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Borderline-Beziehung im Rückblick

M
Zitat von Votava:
@Ema Darüber gibt es auch genug zu lesen. Unbehandelte BL können in der Idealisierung durchaus lieben. Sie empfinden viel. Ist es aber tatsächlich ...

Ich erfülle ausser ein leichtes schwarz weiß denken gar keine Kriterien mehr. Darauf bin ich ziemlich stolz. Du fragst nach den unterschieden in der beziehung davor und heute? Puh, wo soll ich anfangen....
Mal abgesehen davon das ich damals keine Impulskontrolle hatte und bei jeder Kleinigkeit die Beherrschung verlor...
Es gab sovieles, entweder war mein Partner Freund oder Feind. Was dazwischen gab es nicht.

Heute kann ich eine Beziehung auf Augenhöhe führen, die auf Wertschätzung und Ehrlichkeit passiert. Ich hatte zwar mit Lügen keine Probleme, noch nie. Aber ich konnte nicht dankbar sein, meine Gefühle differenzieren und äußern.
Heute sage ich meinem Freund offen "Ich brauch kurz n moment um mich zu beruhigen, weil ich wütend bin".

So zu kommunizieren war damals für mich undenkbar.

Heute kann ich all das und mein Leben ist erfüllt mit Freude und Glück.

Ich konnte damals auch keine Grenzen setzen und wurde sofort rasend vor Wut, wenn jemand meine Grenze übertreten hat.

Heute kommuniziere ich sie und gut ist.

x 1 #151


M
Ich hab damals sogar um Impulskontrolle zu lernen und mich ins hier und jetzt zu holen, Murmeln in meinen Schuhen gehabt, auf jeder Seite 4 kleine 🙂

Klingt wahnsinnig, aber das hat mir sehr geholfen.

x 1 #152


A


Borderline-Beziehung im Rückblick

x 3


Votava
Ich bin nicht spirituell unterwegs, aber folgende Seite finde ich ganz gut:
https://www.neoterisches-bewusstsein.co...nd-hoelle/
Untem im Artikel wird auch noch auf die nächste Seite "15 Zeichen, woran man einen Borderliner erkennt" verlinkt. Viel Spaß beim Lesen.

x 3 #153


Votava
@Mia83333 Schön, dass du eine erfolgreiche Therapie hinter dir hast.
Hast du dann damals eine Beziehung nach der anderen beendet oder hast du dich an einem Partner "abgearbeitet"?

#154


M
Zitat von Votava:
@Mia83333 Schön, dass du eine erfolgreiche Therapie hinter dir hast. Hast du dann damals eine Beziehung nach der anderen beendet oder hast du dich ...

Danke Lachendes Gesicht tatsächlich hatte ich den gleichen Partner 11 Jahre lang. Er hatte auch so seine Baustellen und hat mich gern mit silent treatment bestraft. Das war alles sehr ungesund. Heute ist das gott sei dank anders Lachendes Gesicht

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Vienne
Zitat von Votava:
Ich bin nicht spirituell unterwegs, aber folgende Seite finde ich ganz gut: Untem im Artikel wird auch noch auf die nächste Seite "15 Zeichen, woran man einen Borderliner erkennt" verlinkt. Viel Spaß beim Lesen.

Eine der besten Seiten, die ich kenne...hat mir vor einigen Jahren die Augen geöffnet.

x 1 #156


Votava
@Vienne Und wenn ich es richtig verstanden habe, ist die Verfasserin selber Borderlinerin. Dann ist es wirklich eine sehr gute Darstellung mit vielen Details.

x 1 #157


NZX
@Votava
Danke für das Teilen des Artikels.
Ich habe ihn mir durchgelesen und ich bin richtig geschockt.
Aktuell lebe in nämlich genau in dieser Phase nach der Trennung.
Als würde die Verfasserin mich kennen uns meine Ex. Erschreckend.
Wochenlang und aktuell quälende Fragen, diese leere, leichte Suiz*d Gedanken. Ich habe das alles nicht mehr ertragen. Vieles quält mich momentan immer noch und bekomme mich kaum gelöst.

