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Blockade bei Trennung

B
Zitat von FoolishHeart:
Ich habe meine beiden Jungs alleine erzogen, die vergangenen 7 Jahre ganz alleine.

Du wirst aber Freunde oder Kontakte aufgebaut haben? Bei mir bricht gerade alles zusammen.

Mir fehlen einfach die direkten Kontakte. Alles lief über meine Frau und wird wohl auch in Zukunft. Mir bleiben zur Zeit erst einmal nur meine Eltern so direkt. Und die wohnen 10km entfernt.

• #16


FoolishHeart
@bk_a_u

Nach unserem (zwangsweisen) Umzug vor 7 Jahren waren auch keine Kontakte da und kurz danach kam Corona. Ich wohne heute 30km von meinem ehemaligen Heimatort entfernt.

Ich bin Mitglied hier im Heimatverein geworden und inzwischen Beisitzer im Vorstand. Du musst schon den Block in dir selbst überwinden. Wenn du Kontakt zu Menschen willst, musst du auf sie zugehen. Von selber kommen die Leute nicht zu dir...

Einen ersten Schritt hast du schon getan: Du bist hier zu uns ins Forum gekommen. Nun gehe den nächsten Schritt und mach' das im realen Leben.

• x 6 #17


A


Blockade bei Trennung

x 3


Ouabain
Zitat von bk_a_u:
Mir fehlen einfach die direkten Kontakte. Alles lief über meine Frau und wird wohl auch in Zukunft.
Wieso in Zukunft auch? Du bist erwachsen. Also hast Du das Potenzial, Dir eigene Kontakte aufzubauen. Scheinst aber ganz außerordentlich aus der Übung zu sein.
Hast Du Angst, auf Menschen zuzugehen?

• x 3 #18


Heffalump
Zitat von bk_a_u:
Mir fehlen einfach die direkten Kontakte.

wenn du umziehst, musst du dir eh eine neues Netzwerk erschaffen

nicht so schüchtern. Es beißt kener

• x 2 #19


A
Moooin,

da meine harte Bauchlandung nicht ganz so lang her ist, hier mal meine Perspektive:

1. Nestmodell hatten wir auch überlegt - allerdings kann ich nicht ständig in das Haus, wo meine Exfrau rumläuft oder sogar noch mehr.... Daher war das keine Option. Wechselmodell - Haus verkaufen (so schwer es ist, glaub mir ich habe geheult - aber nach nun 2 Jahren sehe ich nur noch Vorteile)

2. Hausverkauf wäre auch nen CUT für dich, ein positiver CUT. Du siehst deine Ex nur noch für den Kids-Tausch, das gibt Abstand. Du musst unbedingt da raus! So wie du schreibst hängst du ja noch in der Phase 1, Schock, nicht wahrhaben.... du musst unbedingt Abstand gewinnen so schwer es ist. Kommunikation nur noch das nötigste, Geld, Haus, Kinder. Ende.

3. Natürlich findest du Anschluss - mach dich nicht kleiner als du bist. Du redest dir ein dass alle Kontakte über deine Frau laufen - quatsch! Du findest neue Kontakte, knüpfe an alte an. Geh auf Schützenfeste, Dorffeiern, Fittnesstudio what else. Du machst das schon - Kopf hoch.

Glaub mir: Ich dachte mein Leben ist vorbei. Es ist nur der Anfang!

• x 6 #20


alleswirdbesser
Zitat von bk_a_u:
Vor allem wegen meiner Blockade an einer Lösung arbeiten zu können

Inwiefern ist sie da erfolgreicher? Welche Lösung schwebt ihr vor?

• #21


H
Ich glaub auch dass der Schock größer ist als das, was auf dich zukommt.

Und das ist es: ein Schock. Dein ganzes Leben der letzen Jahre ist erstmal aufgelöst, die Zukunft unsicher. Dieser Schock gehört einfach auch ein wenig dazu. Vielleicht hilft es dir die Phasen einer Trennung mal zu googeln, dich einzulesen.

