Zitat von Emma75:Für meine Freundinnen und mich war es immer selbstverständlich, dass wir auch mal den Anfang machen - Aufreißer-Typen waren verpönt und wurden als lästig empfunden. Nur eine (eine besonders attraktive Frau) war der Meinung, dass der Mann bitte den ersten Schritt machen muss. Die hat sich regelmäßig in Vollidioten verknallt und ist seit 10 Jahren unglücklich. Jetzt ist sie seit 2 Jahren wieder Single und wartet leise auf den nächsten Idioten.
Jeder wie er mag.
Liebe Emma, das ehrt Dich und Deine Freundinnen, aber ich habe dieses leider bei den Damen so nie gemerkt. Da war es "Staatspflicht", dass der Mann die ersten Schritte (und nicht nur den ersten Schritt macht). Solche Damen wie Du und Deine Freundinnen würde ich gerne mal kennenlernen, aber wo findet man solchen "Exemplare" (sorry für die Wortwahl) - ich meine natürlich Damen? Die scheinen sich zu verstecken .....
Zitat von Emma75:Da geb ich Dir Recht. Eine Freundin von mir hat immer erst S. mit jemandem, wenn sie schon monatelang zusammen sind - ist ein Prinzip von ihr und wurde bis jetzt immer so akzeptiert.
Das wiederum ist für mich auch eher unvorstellbar und müsste zu den absoluten Ausnahmen gezählt werden. Ich denke, beide Geschlechter wissen, welche Bedeutung beep im menschlichen Zusammensein hat, egal ob Kennenlernphase, Beziehungszeit, ONS, what ever. Und auch mir erschleicht sich der oft der Eindruck dann: Okay, läuft zwar ganz nett, aber mehr wie eine Freundschaft wird das nicht. Und damit lag ich - LEIDER - immer richtig. Es gibt sicherlich keine "Standardzeit", wann man das erste Mal gemeinsam beep hat, aber je länger es dauert, desto unwahrscheinlicher wird das passieren und im Normalfall (Ausnahmen gibt´s natürlich auch mal immer wieder, aber eben eher selten) wird dann einem von beiden irgendwann das ganze nicht mehr gefallen.
Zitat von Emma75:Auch da stimme ich Dir nicht zu - klar ist ein Abenteuer ein ganz eigener Reiz, aber am besten fallen lassen und auch experimentieren, kann ich mich persönlich besser in einer sicheren Beziehung.
Ähhh, da möchte ich widersprechen. Aus folgendem Grunde:
In einer sicheren Beziehung hat sich eine Art Routine und ein Ablauf entwickelt, der mit ein Eckpfeiler in der Beziehung ist. Gerade im Bereich beep. Ich kann da mal nur ein eigenes Beispiel benennen, nämlich meine Ehe (gescheiterte). Der beep mit meiner Ex war für mich und ich dachte für sie auch immer sehr schön. Sie sagte das, ich sagte das. Nach ein paar Jahren und einem, sagen wir mal, routinierten beep-Ablauf, der im Grunde oft sehr ähnlich war, kamen wir beide unabhängig voneinander auf die Idee, mal was neues zu "wagen" - und das ging voll nach hinten los. Und ich denke, in gewisser Hinsicht, jetzt wo ich das hier schreibe, wird es auch mit zum Scheitern der Ehe beigetragen haben.
Bevor wir offiziell ein Paar wurden, lange vor der Eheschließung und Übereinkommen, dass wir gemeinsam eine Beziehung haben möchten, war der beep tatsächlich aufregender, vielseitiger, ja experimentieller. Mal andere Orte, andere Zeiten, mal so, mal so, ohne ins Detail zu gehen (geht hier ja eh nicht auf dieser Seite und ich denke, man kann sich da ja einiges auch vorstellen