Es war sehr sehr gut beschrieben wie unsere ,, Kennenlernphase" war mit der Idealisierung etc und dass ich mich in sehr kurzer Zeit angekommen gefühlt habe.
Auch größtenteils wie es währenddessen lief.
Es läuft mir kalt den Rücken runter..

x 1 #158


Votava
@NZX Ja, wie ich oben schrieb ähneln sich die Geschichten doch sehr. Sie sind natürlich nicht deckungsgleich, aber in der Struktur gleich: Idealisierung - Destabilisieung/Abwertung - Bruch/Trennung. Und das alles in Extremen. So läuft es. Deshalb können Therapeuten/Ärzte/etc. auch solche Texte schreiben, die diese Muster beleuchten. Deshalb überrascht es mich nicht, dass du dich -sofern du an eine Borderlinerin geraten bist - dich in dem Text wiederfindest. Es ist als lese man das Drehbuch zur Beziehung. Leider erst hinterher.

x 1 #159


Vienne
Zitat von NZX:
@Votava Danke für das Teilen des Artikels. Ich habe ihn mir durchgelesen und ich bin richtig geschockt. Aktuell lebe in nämlich genau in dieser Phase nach der Trennung. Als würde die Verfasserin mich kennen uns meine Ex. Erschreckend. Wochenlang und aktuell quälende Fragen, diese leere, leichte Suiz*d Gedanken. ...

Es ging mir haargenauso wie dir, als ich den Artikel damals das erste Mal las...es fiel mir wie Schuppen von den Augen...

Es war ein riesiger Schock... fühl dich ganz fest gedrückt 🤗

x 1 #160


Votava
Doof ist natürlich, dass niemend der in der Idealisierungsphase steckt, auf diese Seite nachliest. Warum auch? Man ist ja im Himmel und alles ist gut. Und wenn man vorher Borderline noch nie gehört hat, wird es vermutlich sehr schmerzhaft.
Aber vllt. hilft dieses Thema Ex-Partnern nachher bei der Verarbeitung. Wie sind andere damit umgegangen? Wie haben sie es erfahren? Was hat geholfen? Mir hat u.a. der Austausch mit Ex-Partnern und auch Borderlinern geholfen. Es ist m.E. wirklich ganz wichtig, dass man kein Hass entwickelt. Der zerfrisst einen und hilft nicht. Gut, zwischendurch, also ein paar Monate nach der Beziehung, hätte ich ihr mächtig den Kopf gewaschen, wenn ich sie getroffen hätte. Aber was soll das bringen?
Borderliner können für ihre Erkrankung nichts und tragen ein schweres Schicksal. Wenn sie sich um ihre Probleme nicht kümmern (und sie wissen davon, nach dem x-ten Beziehungsabruch) dann tragen sie leider keine Verantwortung und verletzen Menschen, die erst recht nichts dafür können.
Von @Mia83333 würde ich gerne noch wissen: Wie war es bei dir? Wie bist du dir auf die Schliche gekommen, dass irgendwas nicht stimmt? Waren es Ärzte mit ihrer Diagnose oder hast du vorher schon gedacht, dass es Borderline sein kann? Hattest du früher vor der Diagnose Kenntnisse über Borderline? Kanntest du früher Borderliner?

#161


PapaEmeritus
@Votava

Kannst du das Muster mal genauer beschreiben? Wie oft hat sich das wiederholt? Wie sehen die Abwertungen aus? Rein interessehalber. Wenn dich das irgendwie triggert, musst du das nicht beantworten 🙂

#162


M
@Votava
Vor meiner Diagnose wusste ich nichts von Persönlichkeitsstörungen egal in welcher Form ob Borderline oder Narzismuss das war mir alles fremd. Ich bekam meine Diagnose im juni 2022.
Nach der Geburt meines Sohnes im April 2022 bekam ich eine Wochenbettdepression, ich wollte mir das Leben nehmen.
Es ging so bergab mit mir, ich war nur noch wie eine leere Hülle.
Ich wusste ich überlebe das alles nicht wenn ich mir keine Hilfe hole.
Also ging ich in die Zentrale Notaufnahme und sagte dort das ich nicht mehr leben will und kam in die geschlossene Psychatrie.


Ich bin 3 Tage lang den Flur auf und ab gelaufen und sagte nur "Ich weiß nicht wo ich hin soll, ich weiß nicht was ich tun soll, ich verstehe das alles nicht".

Ich fühlte mich innerlich so zerrissen, ich dachte dieser Schmerz bringt mich um.

Ich weiß das alles noch als wäre es gestern gewesen. Ich habe auf der geschlossenen dann zwei Wochen lang eine diagnostik durchlaufen bei der raus kam das ich eine rezidivierende Depressive Störung habe und Borderline.

