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Borderline-Beziehung im Rückblick

Votava
Ok, um nochmal Missverständnisse auszuräumen: Ich will mich nicht mehr in dieses destruktive Tal begeben. Ganz bestimmt nicht. Hilfe, das wäre ja fürchterlich.
Ich glaube nur, dass es anderen helfen kann, wenn man von seinen Strategien erzählt, die geholfen haben, eine Borderline-Beziehung zu verarbeiten. Die Themen, die hier zu finden sind, handeln ja meist vom akuten Trennungsschmerz. Eine Verarbeitung ist bei einer direkten Trennungssituation unglaublich schwer. Von daher wäre doch ein Blick zurück mit etwas Abstand gut und "nüchterner".
Eine Laiendiagnose sehe ich in meinem Fall übrigens nicht. Wie oben erwähnt, haben sich diverse Fachärzte und Psychologinnen ziemlich klar dazu geäußert. Ich hatte von Borderline überhaupt keine Ahnung. Das sieht heute anders aus.

x 4 #16


Maybach100
Das Problem unserer Gedanken sind, das Borderliner als Opfer ihrer selbst gesehen und damit Mitleid suggeriert wird. Der Narzisst, Psychopath, Soziopath usw hingegen als Monster. In meinen Augen sind alles Täter wenn nicht therapiert. Das Problem ist das sie versuchen sich zu therapieren indem sie von Mensch zu Mensch ziehen und verbrannte Erde hinterlassen. Nur durch Mitleid, Unwissen und Liebe ziehen sie zu gesunden Menschen um diese dann in ihre Hölle zu ziehen! Schaut euch doch nur mal an wie Borderliner sich selber in sozial Media hinstellen. Immer als das Opfer und ihrer Vergangenheit. Meidet diese Art von Menschen! Punkt! Und bitte kommt jetzt nicht, dass es Unterschiede gibt………. Es sind schwer wiegende psychische Erkrankungen die Beziehungen betrifft und unweigerlich zerstört

x 3 #17


A


Borderline-Beziehung im Rückblick

x 3


O
@Votava "Heute bin ich mir sicher, dass sie vorher schon weiß, dass sie immer wieder Menschen verletzt"

Aus meiner Sicht nein. Mehrfach und nochmal nein,

Dann schau selbst ...

x 3 #18


Votava
Es ist ja müssig darüber zu streiten, ob Borderliner bewusst handeln. Ich für meinen Fall gehe davon aus und zwar deswegen, weil sie nach der x-ten Beziehung (sie hat eine total chaotische Beziehungshistorie, wovon ich erst später erfahren habe), die sie aus denselben Gründen beendet/zertrümmert, Bewusstsein entsteht. Dann weiß ich davon. Sie weiß dann von ihrer Instabilität, von ihrem mangelnden Selbstwert, von iher Borderline-Tochter, von ihren wegbrechenden Gefühlen, etc. Auch wenn sie die Hoffnung hat, dass es beim nächsten Partner anders wird, wiederholt sich das Muster nur immer wieder. Borderliner sind ja keine dummen Menschen. Das halte ich für ziemlich verantwortungslos.
Es ist klar, dass sie für die Störung nichts können, aber sich nicht darum zu kümmern, liegt in ihrer Verantwortung.

x 2 #19


Odette
Zitat von Votava:
Eine Laiendiagnose sehe ich in meinem Fall übrigens nicht. Wie oben erwähnt, haben sich diverse Fachärzte und Psychologinnen ziemlich klar dazu geäußert.

Niemand sagt etwas von 'Laiendiagnose' - Fakt ist aber, dass sie nicht diagnotiziert ist. Ganz simpel.
Meinungen der von dir genannten Personenkreise sind halt nicht mehr als das: Meinungen.
Bleibe ich bei. Deiner Vermutung spricht Dir niemand ab, aber du stellst hier Behauptungen über eine Diagnose/Persönlichkeitsstörung auf, welche a) komplett individuell bei den Betroffenen sind und b) einfach haltlos und keine festen Erfahrungswerte in deinem Fall. (Nochmals der Verweis auf den Hinweis/Text von Scheol...)

Auch stellst du teilweise Sachen als Fakten über eine Krankheit in den Raum, welche keine sind.

Zitat von Votava:
Es ist klar, dass sie für die Störung nichts können, aber sich nicht darum zu kümmern, liegt in ihrer Verantwortung.

Und da es seit mehreren Jahren deine Ex ist, wird sie sich schon im Zweifel selbst kümmern.

