Zitat von Vienne: mir erging es ganz genauso.
Konntest du denn bereits den Trigger identifizieren, was, wann, wie genau ausgelöst wurde?
Und genau das habe ich gestern angesprochen...wie findet man da wieder raus?
Ich konnte da einen wackeligen Weg für mich finden. Ganz perfekt ist er leider nicht.
Ich beginne mal mit der Aussage meiner Therapeutin dazu:
"Man kann nur von Substanzen abhängig werden, nicht aber emotional von Menschen. Das was Sie erlebt haben, ist eben eine besonders starke Liebe und da tut eine Trennung eben besonders weh.
Dazu benötigt man auch keine eigenen Defizite, das kann jeden treffen.."
Und natürlich haben wir dann auch nie die entsprechenden Baustellen bearbeitet, die in meinem Fall zu dieser Abhängigkeit geführt haben.
Ja, ich habe diese Frau sehr geliebt. Mehr als jede Frau vorher.
Aber trotzdem bin ich gegangen, wenn es mir gereicht hat, habe mich verteidigt und mir nur wenig gefallen lassen.
Von ihr geht einfach eine Faszination aus, die mich das alles hat ertragen lassen.
Dennoch, waren wir zusammen, war die Abhängigkeit nicht wirklich spürbar. Die Vorstellung einer Trennung hat sich da gar nicht soo schlimm angefühlt.
Diese machte sich erst in den Trennungszeiten bemerkbar.
Extreme Sehnsucht, Verzweiflung, jede Freude am Leben verschwand, mein ganzes Denken und Handeln galt (und gilt jetzt gerade auch) zwei Dingen:
Was habe ich falsch gemacht?
Wie bekomme ich sie zurück?
Das ist schon fast eine Besessenheit.
Normal jedenfalls nicht, ein paar Erklärungen habe ich, aber ausreichend sind sie nicht.