Ich dachte wirklich ich war normal, ich kannte ja nichts anderes.

Die Geburt meines Sohnes hat die Kiste meiner Pandora aufgemacht, alles was ich verdrängt hatte, weil ich den Schmerz nicht ertragen habe, ist auf mich zurück gekommen wie ein Boomerang.

Ich bin dankbar über all das Wissen was ich erfahren durfte.

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Votava
@PapaEmeritus Es triggert mich nicht, sonst würde ich ja bei dem Thema verrückt werden. Mir geht es um Aufklärung und Klarheit.
Ich glaube, die Muster wurden schon hinreichend beschrieben.
Bei mir war es eine ganz intensive Idealisierungsphase. Sowas hatte ich noch nie erlebt. Ich habe sie online kennengelernt und vom ersten Tag hat sie von morgens bis abends Whatsapp-Nachrichten geschickt. Ich habe da voll mitgemacht. Ich dachte, nachdem mir viele Gemeinsamkeiten festgestellt haben, das es wirklich eine interessante und interessierte Frau sei. Die ersten Treffen waren toll. Noch mehr Gemeinsamkeiten, alles passte. Sie sagte, dass es ja "unheimlich" sei wie gut wir uns verstehen. Das ging ein paar Monate, total intensiv, ich habe mich richtig in die Beziehung fallen lassen. Ich war so überzeugt davon, dass ich mein Glück kaum fassen konnte. Es wurde natürlich intim. Es war schön, aber sie hatte immer wenig Zeit. Irgendwie fühlte sich das komisch an, weil es nicht zu dem passte, was sie alles schrieb. Ich habe dann ein gemeinsames Wochende vorgeschlagen. Nur wir zwei. Eine Woche vorher hat sie das erste Mal Schluss gemacht. Aus heiterem Himmel. Es war überhaupt nicht zu erkennen. Sie war wirklich eiskalt und hart als sie es mir gesagt hat. Ich hatte keine Chance. Das WE habe ich dann natürlich storniert. Nach ein paar Tagen Stille hat sie sich wieder gemeldet. Sie wusste, dass das WE abgesagt war. Dann gab's die zweite on-Phase, ca. zwei Monate, dann plötzlich wieder der Bruch. Auch wieder nicht zu sehen im Vorfeld. Ich glaube nicht, dass ich unsensibel bin. Sie sagte mir dann u.a. dass sie Angst vor Nähe hat, fragte ob ich Selbstbestrafung kenne, hat mich gefragt, wie sie wieder fühlt, etc. (Ich hatte weiter oben ja schon etwas dazu geschrieben). Wieder eiskalt. Ein anderer Mensch. Fürchterlich. Es passte nichts zusammen und ich habe die Welt nicht mehr verstanden. Es waren noch so viel mehr total widersprüchliche Aussagen, Signale. Es war verrückt. Ich kann das alles hier gar nicht wiedergeben. Wirklich alles völlig widersprüchlich. Heute weiß ich, dass sie die Beziehung beenden musste, weil ich ihr zu nahe gekommen bin. Eine gemeinsames WE wäre für sie die Hölle geworden. Ohne Fluchtmöglichkeiten. Eine wirklich plausible Begründung für das Beziehungsende habe ich von ihr nie bekommen.

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Error
Mich würde an dieser Stelle auch einmal interessieren, wie BL-Opfer im Nachgang damit umgingen.
So einfach mit "Liebe" lässt es sich aus meiner Sicht nicht erklären, dass man mit BL Erkrankten eine Beziehung eingeht und nach den ersten Anzeichen nicht das Weite sucht.
Warum hoffen Menschen in solchen Situationen immer solange, trotz dass jeder Selbstschutz und Achtung dadurch aufgegeben wird?

Da stimmt doch auch etwas nicht, sorry.
Ansonsten würde man doch nicht solange hoffen, ausharren und sich jedes Stöckchen hinhalten lassen bis es zum völligen Selbstverlust, der dann therapiert werden muss, kommt.

Nachtrag: Meine Frage soll keine Schuldumkehr darstellen.
Hier im Forum gab es schon etliche BL Threads, in welchen ich mich das schon oft gefragt hatte. Oft hatte ich den Eindruck, dass BL als gerne genommener Grund für den/die Verlassenen genommen wurde.
Hat den Vorteil, dass man sich nicht mit evtl. eigenen Gründen auseinandersetzen muss.

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A


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