Zitat von Votava:
ie weiß dann von ihrer Instabilität, von ihrem mangelnden Selbstwert, von iher Borderline-Tochter, von ihren wegbrechenden Gefühlen, etc. Auch wenn sie die Hoffnung hat, dass es beim nächsten Partner anders wird, wiederholt sich das Muster nur immer wieder.

Meinst du nicht, wenn die Tochter solch eine Diagnose hat, dass sie selbst das Bewusstsein hätte, bei sich zu schauen? Gerade da ist man doch viel mehr im Thema, als Außenstehende.

Ich finde @Scheol hat hier einen guten Punkt, und die genannten Punkte könnten genauso gut auf eine (K)PTBS hinweisen. Aber das magst du nicht lesen, schätze ich, da es für mich so klingt, als würden BLer hier, mal wieder, verteufelt werden.
Nur meine Meinung und meine Wirkung deiner Posts. Und nu zisch ich wieder ab. Schnell flüchtender Smiley

x 3 #20


Scheol
@Votava
Zitat:
Auch wenn sie die Hoffnung hat, dass es beim nächsten Partner anders wird, wiederholt sich das Muster nur immer wieder.


Also macht sie eine Reinzinierung?

*Reinszenierung bezeichnet das unbewusste Wiederholen alter, meist traumatischer Erfahrungen oder Konflikte in aktuellen Beziehungen und Situationen. Dieses psychologische Phänomen, oft als Wiederholungszwang verstanden, dient dem Versuch, belastende Erlebnisse doch noch zu bewältigen. Typisch sind destruktive Muster, die trotz besserem Wissen wiederholt werden.
Verena König +5

Psychologische Aspekte:
Wiederholungszwang: Betroffene erleben Situationen (z. B. Ablehnung, Misshandlung) immer wieder, oft unbewusst, in der Hoffnung auf einen anderen Ausgang.
Traumafolge: Besonders bei Früh- und Bindungstraumata zentral, um mit Gefühlen wie Machtlosigkeit umzugehen.

Therapie:
In der Psychotherapie kann die Reinszenierung (z. B. Übertragung auf den Therapeuten) sichtbar gemacht werden, um alte Muster zu verstehen und aufzulösen
.
Beispiele: Die Wahl von Partnern, die einen schlecht behandeln, oder die unbewusste Weitergabe von Traumata an die eigene nächste Generation.*


Zitat:
von iher Borderline-Tochter


*Transgenerationale Traumata beschreiben die
unbewusste Weitergabe unverarbeiteter psychischer Wunden von einer Elterngeneration an Kinder und Enkelkinder. Sie entstehen durch Schweigen, Bindungsstörungen oder epigenetische Mechanismen, was bei Nachkommen zu Ängsten, Depressionen oder Verhaltensauffälligkeiten führen kann. Diese Traumata sind heilbar und oft reversibel.
Medica Mondiale +4

Kernaspekte und Symptome
Weitergabe: Traumata (Krieg, Missbrauch, Flucht) werden über Generationen hinweg übertragen, selbst wenn die Nachkommen das Ereignis nicht erlebt haben.
Symptome: Betroffene leiden oft unter diffusen Ängsten, Depressionen, Schuldgefühlen ohne konkreten Anlass, Scham, hoher Stressanfälligkeit oder Bindungsstörungen
.
Familiendynamik: Häufig herrscht ein "dunkles Schweigen" über die Vergangenheit, was die Verarbeitung erschwert*

Usw.

Usw.


Es ist leider nicht so einfach….

#21


Scheol
@Maybach100
Zitat:
Schaut euch doch nur mal an wie Borderliner sich selber in sozial Media hinstellen. Immer als das Opfer und ihrer Vergangenheit.

Findest du als Kind emotional oder körperlich missbraucht zu werden besonders erstrebenswert ?

Zitat:
Meidet diese Art von Menschen! Punkt!

Es ist nicht eine Aufgabe Therapeut zu sein.

Wer länger wie 4 Wochen mit solch Baustellen zusammen ist , hat selbst massive Probleme , da man sich so nicht behandeln lässt im Normalfall.

Zitat:
Und bitte kommt jetzt nicht, dass es Unterschiede gibt………. Es sind schwer wiegende psychische Erkrankungen die Beziehungen betrifft und unweigerlich zerstört

Naja BPS und die komplexe ptbs haben Überschneidungen von 80 %.

Es ging soweit das man überlegt hatte die Diagnose BPS abzuschaffen.