Was ist mit Wut, Trauer? Diese Gefühle helfen aus dieser Starre Heraus zu kommen, auch wenn sie nicht schön sind.

Das du Ängste hast alleine mit den Mädels zu sein ist auch normal. Das hatte ich als Mutter bei der Trennung auch. Aber die Wirklichkeit ist meistens viel einfacher. Es wird irgendwann einfach normal, so wie das Familienleben bisher für dich normal war.

Und deine Situation hört sich doch eigentlich ganz gut an. Dass deine Eltern so nah wohnen und du dicj gut mit ihnen vetstehst ist gold wert. Da hadt du doch sicher Unterstützung. Und 10 km.sind auch keine Weltreise.

Mach Schritt nach Schritt. Tag für Tag.
Abstand nehmen. Rechtlichrs klären

Soziale, neue Kontakte wirst fu schon finden. Ganz sicher.

Abet jetzt komm ins Handeln, werde aktiv und nach und nach werden sich neue Perpektiven auftun

• x 4 #22


B
Schock, Trauer, Verleugnung. In diesem Teufelskreis drehe ich mich die ganze Zeit.
Deswegen hören sich viele meiner Posts hier auch so sehr negativ, immer gleich an und so fühle ich mich auch.
Und deswegen bin ich auf der Suche nach Leuten die das vielleicht kennen, Tipps haben und dort wieder rausgekommen sind.

Zorn ist noch kaum zu spüren.

Daher komme ich auch nicht darüber hinweg, wirklich am Ende mein Haus, in dem ich ziemlich viel selbst gemacht habe, verkaufen zu müssen. Auch bei den Entscheidungen stagniere ich und komme nicht ins Handeln.
Mir gehen ständig die immergleichen Themen durch den Kopf und ich suche überall nach Ratschlägen, Tipps und das jetzt schon seit mehr als 6 Monaten.

Bei anderen ging das scheinbar immer viel schneller und wurde sehr rasch umgesetzt...

Irgendwie scheinen mir die ganzen Probleme viel zu groß zu sein.

Nestmodel
-> ich würde nie wirklich von ihr loskommen und sehe ständig mein zerbrochenes Leben, die Kinder behalten aber ihr wundervolles Zuhause, deswegen schlägt meine Frau diese Modell auch vor, sie kann hier scheinbar auch nicht loslassen.

Wechselmodel
-> bevor nicht das Haus verkauft ist müsste ich zu meinen Eltern ziehen, 10km entfernt in einen kleinen Ort, Perspektive wäre in 2-3 Jahren eine 3-Zimmer-Wohnung ohne Miete.

Residenzmodel
-> ich müsste mir eingestehen, dass ich nicht das soziale Netzwerk wie meine Frau habe und das die Kinder bei ihr besser aufgehoben wären.

Mietswohnung
-> ich würde viel näher an meinen Kindern wohnen, könnte es vor Ort mit sozialen Kontakten versuchen; müsste aber dauerhaft hohe Mieten zahlen und hätte nach dem Hausverlust im Alter von 40 Jahren wieder nichts eigenes

Soziale Kontakte
-> beide Wohnorte sind ehr ländlich geprägt und viele Familien haben ihren festen Freundeskreis, alles lief bisher über meine Frau und sie ist dort sehr gut vernetzt, für mich bricht das alles weg

• #23


Heffalump
Zitat von bk_a_u:
Bei anderen ging das scheinbar immer viel schneller und wurde sehr rasch umgesetzt...

andere haben andere Sicksale
Du hast das deine. Du läufst in deinen Schuhen.


Lass dich zeitnah, anwaltlich beraten.

Ich würde mein haus nicht verlasse - sie kann sich gern, ne Wohnung nehmen. Du weichst aus, statt es ihr auch etwas unbequem zu machen. Nestmodel - willst du das denn?

Du ist auch Bestandteil der Ehe und vater der Kinder, dein Wort hat ebensoviel Gewicht wie das ihre!


