnig gerne, und nie mehr zu hören, wie es ihm geht, kann ich mir einfach nicht vorstellen.
Aber manchmal ist das Leben so...von fair hat keiner was gesagt...

16.05.2018 17:56 • x 1 #511


Lucy22


Hallo Ihr Lieben,

schon länger hat hier leider niemand mehr geschrieben. Trotzallem möchte ich Euch mitteilen, dass ich alles aus diesem Thread gelesen habe und mich heute mit Eurer Hilfe getrennt habe. Könnt Euch sicher vorstellen, wie es mir geht

Ich danke Euch von Herzen!

12.01.2019 11:59 • x 2 #512



Bindungsphobiker endültig loslassen?

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froschweg

froschweg


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Liebe Lucy22,
ja, das kann ich mir vorstellen, wie traurig du bist
Vielleicht magst du ja deine Geschichte in einem neuen Thread erzählen. Das würde einen eigenen Raum für dich schaffen, der nicht überlagert ist von den vielen Vorgeschichten in diesem Thread. Hier sind viele liebe Menschen, die dir zuhören und dich unterstützen.

Ich wünsche dir viel Kraft, die Trennung durchzuziehen. Alles Liebe.

12.01.2019 23:18 • x 1 #513


Lucy22

Lucy22


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Hallo liebe Froschweg,

lieb, dass Du geschrieben hast
Wie geht es Dir jetzt nach der ganzen Zeit? Ich hoffe prima
Bei mir ein Jahr, 5x On/Off, gestern wieder aus meinerseits.
Er schreibt, dass es für uns beide so das beste ist.
Nun wieder das Problem...ich weiß, dass es so das beste ist, hoffe aber trotzdem, dass er sich wieder meldet, die alte Leier von vielen hier.
Ich will ihn einfach nur wirklich verstehen.

GlG an Dich
Lucy

13.01.2019 08:11 • #514


froschweg

froschweg


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Liebe Lucy22,
ich habe den Frosch verarbeitet und bin heute dankbar, ihm begegnet zu sein. Weil es einen Entwicklungsprozess angestoßen hat, der allerdings immer noch nicht abgeschlossen ist. Mir geht es gut damit.

5x ON-Off in einem Jahr erzeugt einen ungesunden Sog, der dich emotional abhängig macht. Es ist ganz natürlich, dass du in so einer Verfassung hoffst, obwohl du eigentlich weißt, dass du ohne ihn besser dran bist.

Ich kann dir nur sagen, was mich vorwärts gebracht hat und kann dir folgendes empfehlen wenn du den Verdacht hast, an einen bindungsängstlichen Menschen geraten zu sein:
Mir ging es genauso wie dir, und ich wollte IHN zuerst einfach nur verstehen. Das Buch JEIN von Stephanie Stahl hat mir diesbezüglich Klarheit verschafft.

Um diesen für mich seinerzeit sehr speziellen Liebeskummer zu begreifen, den eine solche Beziehung erzeugt, haben mir darüber hinaus die youtube-Videos von Christian Hemschemeier zum Thema toxischer Liebeskummer und Liebessucht enorm geholfen.

Beide Impulse habe ich hier aus diesem Forum bekommen, wofür ich echt dankbar bin. Die Menschen in diesem Forum können dich auf diesem Weg begleiten und stützen, wenn du das möchtest. Weil Menschen, die noch keine toxische Beziehung geführt haben, diesen lang anhaltenen Gefühlstsunami manchmal schwer nachvollziehen können.

Wenn du soweit bist, versuche mal deine Beziehungshistorie zu reflektieren und frage dich, ob da ein wiederkehrendes Muster ist. Und wenn du das bejahen kannst, versuche mal, dich mit deinen eigenen Anteilen, die vermutlich dahinter liegen und dich immer wieder in das gleiche Beziehungsmuster führen, auseinander zu setzen. So ein Prozess lässt sich leider nicht auf Knopfdruck in Gang setzen. Man muss geduldig und verständnisvoll sich selbst gegenüber sein, weil innere Abwehrmechanismen sehr mächtig sein können. Aber das führt jetzt zu weit

Vielleicht hilft dir im ersten Schritt, zu verstehen, was da passiert ist und warum er sich möglicherweise so verhält und warum du so sehr darunter leidest.

