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Alleinsein lernen nach 28 Jahren Partnerschaft

Tinalein

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Liebe @Elfe11 auf Partnerbörsen hab ich im winter mehr so aus neugier mal rumgeschaut ...uff sag ich nur...da müsste man schon die nadel im Heuhaufen finden. Was einer bekannten allerdings geglückt ist! Die sind schon 1 jahr glaub ich glücklich zusammen.also es geht! Ich bin alllerdings in keinem zustand zu Zeit...

Lieber @Revell
Gestern bin ich noch richtig in die depression gefallen, war ziemlich übel.
Heute geht es mir allerdings besser. Etwas wenigstens. Morgen mach ich vielleicht einen Ausflug, alleine, irgendwie muss man ja mal anfangen ...allerdings bin ich immer sehr müde da ich so schlecht schlafe.

Liebe Grüße

01.08.2020 15:19 • #16


Tinalein

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Lieber @Ratgehbär
Zitat:

Und mach einfach das Beste aus Dir und Deiner Situation. Vielleicht ein paar Kilo Abspecken, neue Frisur.


Das hast du jetzt nicht wirklich hier geschrieben oder ?

01.08.2020 16:59 • x 1 #17



Alleinsein lernen nach 28 Jahren Partnerschaft

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Tinalein

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So erstmal muss ich meine Hemmungen ablegen zu schreiben... dachte eben ich schreib zu viel hier dabei ist es eine affenhitze und jede Bewegung zu viel, daher Forum super!
Mein Lieblingsthread ist jetzt schon der Oldies ...was für Schätze! Und ich kenne fast alle, mann bin ich alt...

Inspiriert mal hier loszulegen hat mich vor allem der @Eremit in seinen Anfängen, ich seh da so einige Gemeinsamkeiten mit sozialer Isolation, zu wenig Selbstliebe, viel für andere sorgen und ein Partner, die oder der mit dem Beruf so beschäftigt war dass er/sie die Beziehung mehr oder weniger hat laufen lassen. Einzig das Faible für Asiaten geht mir so völlig ab. Kann ja noch kommen ...

Meinen Alleinausflug hab ich auf übermorgen verschoben. Es ist brütend heiß hier und das Sofa mit diversen Getränken der beste Ort.
Nächste Woche hab ich so einige Termine und Pflichten, manche recht unangenehm, vor allem eine Sache mit dem Amt ist nicht mehr aufzuschieben und macht mir Sorgen.
Zahnarzt steht demnächst auch mal wieder an, gibt da ne Baustelle...

Gerade eben hab ich keine Lust mehr zur Beziehung zu schreiben, das kommt dann später, da brauch ich mehr Konzentration und weniger als 33 grad draußen
Bis später dann ..

01.08.2020 18:20 • x 1 #18


Nachtlicht

Nachtlicht


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Hallo Tinalein,

auch wenn deine Programmpunkte für die kommende Woche teils wenig angenehm sind, so ist es doch gut, Programm zu haben. Jede kleine Baustelle, die du schaffst anzugehen, hält dich "in Bewegung" (meine ich auch im übertragenen Sinne) und trägt dazu bei, dass sich deine Gesamtsituation Stück für Stück stabilisiert und verbessert.

Zitat von Tinalein:
Ich brauche DRINGEND wieder ein eigenes Zuhause.


Das ist mir noch so ein wenig nachgegangen. Du bist ja jetzt schon viele Monate getrennt und hast anscheinend noch keine dauerhafte Bleibe gefunden. Ist es da, wo du lebst, so schwierig Wohnraum zu bekommen, oder woran hapert es?

Die eigenen vier Wände, und seien sie noch so bescheiden, für sich selbst als Schutzraum und Wohlfühlort zu gestalten, sind eine wichtige Station für den Aufbau einer neuen Zukunft nach so einer Trennung. Unterschätze nicht die heilende Wirkung einer eigenen Höhle...

02.08.2020 00:17 • x 5 #19


Eremit

Eremit


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Hi
Gut das du daran arbeitest deine Hemmungen zu schreiben abzulegen .... schreib Dich gesund ! Da Du ja in meinem Thema gelesen hast Du ja gesehen wie viel ich damals geschrieben habe, das hat mir damals unendlich viel geholfen. Wenn man versucht seinen Schmerz in Worte zu fassen macht ihn dass viel greifbarer und wenn der Schmerz greifbar wird kann man was dagegen tun. Meine Gefühle, Fortschritte und Rückschritte, Pläne, Hoffnungen und Ängste hier nieder zu schreiben hat den Prozess der Verarbeitung damals wirklich sehr vorangebracht .... und je weiter man auf der Leiter gekommen ist hilft einem das eigene Geschriebene seine eigenen Erfolge zu sehen.

