Hallo, Piper.
Zitat von Piper2603: nicht falsch verstehen, ich finde es gut und toll, dass Du für Dich einen Weg gefunden hast, dem Ganzen schon im Vorfeld zu entgehen, nur zwei Deiner Aussagen passen nicht zusammen
Danke.
Ich versuche es mal verständlicher zu formulieren.
Zitat von Piper2603: Denn Du stellst sie schon als ziemlich üble Gestalten dar und anders gefragt, wieso ist es Dir so wichtig, nicht als der Buhmann, der Borderliner verteufelt da zu stehen, dass Du mehrfach erwähnst, dass Du ihnen aber nichts schlechtes wünschst und sie nicht verteufeln willst? Vor allem lässt Du es so aussehen, dass die B-Cluster an allem Schuld sind und Du einen Weg finden musstest, dem zu entgehen.
Ich erwähne, dass ich B-Clustern nichts Schlechtes wünsche weil dem so ist.
Ich teile lediglich meine Erfahrungen mit und wie sich diese auswirken.
Das bedeutet jedoch nicht, dass ich ihnen etwas Schlechtes wünsche.
Zitat von Piper2603: Nein, es ist und war schon immer nur DEINE eigene Verantwortung, wenn Du auf jemanden sauer sein darfst, dann nur auf Dich selbst, dass Du es so oft und lang mitgemacht hattest.
Wie du in weiteren Beiträgen angemerkt hast, gibt es immer 2 Seiten der Medaille.
Mein Anteil war jener, dass ich aufgrund meiner Traumata unverhältnismäßig loyal war.
Traumata welche mir suggerierten:
"
Wenn du nicht bereit bist für jemanden zu leiden, dann ist deine Liebe auch nicht wahrhaftig."
"
Du musst der Person beistehen, egal wie sie dich behandelt."
Damit möchte ich nicht sagen, dass ich das arme Opfer oder der Märtyrer bin aber das war der Hauptgrund warum ich so lang blieb.
Generell habe ich mich daher auch in Freundschaften oft ausnutzen lassen und immer alles in mich reingefressen.
Leider gab es dadurch auch Momente in welchen der Frust aufkochte und ich verbal drüber wurde.
(Ich wurde nicht laut aber die Wortwahl war einfach sehr übel)
Das resultierte daraus, dass ich niemals meine Grenzen kommunizieren durfte.
Noch innerhalb der Beziehung habe ich aber schon daran gearbeitet und ihr ruhig und sachlich erklärt, dass gewisse Verhaltensweisen einfach nicht klar gehen.
Hat ihr natürlich nicht gefallen, da sie sich leider immer als Opfer sah und mich als den Teufel.
Intrigen, Manipulationen, Schmierenkampagnen, Schuldumkehr.
Das "Übliche" halt.
Ich habe mir das aber irgendwann nicht mehr reingepfiffen und dementsprechend war ich dann das Feindbild.
Ich habe irgendwann nicht mehr für und um sie gekämpft.
Natürlich bin ich daher so ziemlich der schlechteste Mensch der Welt für sie gewesen und sie hat sich irgendwas zurechtgeredet was ihre Taten legitimierte.
Aber die Schuldzuweisungen funktionierten nicht mehr wie sie es davor taten.
Also Ja, meine Traumata lagen in meiner Verantwortung.
Aber die "Gegenseite" hatte diese teilweise auch bewusst für Manipulationen benutzt.
Ich glaube, heutzutage bin ich auch einfach entspannter und kann meine Grenzen kommunizieren.
Zitat von Piper2603: Du machst es zwar auf hohem Niveau, aber dennoch ziehst Du auch über B-Cluster her, wer gibt Dir dazu das Recht? (Weil Du selbst sagst, dass B-Cluster nicht das Recht haben, Menschen so zu behandeln) Dann maßt Du Dir an, jemanden als B-Cluster zu "diagnostizieren", nur weil gewisse "Red-Flags" vorhanden sind.
Das habe ich wohl unglücklich formuliert, sorry.
Was ich meinte war eher, dass ich gewisse Verhaltensweisen dem B-Cluster-Spektrum zuordne und mich dementsprechend distanziere.
Zitat von Piper2603: Ebenfalls unterstellst Du Ihnen, dass von den erzählten Schicksalsschlägen eh nur die Hälfte stimmt, woher willst Du das wissen?
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Zitat von Piper2603: Ebenfalls unterstellst Du Ihnen, dass von den erzählten Schicksalsschlägen eh nur die Hälfte stimmt, woher willst Du das wissen? Warst Du dabei? Dann hat jeder sein Päckchen zu tragen
Aus Erfahrungen.
Oftmals stellten sich die erzählten Begebenheiten einfach als unwahr heraus.
Seien es Halbwahrheiten, verschwiegener Kontext oder komplett erfundene Geschichten.
Manchmal sind es seitens der Person auch keine bewussten Lügen gewesen sondern eine verzerrte Realität an welche sie wirklich glaubte.
Beispielsweise wurden mir Dinge vorgeworfen, die nie stattgefunden haben.
Wenn ich diese Vorwürfe dann beispielsweise anhand von Screenshots unserer Konversationen widerlegen konnte, wurden die Schotten dicht gemacht.
Damit meine ich auch nicht "
Siehst du, du bist schuld. Ätsch Bätsch." sondern dass man in der Realität bleibt und gemeinsam eine Lösung erarbeitet.
Teilweise hat die Person dann auch realisiert was Phase ist, ihr wurde aufgezeigt wie sie wirklich ist und agiert.
Dann fiel ihr Persönlichkeitskonstrukt zusammen und sie sah dass sie einfach nicht die Person ist die sie sich einredet zu sein.
Meist mündete es dann in tiefer Verzweiflung und obwohl sie "Mist gebaut" hatte, habe ich sie dann wieder aufgebaut und mich um sie gekümmert.
Sie hatte es dann ja auch für den Moment eingesehen und ich wollte ihr wirklich beistehen.
Ja, für den Moment.
Ein paar Stunden später war wieder alles wie weggefegt und sie war wieder in ihrem aufgebauten Persönlichkeitskonstrukt.
Und so verhält es sich bei vielen B-Clustern generell mit Erzählungen über ihre Vergangenheit.
Zitat von Piper2603: Kannst Du Dir vorstellen, wie sich so ein Mensch fühlen muss?
Ja, kann ich.
Ohne in's Detail zu gehen, trage ich echt unschöne Wunden in mir.
Aber die bin ich angegangen und arbeite weiterhin dran.
Ist auch eine Verantwortung gegenüber sich Selbst und den Mitmenschen.
Der Erfahrung nach vermeiden B-Cluster diese Verantwortung aber und flüchten sich in ihre Scheinwelt.
Und ich persönlich habe da keinen Bock drauf.
Schönen Sonntag.