Liebe Grüße!

13.01.2019 12:04 • x 1 #515


Lucy22

Lucy22


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Ich weiss es ja tief in mir drinnen, es sind gerade Phasen mit Klarheit und dann wieder das tiefe Loch mit Trauer, meistens morgens die Trauer.
Was mich interessiert ist:
Liebt ein Bindungsphobiker in der Zeit des Zusammenseins?
Gefühlt ja und das sehr, hab ich immer gespürt. Er sagte immer, dass es so intensiv ist mit uns, hat mich immer berührt und festgehalten, brauchte unwahrscheinliche Nähe z.B. beim einschlafen.
Was ist aber jetzt in der kalten Phase, da wo er die Trennung auch als die beste Lösung für uns beide sieht.
Aufrichtig entschuldigt für das, was er mir abgetan hat, hat er auch wieder.

13.01.2019 12:16 • #516


froschweg

froschweg


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Hallo Lucy22, du würdest sicher mehr Resonaz in einem eigenen thread bekommen. Kann ich dir echt nur raten, wenn du breite Meinungen lesen möchtest. Es bringt dir mehr, als in diesem alten thread zu schreiben. Zu deiner Frage schreibe dir kurz ne PN. LG

13.01.2019 13:35 • #517


Lucy22

Lucy22


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Fein, ich freu mich auf die PN

13.01.2019 13:47 • #518


Nurdermanninmon.


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Das stimmt tatsächlich so nicht. Manchen ist es bewusst. Und diese leiden. Den wenigsten ist es aber wirklich bewusst. Konstrukte, warum das Lebensmodell, dass sie z.B. für sich wählen, so super ist, sind eine Häufigkeit. Ich habe selbst Bindungsängste. Mache deshalb eine Therapie. Und viele Jahre habe ich felsenfest behauptet, dass ich einfach keine Beziehung will. Dass die mich einengen würde. Und selbst heute habe ich das noch manchmal. Ich bin mir dessen aber bewusst und für mich zum beispiel ist verliebt sein die Hölle. Deshalb habe ich diese Therapie begonnen. Weil es mir dann sehr schlecht geht. Andere Bindungsängstler wissen nicht, dass sie eigentlich Angst haben und richten sich darin ganz gut ein. In der heutigen Zeit muss man sich nicht mehr binden um gesellschaftliche Akzeptanz zu erfahren, so dass es den Betroffenen häufig einfach nicht auffällt.

24.01.2019 18:18 • x 4 #519


Lucy22

Lucy22


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Also meiner sagte schon 1 bis 2 mal in der Off Phase, dass er wohl mal einen Arzt braucht und dass es ihm nicht gut ginge damit. Er sagte, dass er in einem Karussell steckt und dies nicht aufhört, sich zu drehen.
Bei ihm weiß ich mittlerweile auch nicht mehr, ob das nur BA ist oder ob da mehr hintersteckt. Habe einmal erlebt in seiner Tiefphase, dass seine Augen völlig ausdruckslos waren und er vor sich hin gestarrt hat, ganz furchtbar, irgendwie wie eine tiefe Depression oder so, ein anderer Mensch.
Wenn er dann wieder *wach* war, näherte er sich dann wieder an. Wir haben es beendet, täglich schreibt er aber...mal leichte Vorwürfe und dass er nix mehr schreibt, dann schreibt er doch wieder irgendwas sinnloses, irgendwas stimmt da nicht so richtig.

24.01.2019 20:01 • #520


gastfrau2701


Guten Tag,
schau mal auf die Seite von Stefanie Stahl...
Das Buch *jein* ..kann ich auch zu dem Thema empfehlen.
Alles Gute Dir.

