Zitat von Heffalump: Ich würde mein haus nicht verlasse - sie kann sich gern, ne Wohnung nehmen.
Ich gehe davon aus, dass das Haus beiden gehört (oder ich habe anderes überlesen). In absehbarer Zeit ist das Trennungsjahr um, sie kann die Scheidung einreichen - spätestens dann muss eine Lösung her und „ich würde mein Haus nicht verlassen“ keine Alternative mehr, wenn es strittig wird.
@bk_a_u : Was spricht denn dagegen, zunächst das Nestmodell zu versuchen? Außer das Naheliegende: Ihr seid dann nicht mehr „nur“ durch die Kinder, sondern auch noch durch die gemeinsame Immobilie aneinander gebunden. Dauerhaft ist das sicher schwierig (und ich würde es wohl nicht wollen), aber fürs erste, bis Ihr Euch beide sortiert habt?
Wenn ich eines gelernt habe durch meine Scheidung: Geh Schritt für Schritt. „Leben ist, was passiert, während man Pläne macht“ (so oder ähnlich John Lennon zugeschrieben) - denke nicht daran, was in 2, 3 Jahren sein könnte, sondern bleibe im Hier und Jetzt. Du stehst noch unter Schock und nein, ich finde nicht, dass Du nach einem halben Jahr damit durch sein musst. Dein bisheriges Leben ist zusammengebrochen, darüber darfst Du schockiert und traurig sein. Wichtig ist, dass Du nicht total stagnierst und in die Akzeptanz kommst (auch, wenn es da regelmäßig noch Rückschläge geben mag).
Ich an Deiner Stelle würde, falls noch nicht geschehen, einen Fachanwalt für Familienrecht aufsuchen und einen Kassensturz machen. Wie sehen Eure Finanzen aus, wird Unterhalt fällig (es ist ein Irrglaube zu denken, dass durch das Wechselmodell Kindesunterhalt völlig entfallen muss), könnt Ihr realistisch das Haus (unter)halten und zusätzlich jeder eine Wohnung anmieten? Danach ergeben sich ja oft schon manche Notwendigkeiten

Für Dich ist es momentan relativ komfortabel, dass Du erst einmal bei Deinen Eltern unterkommen und perspektivisch dort sogar eine Wohnung beziehen kannst. Das macht aktuell zumindest die Frage nach Deiner Unterkunft einfacher, wenn auch nicht leichter.
10 km sind ein Katzenschiss, es kann nicht Dein Ernst sein, das als große Entfernung zu sehen? Du hast hier wie dort momentan leider keine großen sozialen Kontakte, es wäre schon wichtig, daran etwas zu ändern. Bei 10 km ist es meiner Meinung nach jedoch völlig egal, wo Du neue Bekanntschaften findest, die sind immer zu überwinden; notfalls sogar mit dem Fahrrad.
Deine Frau hat eine Entscheidung getroffen, die Du akzeptieren musst. Wie schwer das fällt wissen viele hier

Die Decke über den Kopf ziehen hilft Dir genauso wenig wie hektische Aktivitäten. Deshalb würde ich die Variante des Nestmodells erst einmal (!) ausprobieren und zu meinen Eltern ziehen (vorausgesetzt, Deine Nochfrau hat auch umgehend eine Wohnung) und dann weitergucken. Räumlicher Abstand ist ein großer, aber notwendiger Schritt.
Ich wünsche Dir alles Gute
🍀