tesa
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Zitat von leilani1801:
Und wenn es so wäre, dass du einfach nicht sonders umgänglich bist und deswegen die Männer auf Distanz gehen?
Klar - angenehm ist so eine Feststellung nicht. Wer hört das schon gerne. Aber wenn genau hier der Hund begraben liegt?
Es gibt immer wieder Aspekte der eigenen Persönlichkeit, die man selbst nicht wahrnimmt, andere schon.
Und ich muss dir sagen, dass du mir in deinen Threads eben auch "schwierig" vorkommst. Einerseits extrem von sich überzeugt, wenn man dir gut zuredet alles supi, aber beim kleinsten Gegenwind die Biege machen, beleidigt sein und in die Opferrolle gehen.
Sowas macht einfach unattraktiv.
Das sage ich dir nun nicht, um dich zu beleidigen. Aber ich finde es ist offensichtlich, wo deine Baustelle liegt, zumindest ein wichtiger Faktor. Denke, dass bei dir einiges zusammen kommt.
ZB auch dein Körperbau. Du hast ja angedeutet, du bist sehr groß etc. Für Frauen Ü180 cm ist nun auch nicht soo viel Auswahl vorhanden.
Hast du denn nicht so ein bisschen einen Verdacht, was dein Problem ist? Also ohne Faktoren, die im außen liegen?
Und zu guter letzt: vielleicht gehört das Thema fester Partner einfach nicht in dein Leben.
Mir fällt es seit längerem auch sehr schwer Partnerschaft zu leben, finde das alles unglaublich anstrengend.
Und mittlerweile bekomme ich zunehmend die Einstellung: warum so hart um etwas kämpfen? Wenn die Dinge sich nicht leicht und entspannt ergeben, dann ist es einfach nicht für mich vorgesehen.
Es gibt doch noch so viele andere Elemente, die das Leben lebenswert machen!
Wenn du nicht gerne alleine verreist, dann mache das eben in der Gruppe. Gibts ja zig Veranstalter etc.
Und mit 50 finde ich, sollte man auch mal die ganzen Childhood-Issues ad acta gelegt haben.
Unzulängliche, schlimme Eltern hatten viele.
Die meisten haben irgendein Drama zu vermelden "unter jedem Dach ein Ach".
Wenn deine Mutter dir so sehr zugesetzt hat, musst du die Pflege etc. eben anders organisieren. Sicher hast du die Möglichkeit, gerade wenn du viel Geld hast, dich da "rauszukaufen".
Machst du es trotzdem deine Entscheidung und kein Grund zu piensen.
Ich stimme dir in weiten Teilen völlig zu.
Aber in einer Sache ist eher das Gegenteil der Fall. Ich bin viel zu nett! Und mir ist auch klar, dass ich mit den Männern mein Kindheitsdrama wiederhole. Das fällt mir aber erst im Nachhinein so wirklich auf.
Genau darüber denke ich aktuell nach. Eine logische, vernünftige Reaktion auf diesen Mann und die Ereignisse wäre, zornig zu sein. Interessanterweise verspüre ich aber keinen Zorn. Das ist ein Kundheitsthema. Ich hätte permanent zornig auf meine Mutter sein müssen. Aber dieses Gefühl hab ich nicht gelernt - in Bezug auf sie - und die Männer nehmen offenbar ihre Rolle ein. Woher nimmt man ein Gefühl, das nicht da ist? In meinem Therapien lief es immer aufs gleiche raus. Thema wurde meine Mutter. Dann war ich so zornig, dass ich nicht mehr auf Besuch fahren konnte, weil wer weiß was passiert wäre!
Die childhood-issues sind meines Erachtens nie vorbei. Die Frage ist, wie traumatisiert man ist. Meine Schwester geht damit ganz anders um. Sie hat ihre Kindheit und Jugend gedanklich völlig ausgelöscht. Sie kann sich an nichts erinnern. Deshalb ist sie auch der Meinung, dass man irgendwann abgeschlossen haben muss. Ich spüre jetzt schon, dass sie irgendwann zusammenbrechen wird.
Ich bin auch bei dir, dass *es dann eben nicht sein soll* - das ist aber grade beim Thema Partnerschaft und Liebe sehr schwer zu akzeptieren. Weil es etwas ist, was andere mit Leichtigkeit und sogar mehrmals hinbekommen!
