Zitat von Zugaste:Wenn du jetzt einen Mann triffst und der auch versucht durch S. mit dir Bindung herzustellen, dann ist der meist so bedürftig, dass sich schnell die Augenhöhe verliert und dann bist du in der Partnerschaft auch nicht glücklich.
Eigentlich nicht .. das gleiche Level von "Bedürftigkeit" ist bei der Partnersuche kriegsentscheidend. Wenn das nicht passt, geht die Beziehungsanbahnung in die Hose. Probleme haben daher alle, die eine sehr starke Bedürftigkeit haben (weil das auf andere, sogar auf die, die genauso stark bedürftig sind, abtörnend wirkt) und die, die eine nur sehr geringe Bedürftigkeit haben (weil das auf alle desinteressiert wirkt, nur die sehr bedürftigen fahren am Anfang meistens darauf ab und fangen dann aber recht schnell an, zu stressen und zu klammern).
Ein gesundes Maß von Beziehungsbedürftigkeit halte ich daher für ausschlaggebend für den Erfolg bei der Partnersuche. Online findet man so Leute kaum, da findet man eher die zu bedürftigen/Verzweifelten, und die zu wenig Bedürftigen (die nur ab und zu mal, wenn sie Langeweile haben, da reinschauen, aber eigentlich gar keine große Lust haben, sich damit zu beschäftigen). Was man so in Bars findet, entzieht sich meiner Kenntnis, aber ich denke auch da kommt es auf die Bar an sich an (gibt auch hier sogenannte "Aufreißerbars", wo man weiß, wozu man da hingeht).
Im deutschsprachigen Raum ist aber auch noch das Problem, das man hier kaum mal Menschen alleine in freier Wildbahn trifft. In anderen Ländern ist das total üblich, alleine essen zu gehen oder in eine Bar oder auf eine Party oder allein zu verreisen usw. Hier trifft man "draußen" nur Paare oder Freunde/Freundinnen in kleineren wie größeren Gruppen. Da ist es natürlich nicht leicht, jemanden kennenzulernen. Das geht in Frankreich oder England z.B. sehr viel einfacher.