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Blockade bei Trennung

B

bk_a_u
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Hallo,

nach langer Überlegung versuche ich es doch einmal meinen Fall hier zu schildern und um nach Rat und Erfahrung zu fragen.
Es ist eigentlich kein Rosenkrieg, vielmehr eine Blockade oder Teufelskreis der nicht enden will.

Ich bin seit 11 Jahren mit meiner Frau verheiratet.
Haben 2 gemeinsame Töchter, 5 und 7 Jahre alt.
Wohnen seit Ende 2020 in einem neu gebautem Haus.

Nach schweren Jahren hat meine Frau mir die Trennung im Anfang 2026 ausgesprochen.
Andere Liebhaber sind nicht bekannt.
Ihre eigenen Probleme hat sie in dieser Zeit überwunden und ihr geht es soweit gut.
Großen Streit, Gewalt, Betrug oder ähnliches gab es zwischen uns nicht.
Sie meint immer sie hat keine Gefühle mehr für mich und will das alte Leben nicht mehr.

Ihre Entscheidung zur Trennung hat nun vielmehr mich in ein tiefes Loch gerissen.

Seitdem stagniert unser Leben komplett.
Daran bin ich nicht unbeteiligt, da ich ihre Entscheidung, trotz gewisser Anzeichen die man immer nicht wahrhaben will, noch immer nicht fassen kann.
Entsprechend bin ich unfähig entsprechend zu handeln, zu planen und zu entscheiden.

Wir haben uns in den letzten Tagen auch nicht auf ein Betreuungsmodell einigen können und keiner möchte ausziehen. Ein "Nestmodell" steht im Raum aber ich bin unfähig mich dazu durchzuringen. Keiner kann das Haus alleine halten.

Derzeit leben wir noch in getrennten Schlafzimmern gemeinsam im Haus.
Für das Nestmodell müsste ich in das 10km entfernte Elternhaus ziehen.

Soziale Kontakte gibt es für mich vor Ort sehr wenige und auch am Wohnort meiner Eltern begrenzt. Da habe ich schmerzlich erkennen müssen wie abhängig ich von ihr geworden bin.

Aufgrund meiner psychischen Belastung während der ganzen Zeit bei diesem Zusammenleben, bin ich drauf und dran dieses Wohnmodell vorerst mitzuspielen.

Genauso überlege ich in meinem Elternhaus eine separate 3-Zimmer-Wohnung einzurichten.
Damit würde es sich irgendwann nach dem Hausverkauf, den ich ebenfalls noch nicht wahrhaben will, auf ein Wechselmodell einspielen.

Allgemeine Tipps zu meiner Situation finde ich immer recht hilfreich. Vor allem wegen meiner Blockade an einer Lösung arbeiten zu können. Wie ging es euch damit?
Vielleicht gibt es auch Erfahrungen mit dem Einzug ins Elternhaus/Kinderzimmer (Mehrgenerationenhaus) und dem Pendeln beim Wechselmodell im ländlichen Raum bei 10km Entfernung und zwei Kindern.

Vielen Dank schon einmal.

• x 2 #1


Heffalump
sie hat doch die trennung ausgesprochen, wieso musst du dann dein Haus verlassen?

• x 7 #2


A


Blockade bei Trennung

x 3


Ouabain
Hallo @bk_a_u ,

willkommen im Forum. Ich hoffe, dass Du hier die Anschubser findest, die Du brauchst, damit Du aus der Lähmung heraus findest.

Zitat von bk_a_u:
Ihre Entscheidung zur Trennung hat nun vielmehr mich in ein tiefes Loch gerissen.
Seitdem stagniert unser Leben komplett.

Wie lange geht das denn jetzt schon so?

Zitat von bk_a_u:
Genauso überlege ich in meinem Elternhaus eine separate 3-Zimmer-Wohnung einzurichten.
Soll diese Wohnung dann das Nest sein? Oder habe ich das falsch verstanden?

Zitat von bk_a_u:
Soziale Kontakte gibt es für mich vor Ort sehr wenige und auch am Wohnort meiner Eltern begrenzt.

Das klingt nicht gut. Ist der Wohnort Deiner Eltern denn groß genug, um soziale Kontakte auszubauen? Und wie ist Dein Verhältnis zu Deinen Eltern generell?

• x 1 #3


B
Beim Nestmodell würde das so abwechselnd laufen. Zudem kümmert sie sich aufgrund meiner langen Fahrzeit zur Arbeit und ihrer Möglichkeit mit viel Home Office viel um die Kinder.

Ich überlege aber auch einen Auszug zu den Eltern um selbst zu Ruhe zu kommen und mir langfristig wieder was aufzubauen zu können.

Letztendlich ist meine Blockade, überhaupt mal einen Schritt zu tun, das Problem.

Hat jemand der Väter auch Erfahrung zur sozialen Abhängigkeit von seinen Partnern gemacht? Leider kam da vieles bei mir mit Umzügen und anderen Umständen meiner Kumpels zusammen, aber leider ist es zum Teil auch ein selbstverschuldetes Problem, dass Männer weniger Freundschaften pflegen.

