Tinalein,
Ich kann auch berichten, dass es mit der Zeit besser, ruhiger und entspannter wird. Ich hoffe du kannst irgendwann lächeln.
Mein Ex-Mann hat mich auch vor 4 Jahren nach 33 gemeinsame Jahren verlassen. Wegen einer viel jüngeren Frau, die jünger ist als unsere Kinder. Er hatte 4 Jahre lang eine Affäre hinter meinem Rücken, mietete eine Wohnung im Ausland, löste ihre finanziellen Probleme und vieles mehr. Ich war am Boden zerstört, wurde schwer krank (K.), hatte schwere Depressionen und schaffte es irgendwie, mit der Psychotherapie durchzuhalten. Jetzt nach 4 Jahren kann ich sagen: Am Ende bin ich der Gewinner und mein Mann und sein AF sind die Verlierer.
Die beiden sind bereits verheiratet und haben ein Kind. Hört sich gut an, aber wie ist es in der Realität?
Für meinen Ex-Mann beginnt das ganze Programm von vorne: Windeln, Nachtschreien, Probleme mit der Erziehung und so weiter. Sein Sohn zeigt alle Züge der ADHS. Darüber hinaus diese junge Frau, die in Deutschland völlig fremd ist, keine geeignete Ausbildung hat, sich ständig verlassen fühlt und deswegen ständig meckert, und sehr eifersüchtig auf seine Vergangenheit ist. Viele Freunde haben eine klare Stellung ihm gegenüber genommen. Kinder wollen mit dieser neuen Frau nichts zu tun haben, weshalb Treffen mit Kindern nur sporadisch und sehr förmlich sind. Er ist auch von Schuldgefühlen und Selbstvorwürfen geplagt, die er nur mit versteckter Aggressivität ausgleichen kann.
Jüngere neue Frau hat es noch viel schlimmer: Sie landete plötzlich in Deutschland, ohne Sprachkenntnisse, ohne Aussicht auf einen Job und ohne eigenes Geld, ohne Ausbildung, mit einem hyperaktiven Kind und mit einem Mann, der 30 Jahre älter ist und ständig von ihr auf die Arbeit versteckt. Alle seine Freunde sind so alt wie ihre Eltern oder sogar älter. Sie kann überhaupt nicht mithalten, deshalb geht sie nicht aus und verbietet es auch meinen Ex-Mann. Sie hat hier auch keine eigene Freunde oder Verwandte, und sitz nur den ganzen Tag allein mit dem Kind zuhause. Vor ihr ist noch euíne sehr lange Weg: Deutsch lernen, Ausbildung machen, Job finden, Freundschaften knüpfen, sich integrieren. Wenn sie so weit wird, ist mein EM schon 70 Jahre alt. Blöd.
Und ich? Abgesehen von der Krankheit geht es mir sehr gut. In diesen 4 Jahren bin ich so viel gereist, habe so viele neue Dinge erlebt, die ich selten zuvor gesehen habe. Ich habe einen Segelschein bekommen, Französisch gelernt (na ja, fast: lol

. Meine Freunde sind hinter mir, meine Kinder und meine Enkelin lieben mich, ich habe einen großartigen interessanten Job. Ich vertrete jetzt das Zentrum der Familie, dem früher mein EM dargestellt hat. Ich komme sehr gut allain zu Recht, und wenn es mir schlechter geht, finde ich auch eine Lösung.