BPS ist eine Störung , keine Erkrankung.


Die wichtigste Aussage hier ist von dir , wenn es einem Nicht gut tut , dann kann es weg. Das liegt aber in der Macht jeder Person , und da ist es egal was die Person gegenüber hat.

Wenn du einen Menschen vor dir hast der dir mit der hand , mit der Faust , mit dem Hammer , mit einem Ziegelstein in dein Gesicht schlägt ist es egal was es ist m man schlägt dir nicht ins Gesicht. PUNKT. das kann dann rigoros weg. Und egal was eine Person hat , ist es „nur“ein @rschloch , kann es weg.

#22


Plague
Zitat von Scheol:
Findest du als Kind emotional oder körperlich missbraucht zu werden besonders erstrebenswert

Sowas öffentlich vor sich herzutragen und dabei noch in die Kamera zu heulen garantiert Klicks, Likes und Reichweite. Das ist offensichtlich alles, was noch zählt. 🤔

Zitat von Scheol:
BPS ist eine Störung , keine Erkrankung.

Einspruch.
Auch eine PS ist eine Erkrankung im Sinne des ICD-10.
Wäre es keine Erkrankung, gäbe es keine Diagnose und auch keine Therapie.

Zitat von Scheol:
Naja BPS und die komplexe ptbs haben Überschneidungen von 80 %.

Vom Standpunkt der strukturellen Dissoziation aus gesehen, befinden sich beide Störungen auf der Stufe der sekundären Dissoziation der Persönlichkeit. Ähnlich, aber doch halt nicht identisch.

Zitat von Scheol:
Überschneidungen von 80 %.

Halte ich für eine bisschen hoch gegriffen, aber die gemeinsame Schnittmenge ist definitiv da.
Daher sollte man immer auf die jeweiligen Alleinstellungsmerkmale achten, z.B. haben BPSler kein konstantes Selbstbild, während Menschen mit kPTBS ein konstant negatives Selbstbild haben.

x 2 #23


Scheol
Zitat von Plague:
Sowas öffentlich vor sich herzutragen und dabei noch in die Kamera zu heulen garantiert Klicks, Likes und Reichweite. Das ist offensichtlich alles, was noch zählt. 🤔

Da kommt dann wohl die kormobidität raus und die NPS dominiert 😉

x 1 #24


Plague
Zitat von Scheol:
und die NPS dominiert

Histrionische Anteile hätte ich da auch noch im Angebot. 😇

#25


PapaEmeritus
Ich glaube mich zu erinnern, dass man die PTBS und die BPS zusammenfügen wollte, bzw. die BPS eben als PTBS einordnen wollte. Das wurde aber wohl abgelehnt. Wahrscheinlich um Behandlungsmethoden zu gewährleisten, da nicht jede BPS ein Trauma als Ursache hat.
Außerdem haben wohl 60 % der Menschen mit BPS noch andere PS. Müsste ich nochmal nachlesen.

#26


Votava
@Odette Zumindest die Meinung von Ärzten mit 30 Jahren Berufserfahrung zum Thema Borderline. Die Psychologin hat ca. 20 Jahre Berufserfahrung zu diesem Thema.
Leider führt dieses Thema in die falsche Richtung. Es ging mir um das Sammeln von Bewältigungsstrategien für Menschen, die eine Borderline (auch wenn nicht diagnostiziert)-Beziehung hinter sich haben. Nicht mehr und nicht weniger.

#27


Plague
Zitat von PapaEmeritus:
Ich glaube mich zu erinnern, dass man die PTBS und die BPS zusammenfügen wollte, bzw. die BPS eben als PTBS einordnen wollte.

Wenn überhaupt, dann ging es um die kPTBS und BPS. 😉

Kann auch nicht in den USA gewesen sein, denn die APA hat's schon 4 Mal erfolgreich geschafft, die kPTBS aus dem DSM heraus zu halten.

x 1 #28


PapaEmeritus
Genau, das „komplex“ hatte ich weggelassen. Ich weiß aber nicht, ob das jetzt nur Deutschland und/oder Europa betroffen hatte, was das DSM angeht, hab ich mich noch nicht so mit befasst.

#29


Plague
Zitat von PapaEmeritus:
was das DSM angeht, hab ich mich noch nicht so mit befasst

In Amerika glaubt man noch viel mehr an den Mythos der heilen Familie und die False-Memory-Bewegung, darum kann es dort auch keine kPTBS geben. 😇

#30


A


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