• #4


Heffalump
sinnvoll ist immer ein Gespräch mit einem Anwalt für Familienrecht, bezüglich deine Rechten und Pflichten

• x 4 #5


B
Geht leider schon über ein halbes Jahr so.

Mein Verhältnis zu meinen Eltern ist zum Glück sehr gut.

Zuerst wäre mein „Kinderzimmer“ mein „Fluchtort“ bzw meine Ausweichmöglichkeit beim Nestmodell. Später könnte ich mir dort eine eigene 3-Zimmer-Wohnung einrichten. Die Distanz von 10km zum Schulort meiner Kinder macht mir nur zusätzlich Sorge.

Vor Ort bei den Eltern gäbe es schon einfacher Kontakt zu alten Freunden, aber kaum neue Kontakte mit Menschen in meiner Situation.

• #6


FoolishHeart
Zitat von bk_a_u:
Hat jemand der Väter auch Erfahrung zur sozialen Abhängigkeit von seinen Partnern gemacht? Leider kam da vieles bei mir mit Umzügen und anderen Umständen meiner Kumpels zusammen, aber leider ist es zum Teil auch ein selbstverschuldetes Problem, dass Männer weniger Freundschaften pflegen.

Deine Situation jetzt und meine damalige ist nicht zu vergleichen. Allerdings war ich schon immer ehrenamtlich tätig. Wäre etwas, um Kontakt zu Menschen zu bekommen. Was machst du beruflich? Bist du Mitglied in Vereinen oder hast du Hobbies, die man in einem Verein betreiben kann?

• x 2 #7


B
Naja, Fußball schon und hier und da mal in einer Laufgruppe. Es gäbe schon Möglichkeiten. Aber aufgrund meines Familienlebens habe ich das seit dem Hausbau und Nachwuchs schleifen lassen. Aber meist entstanden daraus nur recht oberflächliche Kontakte. Als getrennter Vater habe ich die Befürchtung auch überhaupt schwer Anschluss zu Familien zu finden.

• x 1 #8


Ouabain
Zitat von bk_a_u:
Zuerst wäre mein „Kinderzimmer“ mein „Fluchtort“ bzw meine Ausweichmöglichkeit beim Nestmodell.

Ja. Im Moment wäre also Euer Haus das Nest. Und zumindest würdest Du mit dem Zimmer bei Deinen Eltern der häuslichen Situation für eine Weile entkommen. Sicher nicht verkehrt, damit der Kopf etwas freier wird.
Nur - Wohin würde denn Deine Frau sich zurück ziehen ? Also an den Tagen/ Woche, wo Du die Kinder hast?

• x 1 #9


B
Sie hätte ihre eigene 1-Zimmer-Wohnung.

Viel mehr macht mir einfach das Alleinsein mit den Kindern zu schaffen.

Früher wäre das kein Problem gewesen. Da stand ja auch keine Trennung im Raum und ich war, in ihrem Freundeskreis, gut eingebunden. Jetzt bricht das alles weg.

• #10


Heffalump
Zitat von bk_a_u:
Als getrennter Vater habe ich die Befürchtung

du brauchst keine Menschen, die in vergleichbarer Situation stecken, du brauchst deine Freunde aus alten Tagen.

• x 2 #11


Taja1976
@bk_a_u Es tut mir sehr leid, was Du gerade durch machst. Ich kann Dir wirklich nur raten ,das Ihr euch auch räumlich trennt. Erst dann kommst Du raus aus der Blockade. Auch das wird dann noch etwas dauern, aber es wird von Tag zu Tag besser.

• x 2 #12


Ouabain
Zitat von bk_a_u:
Viel mehr macht mir einfach das Alleinsein mit den Kindern zu schaffen.

Hast Du Angst, dass Du mit den Kindern nicht klar kommst? Was ist mit Freunden Deiner Kinder? Manchmal kann man auch darüber navigieren und sich mit deren Eltern ein wenig vernetzen.

• x 1 #13


E
Zitat von bk_a_u:
Viel mehr macht mir einfach das Alleinsein mit den Kindern zu schaffen.

Kannst du das bitte erläutern? Inwiefern macht es dir zu schaffen, alleine mit deinen Kindern zu sein?

• #14


FoolishHeart
Zitat von bk_a_u:
Viel mehr macht mir einfach das Alleinsein mit den Kindern zu schaffen.

Ich habe meine beiden Jungs alleine erzogen, die vergangenen 7 Jahre ganz alleine.

Ihr plant auf Wechselmodell. Du kannst das schaffen!

Mach dir klar, dass die Trennung der eine Punkt ist, deine beiden Mädels aber ein anderer. Für die beiden wird die Trennung hart sein. Umso mehr muss dein Fokus bei ihnen liegen. Es gibt keinen Grund, dich zu verstecken, im Gegenteil. Raff dich auf und nimm dein Leben in die Hand. Deine Mädels brauchen euch beide!

• x 2 #15


A


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