Guten Tag in die Runde
🍀 Vorab allen ein sonniges und erholsames Wochenende
🌤 Zitat von Piper2603: nein ich finde es nur nicht gut, wenn Menschen über etwas urteilen, was sie gar nicht richtig beurteilen können
Ich verurteile nicht, noch verallgemeinere ich. Ich kann nur bewerten anhand meines Forengrundes.
Ebenso habe ich mich in den letzten 6 Monaten aktiv mit der Borderline Thematik beschäftigt, gerade um die Hintergründe und Auswirkungen dieser Prägung / Erkrankung ein wenig zu verstehen.
Zitat von Piper2603: ja sie schaden einem und niemand ist gezwungen das hinzunehmen und zu ertragen, dafür gibt es ja die Möglichkeit zu gehen
Richtig, wenn man selbst stabil genug ist, Red Flags beachtet, seine eigenen Standarts und Deal-Breaker kennt, Grenzüberschreitungen wahrnimmt und dann für sich selbst handelt.
Zitat von Piper2603: Aber ein Urteil zu sprechen, obwohl man gar nicht weiß, was in einem solchen Menschen vorgeht, ist ganz einfach falsch
Nochmal, ich verurteile meinen Forengrund nicht für das, was sie in frühen, jungen Jahren erlebt haben muss, um so zu erkranken.
Im Gegenteil, ich finde es schlimm, sehr schlimm und das tut mir auch Leid.
Ich war jederzeit empathisch und habe mich jederzeit ziemlich bemüht, mit ihr über all das zu sprechen.
Das hat das eine, dafür kann sie nichts.
Wofür sie aber etwas kann, ist ihr Verhalten, ihre Taten, wie sie ihre Mitmenschen behandelt. Dass das nicht "normal", gesund ist, weiß sie, aber ändert eben nichts daran, tut nichts (mehr) dafür, um dies besser in den Griff zu bekommen.
Dafür ist ganz alleine sie selbst verantwortlich und hat demnach die Konsequenzen dafür zu tragen, wenn sie Menschen immer wieder von ihr distanzieren.
Zitat von Piper2603: das ist gleichzusetzen, mit denen die kein Verständnis für z.B. Depressionen aufbringen und glauben es würde reichen zu sagen "Stell dich nicht so an" und wenn derjenige dann immer noch nicht "funktioniert" sagen, ach der will bloß nicht oder weil er nicht arbeiten kann, zu sagen, "der ist nur faul"
Ich weiß nicht, wieso Du hier zweierlei Paar Schuhe gleich setzt.
Ungeachtet dessen ist es mir (heute) völlig egal, was andere über mich sagen oder denken, das sind dann sowieso die verkehrten Menschen - die werden aussortiert, radikal.
Zitat von Piper2603: ja, jetzt und wie lange hat es gedauert, bis Du realisiert hast, dass Du unter Depressionen leidest und wie lange, bis Du begriffen hast, dass Du das nicht allein in den Griff bekommst?
Ich stimme Dir zu, es war ein langer, schleichender Prozess, der irgendwann dazu führte, dass ich auch körperlich abbaute, schwächer wurde, Job verlor, meine knapp 10 jährige Beziehung verlor, ich am Ende nichts mehr hatte.
Das war düster, ja, selbstverständlich. Ich gebe nicht vor, dass das Tempo bei jedem gleich zu sein hat, das steht mir nicht zu. Jeder in seinem eigenen Tempo, jeder - wenn er selbst zu eigener Einsicht gelangt, dass der Leidensdruck zu groß ist und man Hilfe benötigt.
Zitat von Piper2603: Denn Du kannst mir nicht erzählen, dass Du bei den ersten Anzeichen von Depressionen zum Arzt gerannt bist und nach Therapie geschrien hast
Siehe Part darüber
⬆ Zitat von Piper2603: Denn die Diagnose bedeutet nicht, dass derjenige es auch wahr haben möchte und/oder realisiert, dass er Hilfe braucht
Korrekt, auch hier liegt dennoch die Eigenverantwortung.
Wenn es einem schlecht geht, man selbst leidet, Feedback von außen, von Mitmenschen, Freunden, Familie... bekommt und dennoch nicht begreifen mag, dass da etwas nicht stimmt, ist der Leidensdruck möglicherweise nicht stark genug oder man kann sie damit weiter arrangieren, als sie der tatsächlichen Ursache zu stellen, was sicherlich ein riesiger Schritt ist und extrem viel Leid hervorrufen kann und dies dann vielleicht zu belastend wäre, sich somit eben weiter mit aktuellem Zustand eher zufrieden gibt, so als das geringere Übel.
Zitat von Piper2603: Denn Du scheinst vorauszusetzen, dass jeder BL weiß, dass er darunter leidet
Keine Ahnung, wie Du darauf kommst.
Zitat von Piper2603: und woher willst Du wissen, dass sie inzwischen nicht selbst eine Therapie macht?
Das weiß ich. Ich weiß, dass sie mal eine Therapie begonnen hat, diese aber abbrach.
Ich weiß auch, dass es je nachdem wie ausgeprägt eine BPS ist, jahrelang Therapie benötigt, um das eigene Verhalten im hier und jetzt besser zu regulieren.
Zitat von Piper2603: Stalkst Du sie?
Hattest Du sehr hohen Puls, als Du heute Morgen nochmal so richtig in die Tasten gehauen hast?
Deine Reaktion, die Art und Weise, wie Du hier geschrieben hast, verstehe ich nicht, muss ich aber auch nicht.
🤷♂ Zitat von Piper2603:Hast Du ihr Handy gehackt und Einblick auf ihren Terminkalender?
Auch hier?
Warum so einen Quatsch?
Zitat von Piper2603: Oder beruht Dein Urteil über sie, wie Du sie zuletzt wahrgenommen hast?
Nochmal, ich verurteile nicht.
Ich habe ihre Handlungen wahrgenommen, erlebt und das für mich bewertet, als
"hier stimmt etwas gewaltig nicht!" Ich habe Verantwortung übernommen und bin gegangen
😊 Zitat von Piper2603: denn auf einen Therapieplatz für Borderline wartet man genauso lange wie auf den für Depressionen oder hattest Du "Zack Bumm Peng" einen Therapieplatz, gleich im Anschluss an die Diagnose?
Auch das ist Quatsch.
Es gibt auch Fälle, wie bei mir, musste lediglich 3 Monate warten.
Zitat von Piper2603: ich rede wirklich von Therapie und nicht womöglich nur Tabletten futtern, denn die Tabletten dienen nur zum Übergang, ersetzen aber keine Gesprächstherapie, auch wenn es einem mit den Tabletten besser geht
Danke für sie Aufklärung.
Zitat von Piper2603: Ist Dir auch bewusst, was der BL mit seinem Verhalten bezweckt? Er will Dir nicht unbedingt weh tun, sondern erreichen dass Du ihn hasst, weil er glaubt nur das zu verdienen
Ja, das ist mir bewusst, ist dennoch keine Rechtfertigung für das Verhalten.
Zitat von Piper2603: Und da würde ich jetzt mal sagen "Mission erfüllt"
Das es mir nun um einiges besser geht, nachdem ich mich davon gelöst habe, würde ich sagen
"Mission erfüllt"
😌 So, nun gehe ich mal was leckeres essen und die Sonne genießen.
Nächstes Mal vielleicht nicht ganz so verbissen, lieber @Piper2603