Zitat von Kaetzchen:Auch hier regen sich ja viele Männer über die Ansprüche von Frauen auf. Weil sie Sorge haben, dass sie da selber nicht mithalten können? Es scheint so, als wäre Männern das biologische Prinzip (Mann sollte höhergestellt sein) durchaus klar, wenn auch vielleicht nur unbewusst. Und da es immer mehr Frauen gibt, die selber einen hohen Status haben, wird es ja auch für Männer immer schwieriger.
Das von Tesa angesprochene Dilemma der intelligenten Frau ist tatsächlich eins (und wer das nicht glaubt, darf auch gern die Statistiken bemühen die eindeutig sagen, dass Akademikerinnen die Verliererinnen am Partnermarkt sind, sie stellen unter weiblichen Singles die weitaus größte Gruppe)..
Also in Bezug auf Gegenseitiges Vertrauen zwischen den Geschlechtern dürften wir derzeit alle zu den Verlierern gehören.
Allerdings definiert sich die Anziehung eines Mannes nicht in dem Sinne durch einen Stutus, indem man Status mit beruflichem Erfolg gleichsetzt. Viel mehr definiert es sich über die maskulinen Qualitäten, die dafür sorgen, dass ein Mann zur Spitze der unendlich vielen Kompetenzhierarchien gehört. Will sagen: Welche Qualitäten muss ein Mann besitzen, der in einzelnen Spielen zu den besten seines Fachs gehört und welche Qualitäten besitzen alle Männer, die in allen Hierarchien vertreten sind.
Abstrahiert man nicht, bleibt man beim Macho, beim geldscheffelnden Menschenausbeuter, beim charakterlich zurückgebliebenen Arzt hängen. Abstrahiert man
und nimmt man hinzu, dass Spitzenpositionen zwingend über einen sehr langen Zeitraum hinzu gehalten werden, was nämlich den ANteil der korrupten Abkürzler in der Gleichung reduziert, hat man am Ende abstrakte Charaktereigenschaften, die bei nahezu allen Männern vertreten sind, die bei Frauen Erfolg haben.
Gradlinigkeit, Unabhängigkeit, Teamfähigkeit, Führungsqualitäten, Integrität, Intelligenz, Demut, Selbstbewusstsein....usw usw
Frage: Was denkt ihr passiert bei der Entwicklung von Männern, die bereits im Kindergarten erklärt bekommen, dass sie teilweise defekte Mädchen sind? Was passiert mit Männern, die sich schon in der Jugend, durch implizierte Schuldgefühle ihrer eigenen Maskulinität gegenüber, eine unbewusste Identitätskriese haben? Was passiert mit Männern, von denen ein Teil der maskulinen Tugenden (Unterstützung der Familie, Selbstlosigkeit, Ehrgefühl....) eigenfordert wird, die aber nicht in der Lage sind, den anderen teil ihres Wesens abzuspalten, weil er mit Schuldgefühlen belegt ist?
Diese Männer wachsen mit so einer Unsicherheit auf, mit dem ständigen begleiter eines feminin geprägten erlaubten Interpretation einer Maskulinität, die mit ihrer wahren biologischen Grundlage wenig zu tun haben. Und diese Männer sitzen euch beim Date gegenüber, in sich zerrissen, unsicher. Und diese Männer fragen euch, weil sie so erzogen worden sind, ob sie so gute Männer für euch sind. Extrem verunsichert, weil jede Exfrau ist stiften gegangen, weil sie es in der Ehe so gemacht haben, wie ihr sie erzogen habt. Die die Tugenden der Maskulinität, die sie als eigenständigtes gegengewicht zu den Frauen definiert, nicht anfassen, weil diese mit Schuldgefühlen belegt sind.
Wo sind all die guten Männer hin? Ihr habt sie im Kindergarten gebrochen. Ihr habt sie den maskulinen EInflüssen des Vaters entzogen, ihr habt sie belogen. Ihr habt ihnen gesagt, dass sie nur nach den Regeln spielen müssen. Und nun sitzen sie da, mit 30 und fragen sich, ob alles auf einer Lüge aufgebaut war.
Und wer kann die Sache richten? Der Mann für sich selbst.
Und unterm Strich haben die Männer die bessere Auswahl. Denn denen ist es egal ob ihr an der Kasse sitzt oder ob ihr ein weiblicher CEO seid. Wenn ihr das Frausein genießt, anschmiegsam seid, ein Gegengewicht zu eurer Emotionalität sucht, passable ausschaut und alle drei Wochen sagt, dass er etwas gut gemacht habt, dann ist die Welt in Ordnung.
Das will ich sehen, dass eine Frau mit eine halbwegs gutaussehenden Mann das Leben lang glücklich ist, der keinen Bezug zu seiner Maskulinität hat.
Wie gehabt: Die Leidtragenden der gesellschaftlichen Entwicklung, die größten Verluste, werden Kinder und Frauen hinnehmen müssen. Schaut in die Geschichte, wer immer und immer wieder am meisten Verluste innehmen musste. Frauen und Kinder.
Und wer darf es richten? Die Männer. Weil es immer so war. Weil wir die Gabe besitzen, auch gegen Gefühle zu handeln und damit leben zu können. Weil für uns gefühle nicht Wahrheit sind.
Oder anders: Die euch vorgelebte Karrierefrau, die alles unter einen Hut bringt, ist die 0,01 Prozent Version des realen Lebens.