Dein neues Zuhause zu finden ... das wäre meiner Meinung nach im Moment eine wirklich wichtige Sache .... du brauchst eine Höhle, eine Komfortzone, ein Nest ! Man muss einfach einen Platz haben wi man sich die Decke über den Kopf ziehen kann und die Welt einfach mal anhält.

Einer meiner Lieblingssprüche der damals hängen geblieben ist als begeisterter Fotograf:"Das Leben ist wie eine Fotografie, man braucht Negative zum Entwickeln"
und das stimmt ... jeder verarbeitet eine schwere Trennung anders, manche schneller und manche langsamer aber hat man das ganze hinter sich gebracht und wirklich verarbeitet macht einen das besser.
Ich kann von mir sagen das mich die Trennung sehr positiv weiterentwickelt hat.
Ich habe gelernt mal "Stop" zu sagen und MICH mal vorne an zu stellen, eine extrem wichtige Fähigkeit die ich früher gar nicht hatte.
Außerdem bin ich wesentlich robuster bei normalen Alltagssorgen geworden, es klingt lächerlich aber manchmal freue ich mir darüber was für kleine unbedeutende Sorgen ich habe ... ich Vergleich zu dem überwundenen Schmerz und der Hilflosigkeit während der Trennungsphase relativiert sich alles andere zur Lächerlichkeit.
In der Beziehung bin ich ein besserer Partner geworden ... ich nehme keinen Tag als selbstverständlich, lasse meine Freundin auch nach 3,5 Jahren noch wissen wie sehr ich sie liebe und wie froh ich bin sie an meiner Seite zu haben. Auf der anderen Seite verliere ich mich nicht wieder selbst in der Beziehung sondern pflege auch ein Gleichgewicht damit auch meine eigenen Interessen nicht auf der Strecke bleiben .... Einfach auch mal "der Mann" bleiben und vorweg gehen .... konnte ich früher auch nicht.

Klingt für Dich jetzt alles noch so weit weg .... aber die Schmerz ist nicht einfach so "Rumms" vorbei sondern er schmilzt ganz langsam weg, irgendwann wirst Du morgens wach und fragst Dich "wie lange geht es mir eigentlich schon wieder gut ?"

Such dir kleine Ziele und halte darauf zu ... ein Fokus hilft Dir Boden unter die Füsse zu bekommen ... also Fokus auf: "Zuhause"

Ich wünsche Dir alles allles Gute auf dem Weg !

02.08.2020 03:11 • x 4 #20


Tinalein

Tinalein


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Liebes @Nachtlicht

Ja es ist extrem schwierig hier eine wohnung zu bekommen, daran liegt es. Der Wohnungsmarkt hier ist eine Katastrophe. Ich kenne Leute, die suchen seit jahren. JAHREN. Wortwörtlich..
Befristete wohnhngen gibt es halt immer wieder, und ich musste ja unbedingt raus, daher hab ich damals zugeschlagen. Das ist jetzt nummer 3 und auch wieder befristet aber evtl hab ich Glück und kann bleiben...
Das gibt natürlich eine existenzielle Unsicherheit, die mich nicht zur ruhe kommen lässt.
Aber weißt du es hält mich auch davon ab vollkommen in die Depression abzurutschen und ich hab auch schon mal gedacht wer weiß wofür es gut ist.

Lieber @Eremit
Auch dir danke für deine antwort und das Mutmachen. Es freut mich sehr dass es dir so gut geht. Ja ich hab deinen ganzen thread gelesen, da ich wirklich viele Parallelen entdeckt habe.

Mir geht es heute sehr wechselhaft. Bin unglaublich müde, da es so heiß ist und ich dann noch schlechter schlafe.

Eine Erkenntnis hatte ich heute und zwar, dass ich mir soviel Zeit lassen kann wie ich will. Irgendwie war ich innerlich immer so drauf, ich muss das möglichst schnell hinter mich bringen und mich wieder gut fühlen. Aber ich hab ja alle Zeit der Welt. Wer drängt mich?
Aus dem ersten Schock bin ich definitiv raus obwohl ich manchmal für einige stunden noch sehr neben mir stehe.
Auch die Versuche ihn zurückzugewinnen hab ich schon mehrfach hinter mir. Meine Emotionen sind wechselhaft. Oft hab ich Angst vor der Zukunft. Auch die Depression kommt immer wieder. Wut kommt und verraucht sehr schnell.
Oft fühle ich mich hilflos bei Alltagssituationen wenn sie etwas komplizierter werden.
Joa soweit erstmal...

02.08.2020 15:29 • #21


Nachtlicht

Nachtlicht


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Wäre es für dich denn eine Option, den Wohnort zu wechseln? Vielleicht in eine Region, in der es weniger problematisch ist, eine Wohnung zu finden?

Wenn man nicht z. B. aufgrund äußerer Zwänge (pflegebedürftige Eltern, Beruf oder ähnliches) gebunden ist, hat man manchmal doch mehr Möglichkeiten als man zunächst denkt.

