Zitat:Ablehnung hat mich da überhaupt nicht gestört, den Preis hab ich bewußt bezahlt, war es mir wert.
ja, genau das ist es, was ich immer bewunderte und mich damals intuitiv mit solchen Menschen verband, obwohl ich anders war, oder weil ich anders war. Das bedeutet ja innere Unabhängigkeit! Ich brauchte zu viel Zuneigung, als dass es mir egal gewesen wäre. Sieht aber heute anders aus. Schließlich musste auch ich erwachsen werden und mich durch`s Leben schlagen.
Ich fand das so stark, wenn Menschen Ablehnung egal war, bzw. es wichtiger war, zu sich zu stehen.
Hab mich damals auch nicht verleugnet, aber machte alles milde.
Übrigens kehrte ich erst nach Monaten zurück, ist mir gerade eingefallen. Öhm, wie alt ich war, verrate ich lieber nicht!
Und gerade fällt mir auch ein, warum ich die Briefe nicht abschickte- ich hatte keine Adresse von ihm. Besser so!
Ich traf ihn erst 2 Jahre später wieder, flog in seine Arme und an diesem Tag sagte er traurig "Ich hatte nie eine Familie und werde eine gründen." Ich sagte nix dazu, aber das traf tief ins Herz und ohne damals drüber nachzudenken, hab ich mich ihm fortan verschlossen.
Aber es gibt auch was schönes zu berichten!
Soweit das Auge reicht, bin ich die einzige Träumerin in der Familienhistorie. Mein Bruder ist mein Gegenpart. Pragmatischer Macher, verstand mich nie. Nun der Gag: sein kleiner Sohn kommt nach mir!

Der sitzt lieber träumend und malend herum, als zu balgen oder so und das irritiert alle etwas. Juhuuu! Meine Tradition wird fortgeführt.