Zitat von bk_a_u:
für mich bricht das alles weg

so ist das am Anfang immer wenn es sich trennt

• x 2 #24


alleswirdbesser
@bk_a_u solche Nebenwirkungen müssen mehr oder weniger fast alle Getrennten hinnehmen. Die Welt geht dabei aber nicht unter und das Leben kommt irgendwann wieder in geregelte Bahnen. Das wird schon, nur darf man sich nicht hängen lassen und das ewige Opfer bleiben, man sollte natürlich auch aktiv etwas dafür tun.

Ich wurde zum Beispiel ausgetauscht, bin irgendwann aus- und weggezogen, die Kinder immer mit bzw. bei mir, gehe Vollzeit arbeiten, kümmere mich um alles, zahle Miete für eine große Wohnung, damit jeder ein Zimmer hat, habe kein Eigentum und der ehemalige Freundeskreis ist weg (loser Kontakt besteht noch). Und dennoch ist das Leben lebenswert und es geht mir/uns gut. Alle Hürden des Lebens kann nun mal nicht jeder umgehen, es ist immer was. Am wichtigsten ist aber die Gesundheit.

• x 4 #25


VictoriaSiempre
Zitat von Heffalump:
Ich würde mein haus nicht verlasse - sie kann sich gern, ne Wohnung nehmen.

Ich gehe davon aus, dass das Haus beiden gehört (oder ich habe anderes überlesen). In absehbarer Zeit ist das Trennungsjahr um, sie kann die Scheidung einreichen - spätestens dann muss eine Lösung her und „ich würde mein Haus nicht verlassen“ keine Alternative mehr, wenn es strittig wird.

@bk_a_u : Was spricht denn dagegen, zunächst das Nestmodell zu versuchen? Außer das Naheliegende: Ihr seid dann nicht mehr „nur“ durch die Kinder, sondern auch noch durch die gemeinsame Immobilie aneinander gebunden. Dauerhaft ist das sicher schwierig (und ich würde es wohl nicht wollen), aber fürs erste, bis Ihr Euch beide sortiert habt?

Wenn ich eines gelernt habe durch meine Scheidung: Geh Schritt für Schritt. „Leben ist, was passiert, während man Pläne macht“ (so oder ähnlich John Lennon zugeschrieben) - denke nicht daran, was in 2, 3 Jahren sein könnte, sondern bleibe im Hier und Jetzt. Du stehst noch unter Schock und nein, ich finde nicht, dass Du nach einem halben Jahr damit durch sein musst. Dein bisheriges Leben ist zusammengebrochen, darüber darfst Du schockiert und traurig sein. Wichtig ist, dass Du nicht total stagnierst und in die Akzeptanz kommst (auch, wenn es da regelmäßig noch Rückschläge geben mag).

Ich an Deiner Stelle würde, falls noch nicht geschehen, einen Fachanwalt für Familienrecht aufsuchen und einen Kassensturz machen. Wie sehen Eure Finanzen aus, wird Unterhalt fällig (es ist ein Irrglaube zu denken, dass durch das Wechselmodell Kindesunterhalt völlig entfallen muss), könnt Ihr realistisch das Haus (unter)halten und zusätzlich jeder eine Wohnung anmieten? Danach ergeben sich ja oft schon manche Notwendigkeiten Unwissender Smiley

Für Dich ist es momentan relativ komfortabel, dass Du erst einmal bei Deinen Eltern unterkommen und perspektivisch dort sogar eine Wohnung beziehen kannst. Das macht aktuell zumindest die Frage nach Deiner Unterkunft einfacher, wenn auch nicht leichter.

10 km sind ein Katzenschiss, es kann nicht Dein Ernst sein, das als große Entfernung zu sehen? Du hast hier wie dort momentan leider keine großen sozialen Kontakte, es wäre schon wichtig, daran etwas zu ändern. Bei 10 km ist es meiner Meinung nach jedoch völlig egal, wo Du neue Bekanntschaften findest, die sind immer zu überwinden; notfalls sogar mit dem Fahrrad.