27.01.2019 09:53 • #521


Lucy22

Lucy22


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Dankeschön, das Buch habe ich mir schon besorgt. Bin auf dem guten Weg, mein Kopf ist jetzt in der Vorherrschaft und hat mein Herz verdrängt. Sicher kommen wieder Phasen mit dem vermissen aber ich vertraue mir jetzt.

LG

27.01.2019 09:59 • #522


hasibrati83


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Hi zusammen,

habe mich hier angemeldet, um etwas zu dem Thema loslassen mit bindungsängstlichen Personen zu erfahren. Meine Beziehung hielt 13 Monate und in dieser Zeit, hat mich meine Partnerin 4 mal verlassen.
Kurz und bündig zusammengefasst:
Tolles erstes Date, zwei Wochen später zusammengekommen. In dieser Zeit hat sie mir gestanden, dass sie nicht weiß, ob sie eine Beziehung führen kann. Es vergingen tolle Monate. Bis zu unserem ersten gemeinsamen Urlaub. Danach war schlagartig Schluss. Kurz daraf fanden wir wieder zueiander, bis zu unserem nächsten gemeinsamen Urlaub. Diesmal die Trennung einen Tag davor. Dann fing ich an, mich mit dem Thema Beziehungsangst auseinanderzusetzen. Ich laß unzählige Bücher und alles andere, was man so im Internet finden konnte. Sie sah dann schließlich auch ein, dass sie ein ernsteres Problem hat und fing ebenfalls an zu lesen. Schließlich ging sie zu einer Therapeutin, bei der sie aber ein sehr schlechtes Gefühl bekam und die Therapie abgebrochen hat. Diesen Februar begann sie dann mit einem Online-Coaching bei "Sinnsucher". Wir redeten wirklich sehr viel, über einfach alles. Sie vertraute mir wahnsinnig viel über sich, ihre Vergangenheit und über ihre Familie an. Sie war sehr optimistisch und hatte ihre Ängste scheinbar gut im Griff. Bis vor kurzem das erneute Aus kam. Es verlief wieder einmal nur über WhatsApp, oder E-Mail. Eine richtige Aussprache hat es leider nicht gegeben und das schmerzt leider viel mehr, als der erneute Rückzug. Ich selbst bin seit Anfang Februar in einer Therapie, weil ich an einer sehr häßlichen Trennung vor drei Jahren zu nagen habe und auch dieses Thema mit verarbeiten möchte. Es ist verdammt hart, jedes Mal dasselbe gesagt bzw. geschrieben zu bekommen. "Ich liebe Dich nicht mehr, ich habe keine Gefühle mehr für Dich" und das immer und immer wieder. Der Höhepunkt war schließlich letzte Woche, als sie mir schrieb: "Ich habe jemand neues kennengelernt und möchte einen Neuanfang wagen. Es fühlt sich sehr gut an und er versteht mich bereits jetzt besser, als jeder andere zuvor." Nun ja...von "ich will keine Beziehung mehr", über "ich kann die Aufarbeitung nicht mit einem Partner an meiner Seite", war alles dabei. Aber irgendwann ist auch einmal Schluss und darum habe ich mich jetzt hier angemeldet und bereits schon viele schöne Beiträge zu diesem Thema gelesen. Danke
Meine Therapeutin sagte ebenfalls zu mir, ich solle loslassen. Diese Muster kann sie nicht innerhalb von wenigen Wochen beiseitegeschoben haben (Dysfunktionales Denk- und Verhaltensmuster). Die Bücher und die online Angebote helfen zwar bei der Aufarbeitung, aber sie bieten nicht die Unterstützung die man braucht, wenn man wieder in dieses Loch fällt.
Ich bin jetzt in der Situation, mit dieser Botschaft richtig umzugehen. Mich selbst zu finden und wieder einen klaren Kopf zu bekommen. Dabei helfen mir Beiträge wie diese und natürlich auch die professionelle Unterstützung.

06.04.2021 13:11 • #523



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