). Aber spätestens in der Ehe ist das eingeschlafen und hat dann, vermutlich unbewusst, auch mit zur späteren Aufgabe geführt.
Fallen lassen können sich die Menschen sicherlich dann, wenn sie sich wohl und gut aufgehoben fühlen. Aber was das Thema Experimentieren und abwechslungsreicher beep betrifft, da denke ich tatsächlich, dass ist außerhalb einer festen Beziehung eher für mich vorstellbar als in einer Partnerschaft - vielleicht abgesehen von Fplus -Geschichten oder losen Beziehungen. Ich denke, je fester, ja "enger" die Beziehung wird/ist, desto eher verliert sie auch an "Luft" für neue Sachen. Das erfordert auch Mut und Hingabe und Bereitschaft und ich denke, das alles ist in festen Beziehungen, zumindest in Sachen beep, eher nicht gegeben. Weil dann oft auch unterstellt wird:"Ach, ist der beep, den Du mit mir so hast, Dir nicht mehr gut genug?" Da fangen dann die Kopfspiele an und dann geht die Spirale bergab. Das war zumindest in meiner letzten Beziehung, die fast anderthalb Jahrzehnte andauerte, so. Und was meine Ex zum Ende unserer Beziehung hin dann tat, gerade im Bereich beep, das hat mir gewaltig den Stecker gezogen. Und mich sehr lange glauben lassen, alle Frauen sind shice und bi....es. Nicht gut.
Zitat von NurBen:Keine geistig gesunde Frau segnet eine Beziehung ab ohne vorher ein paar Mal mit dir im Bett gewesen zu sein.
Keine Frau geht mit dir ins Bett ohne das vorher ein Kuss lief.
Keine Frau lässt sich küssen, wenn du vorher nicht mit ihr geflirtet hast.
Das ist der normale Ablauf und wer versucht die Stufen zu überspringen, wird schnell dabei stolpern.
Das würde ich unterstreichen, ohne allerdings die Begriffe geistig gesund zu verwenden. Ich denke, es ist bei den meisten Damen das naturell, vorher den "männlichen Kandidaten" zu testen, dann flirten, dann der erste Kuss (der, sorry liebe Damen, das ist bestimmt so, oder?) wirklich sitzen muss, quasi ein Hammerflash für die Dame und erst dann kommt der beep und erst später, nicht gleich sofort (Ausnahmen gibt´s natürlich trotzdem) dann die Beziehung.
Zitat von Luk:Ich ärgere mich ja nicht über andere Einstellungen, sondern darüber, wenn jemand sich einbildet, dass seine persönliche Erfahrung auf alle Menschen der Welt übertragbar wäre und dann alle anderen Meinungen abwertet und die Frauen wären krank und die Männer Waschlappen usw.
Er muss doch verstehen können, dass nicht jeder so ist wie er...
Ich denke, @NurBen wertet nicht per se ab, sondern gibt neben seinen Erfahrungen das weiter, was eben einer sehr großen Zahl an Menschen passiert ist, weil es eben auch überdurchschnittlich oft nachgelesen, nachgehört und miterlebt worden ist. Männer, die nicht in die Puschen kommen, haben nun mal ein schlechtes Standing. Und Frauen ,die sich nicht so und so verhalten, gelten nun mal als "verhaltensauffällig". Sicher, ist auch oft Stammtischgequatsche, aber eben auch oft so in Real passiert, weshalb sich manche Aussagen irgendwann manifestieren und diese dann zu einer "Regel" erwachsen. Ein Selbstläufer quasi.
Zitat von Emma75:Ja, es stimmt, dass man eher Angebote bekommt, wenn man gar nicht sucht - merke ich gerade bei mir und ich bin ja wirklich das, was die meisten als 'Dating-Ausschuss-Ware' bezeichnen würden (Frau über 40).
Ohhh, dann meld Dich mal bei mir, das würde ich gerne mit meinen 46 Lenzen mal gerne selbst beurteilen wollen
Zeig mir mal die Damen, die nicht suchen, aber sich bei Gelegenheit auf was Festes einlassen würden.

Ich habe da wohl den Fehler gemacht, jene zu daten, die selbst gesucht haben und hinterher stellte sich fast immer heraus, dass die vergeben waren. War sicherlich mein falsches Beuteschema.
Nur: WO sind denn die Frauen, die nicht suchen, aber sich bei einer netten Partie auch dazu verleiten lassen, sich auf diesen Mann einzulassen?

Ich hab´ keine Ahnung, wo. Ich suche auch nicht bewusst, sondern schaue halt, wo ich mal eine nette Frau irgendwo kennenlernen kann. Aber ich glaube, ich habe keine geeigneten Locations dafür - oder ich bin zu blöd, ich Depp.
Zitat von Emma75:Aber Lockerheit kann man nicht anknipsen und ich kenne viele, die einen Partner gefunden haben, ohne locker dabei zu sein. Meine Cousine war nach ihrer Scheidung verzweifelt- sie sagt sie ist kein Single Typ und braucht unbedingt einen neuen Partner. Sie hat ein Jahr auf verschiedenen SB gesucht, viele seltsame Erfahrungen gemacht und dann doch den Mann ihrer Träume getroffen. Letztes Jahr im Sommer haben sie geheiratet. Sie war alles andere als locker.
Ganz ehrlich: Irgendwann haben Mann und Frau auch die Nase voll und wollen es auch erzwingen und werden nervös und aufgeregt, wenn es nicht klappt. Kann ich auch verstehen, bin selbst seit fast 6 Jahren ohne etwas unterwegs und ehrlich, ich komme mir auch oft vor wie eine vertrocknete Pflanze. Ich habe auch Vorstellungen von einer Beziehung etc., die wohl nicht mehr real und zeitgemäß sind, meine gescheiterte Ehe ist Zeugnis dessen. Aber die Kombination bei mir in allem machen es mir nicht leicht und ich denke, meine Loyalität und mein Herz, wenn ich es denn vergebe, sind sicherlich nicht der Grund dafür, nicht fündig zu werden. Ich denke auch manchmal, der Singlemarkt ab 40 ist "abgegriffen". Da scheint es beiderlei Geschlechts nur noch Menschen zu geben, die aufgrund ihrer Vorerfahrungen sich vom "Markt" distanzieren und daher ist dieser einfach leergefegt. Dann sucht man entweder deutlich jüngere Partner/innen, weil man will ja nicht zum alten Eisen gehören. Oder es kommt zu abstrusen Beziehungen mit einem deutlichen Altersunterschied, wo man als Außenstehender denkt, dass könnten auch Kind und Elternteil oder Kind und Großelternteil sein. Oder - sie verschwinden in der Versenkung.
