Pascal90
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Zitat von EmmaPee:Ich liebe ihn und werde ihn wohl immer lieben. Ins Grübeln hat es mich eigentlich gar nicht so sehr gebracht. Er hat mir auf der Fahrt erzählt, dass die Trulla, mit der er mich auch schon betrogen hatte und mit der er 6 Tage nach der Trennung ins Bett ist, jetzt bei ihm wohnt. Sie ist für ihn also 1000 km weit umgezogen. Hat nur leicht gepiekst. Ich hatte Tage vorher aber auch eine ziemlich heftige Therapie-Sitzung mit einigen Aha-Momenten und hatte daraus einen Entschluss für mich gefasst.
Sie tut mir nicht leid, kennt ihn ja auch schon über 20 Jahre. Weiß alles von ihm, dass er jede seiner Freundinnen betrogen hat, BL und andere Diagnosen hat... Trotzdem stand sie sofort bereit. Nächster Fall von emotionaler Abhängigkeit? Ihr Pech. Sie ist mir relativ egal. Hätte sie morgen einen schweren Unfall und würde ihn nicht überleben, würde ich es zur Kenntnis nehmen - mehr auch nicht.
Dass er immer noch starke Gefühle für mich hat, wusste ich irgendwie ja auch. Doch dass es so stark ist, wie ich es bei den Umarmungen spürte, hat mich doch überrascht. Auch wieder Pech für sie - auch wieder ihr Problem. Ich werde mich da jedenfalls nicht reinhängen.
Denn mal angenommen... er kriegt es jetzt über den Kopf und möchte zurück. Was dann? So viel Schmerz ist in den 1,5 Jahren da gewesen - durch ihn. Das könnte ich doch nie vergessen. Wir würden wieder da landen, wo wir aufgehört haben. Er hätte immer noch Borderline. Muss und will ich das wirklich wieder? Nicht wirklich. Es tut mir zwar weh, diese Endgültigkeit selbst auszusprechen, aber es ist nun einmal so.
Auf der anderen Seite kann es natürlich auch immer noch sein, dass ich mich getäuscht habe und nur gefühlt habe, was ich fühlen wollte. Vielleicht war er einfach nur furchtbar besorgt?
Ich kann sagen, dass ich mich nicht gemeldet hätte, wenn das nicht vorgefallen wäre. Es bringt ja nichts, oder? Vor allem ist es kontraproduktiv beim Ablöseprozess.
Die Angst kann begründet oder eben auch unbegründet sein. Stichwort - letzte Therapiesitzung... Gemerkt, dass ich immer noch hoffe. Ganz tief, ganz hinten. Nach knapp 1,5 JahrenKaum bemerkbar... bis es jemand direkt vor Dir ausbreitet und klar ausspricht. Hat mich ziemlich geschockt. So kann es einfach nicht weiter gehen. Ich komme so einfach nicht in meinem neuen Leben, das jetzt nun einmal da ist, an.
Wir haben seit der Trennung eigentlich gar nicht mehr darüber gesprochen. Wir hatten ja noch 4 Wochen zusammen wohnen müssen und in der Zeit schon viel gesprochen. Kontakt hatten wir regelmäßig, über WA. Anfangs ganz krass. Die ersten 2 Wochen nach seinem Auszug haben wir uns mindestens 2 Wochen lang täglich gesehen. Keiner konnte so richtig loslassen und umschalten. Nach einem halben Jahr sagte ich ihm, dass ich das nicht mehr kann. Er sah es ein und meldete sich ein paar Wochen nicht. Dann ging es von vorn los wurde aber bis heute dann immer weniger. Davor war der letzte WA-Kontakt Anfang Dezember. Gesehen hatte ich ihn im Juli oder August letzten Jahres.
Das ist bei dir aber auch ne bedeutend längere Zeit als bei den meisten von uns und so wie du das handhabst da zieh ich den Hut vor.Du hast schon recht mit dem Schmerz durch den man gehen musste.Welcher 100%tig liebender möchte das einem zumuten.Ja die Person hat immernoch borderline und wahrscheinlich würde sich nichts ändern.gerade wenn ich selbst ankommen würde.
War schon aus liebe über meinen Schatten gesprungen obwohl ich nichts schlimmes getan habe.Wenn ging es bei mir um normale Ängste und wünsche die ich immer respektvoll angesprochen habe. Klar auch gelegentlich fehler gemacht aber nichts weltbewegendes.
Man hört raus ich bin noch dran das Kapitel hinter mir zu lassen.Wofür kämpfen wenn es nicht als Stärke oder Aufopferung gesehen wird sondern als last.Ich harre weiterhin aus bis das Herz wieder normal schlägt.Und du musst auch mal wieder ganz zur ruhe kommen. Wenn er da wieder so nah an dir dran ist kommen auch Sachen wieder hoch.glaube das ist unvermeidlich