Lieber Williams,
Danke für Deine ausführliche Antwort. Ich schätze Deine Beiträge in diesem Forum sehr. Sie haben oft etwas ganz Feines und Durchdachtes. Und ich danke Dir auch für Deinen Rat, hier im Forum vorsichtig mit Daten zu sein. Ich werde darüber nachdenken und es ggfalls beherzigen.
Mich hat die Begrifflichkeit "ängstlich vermeidend" in diesem Zusammenhang nur stutzig gemacht. Und ich finde weiterhin, trotz Deiner Erklärung, ist der Begriff dort nicht richtig plaziert. Es ist ein Begriff aus der Bindungstheorie und ich kenne ihn dergestalt, daß er Anwendung in wirklich tatsächlich stattfindenden Bindungen findet. Es gibt die ängtlich-vermeidende, die ambivalent-unsichere, die sichere Bindung und noch weitere Formen.
Ich habe allerdings über- ja wie nenn ich das jetzt- Kennenlernmodi- oder wege gesprochen- der eine Weg ist zunächst virtuell (mit Option auf real Werden) der andere real, konkret. Ich empfinde es weiterhin so, daß wir hier über zwei verschiedene Dinge reden. Fürs wirkliche ernsthafte Kennenlernen mit der Zielsetzung eine Freundschaft oder Beziehung aufzubauen, muss man sich treffen. Das ist keine Frage. Für das bloße Kennenlernen und Sympathisieren (so man dies denn möchte) reicht zunächst das Schreiben über dieses Medium oder andere Plattformen.
Vllt bist Du auch stutzig geworden oder auf diesen Begriff "ängstlich-vermeidend" gekommen weil Du herausgelesen hast, daß ich mich KGR und Sohnemann gegenüber unterschiedlich verhalte?
Zitat:Zwischen den Zeilen lesen, Lesgefühl usw. halte ich auch für eine Vermeidungsstrategie.
Auch dies sehe ich anders

. Im Gegenteil, Du kannst, wenn Du jemanden nur liest, Dich abseits von äußeren Reizen (weil sie ausgeblendet sind) viel besser auf das Gesagte konzentrieren. Du bist viel mehr bei dem jeweiligen Menschen, wenn Du ihn nur liest. Ich projeziere viel mehr im tatsächlichen realen Kontakt.