Deine Frau hat eine Entscheidung getroffen, die Du akzeptieren musst. Wie schwer das fällt wissen viele hier Aufmunternde Emojis Die Decke über den Kopf ziehen hilft Dir genauso wenig wie hektische Aktivitäten. Deshalb würde ich die Variante des Nestmodells erst einmal (!) ausprobieren und zu meinen Eltern ziehen (vorausgesetzt, Deine Nochfrau hat auch umgehend eine Wohnung) und dann weitergucken. Räumlicher Abstand ist ein großer, aber notwendiger Schritt.

Ich wünsche Dir alles Gute 🍀

• x 2 #26


Heffalump
Zitat von VictoriaSiempre:
dass das Haus beiden gehört (oder ich habe anderes überlesen)

derart hab ich nichts gelesen, also weder noch Zwinkerndes Gesicht

• #27


B
Es ist immer noch die Fassungslosigkeit in meinem Kopf, dass so etwas passiert.
Letztendlich versuche ich krampfhaft alles zu verhindern und unternehme deswegen nichts weiter.

Ob dann das Nestmodell für mich richtig ist weiß ich nicht.
Weil sie die Trennung will, ohne Interesse an Paartherapie, muss ich in mein Kinderzimmer ziehen, da sonst das Nestmodell nicht finanzierbar wäre. Ich zahle schon ohnehin alle Raten an Haus, Nebenkosten, Kindern usw.

Im Grundbuch stehen wir beide. Haus ist noch lange nicht abbezahlt.

• #28


Ouabain
Zitat von bk_a_u:
Letztendlich versuche ich krampfhaft alles zu verhindern und unternehme deswegen nichts weiter.
Dann wird Deiner Frau nichts anderes übrig bleiben, als Nägel mit Köpfen zu machen.
Zitat von bk_a_u:
Ob dann das Nestmodell für mich richtig ist weiß ich nicht.
Das musst Du ja jetzt auch noch nicht entscheiden.
Aber egal, ob Nestmodell oder Wechselmodell oder nur ein paar Tage - Du wirst nicht daran vorbei kommen, mit Deinen Kindern was alleine zu unternehmen. Es sei denn, Du gibst sie komplett auf.

• #29


E
Ich tue mir etwas schwer, mit deiner Opferhaltung umzugehen. Klar, dir ist was Schlimmes passiert - ohne Frage - aber du steckst fest und tust nichts, um da rauszukommen. Immerhin hast du dich hier angemeldet und gibst zu, dass du feststeckst.

Meiner Erfahrung nach hilft Klarheit, also täte ich an deiner Stelle alles, um zu erkennen, was genau dich blockiert. Höre genau hin, was die innere Stimme sagt. Sagt sie sowas wie "ich wollte das alles nicht, soll sie sich kümmern!". Wenn ja, wie alt ist der Anteil in dir, der das sagt? Es spricht oft das Kind in deinen Zeilen, zumindest ist das meine Empfindung. Wie du die 10 Kilometer als Entfernung ansiehst zum Beispiel, oder wie du sagst, dass du keine soziale Kontakte hast. Bei mir entsteht das Bild eines 5-jährigen, der verlassen würde.

Das ist absolut kein Vorwurf, wir alle haben solche Anteile in uns. Aber nur aus dem Erwachsenen kannst du Verantwortung für dich übernehmen und handeln. Und nur der Erwachsene kann Alternativen vergleichen und wählen. Das Kind steckt in Ohnmacht fest und leidet.

Kannst du dir vorstellen, eine Therapie oder einen Coach als Begleitung zu haben?

Du schreibst, dass du seit 6 Monaten nach Tipps und Hilfe suchst. Damit es hilft, muss du diese Ansätze anwenden. Konsequent und freiwillig. Niemand kann dir den Schmerz nehmen. Es gibt kein Geheimrezept dafür.

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