Zitat von Tinalein:
Oft fühle ich mich hilflos bei Alltagssituationen wenn sie etwas komplizierter werden.


Das kenne ich noch sehr gut aus meiner schlimmen Zeit und manchmal holt mich das heute noch ein. Es ist halt nicht immer so einfach, wenn man sich daran gewöhnen muss, alles allein zu bewältigen, worum man sich sonst zu zweit kümmern konnte. Aber, auch das ist machbar, und du wirst feststellen, dass du viel mehr kannst als du jetzt glaubst. Und das wird dein Selbstbewusstsein auch mit der Zeit stärken.

Was da übrigens hilft ist, sich die Aufgabe in kleinere Unteraufgaben zu unterteilen und die nach Tagesform und vorhandener Kraft abzuarbeiten. Auch mehrere kleine Schritte bringen ans Ziel und zudem kannst du dir insgesamt viel öfter auf die Schulter klopfen, wieder was geschafft zu haben

02.08.2020 17:42 • x 1 #22


Ratgehbär

Ratgehbär


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Zitat von Tinalein:
Lieber @Ratgehbär


Das hast du jetzt nicht wirklich hier geschrieben oder ?


Und da haben wir das Problem.

Gestern 13:24 • #23


Tinalein

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Liebes @Nachtlicht
Ich hab darüber nachgedacht eine ganze Zeit im Winter umzuziehen..ich hab auch Bekannte in anderen Städten..gerade jetzt ohne Mann und ohne festen Job wäre es die Gelegenheit bevor sich mein Leben wieder stabilisiert. Nichts wie weg hab ich oft gedacht...
Allerdings bin ich schon ewig hier und mag es , fühle mich wohl hier und kenne mich sehr gut aus was mir halt auch viele nötige Stabilität gibt. auch durch meine Erkrankung brauche ich Ärzte verschiedener Fachrichtungen und bin hier gut versorgt.

Heute hab ich dann endlich mal ne Überweisung abgeholt, es stehen 3 Untersuchungen an, die ich immer aufgeschoben habe und das wollte ich jetzt mal anfangen, erstmal also eine. Eins nach dem anderen.
Morgen arbeite ich, es spielt sich gerade so ein dass ich Dienstag und Freitag arbeiten gehe was meiner Woche wieder Struktur gibt. Wenn das gut läuft kann ich noch einen Tag mehr machen.

In der Trennungsaufarbeitung bin jch jetzt an dem Punkt wo ich merke ich müsste innerlich von mir aus gehen, um mein Selbstwertgefühl wieder herzustellen. Das klappt aber noch nicht.
Ich bin jetzt auch mal länger als 5 Minuten wütend was sehr gut ist, da meine Wut immer so schnell verraucht ist. Da fallen mir dann die Dinge ein, die unschön waren, abwertend, wo mein Ex mich in zweite oder dritte Reihe gestellt hat, als selbstverständlich angesehen hat und allgemein nicht gut behandelt hat. Sein Vater macht das übrigens mit seiner Mutter auch, sehr abwertend und sieht gar nicht was sie alles macht, ist alles selbstverständlich.

Es war wirklich so typisch wie es in langen Ehen leider oft ist und ich bin auch mehr und mehr zur Hausfrau mutiert. Allerdings muss ich sagen, ich bin gerne Hausfrau. Es liegt mir, die Wohnung schön einzurichten und sauber und gemütlich zu halten, blumen zu kaufen etc. Kochen mag ich auch aber nicht jeden Tag, eher so 2 bis 3 mal die woche. Da musste Ex dann auch schon manchmal ran... er wusste das alles aber am ende gar nicht mehr zu schätzen. Ich bin dann wieder arbeiten gegangen an 3 Tagen und selbst dafür hat er sich zunächst kaum interessiert...das war schon komisch. Der war in Gedanken immer nur bei seinem Job, den er unheimlich wichtig nimmt. Wo er übrigens unglaublich beliebt ist ...

Was mich extrem ärgert ist dass ich ihm auch noch gute Tipps gegeben habe zum Thema Beziehungen aus Versehen sozusagen. Das war Teil meiner Ex-zurückgewinnen-Phase wo ich noch dachte, das kommt dann mir zugute. Was allerdings zur Folge hatte, dass er sich mir gegenüber eher noch mehr distanziert hat. Die Tipps wendet er jetzt woanders an, nehme ich mal an. Fürchterlich.

Joa soweit hab wieder sehr schlecht geschlafen, alles durchgeschwitzt, mehrfach wach gewesen. Mein Gehirn kommt einfach nicht mit der Situation klar und das wirkt sich sehr körperlich aus.

Das wars dann mal fürs erste...

Gestern 13:47 • #24


Fidschicat

Fidschicat


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Zitat von Ratgehbär:

Und da haben wir das Problem.

Welches Problem meinst du?

Gestern 14:00 • x 1 #25



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