@Aline_8 ich fühle so sehr mit dir. Und ich verstehe dich so gut. Der Punkt ist, in gewisser Weise sind wir Menschen alle Opfer unserer Umstände, jeder einzelne. Ist Fakt, allein dadurch bedingt, dass wir geboren werden. Aber das bedeutet ja nicht, dass wir uns als Opfer sehen und alles beklagen müssen.
Wir können Dinge auch anders sehen. Können anstatt traurig/wütend verärgert zu sein über das, was NICHT ist, dankbar sein für das, was ist. Egal wie wenig es ist.
Ich glaube persönlich (sehe ich an meiner Oma, die demnächst 93 wird) dass Dankbarkeit und positives Denken eine entscheidende Schlüsselrolle im Leben spielen. Dankbarkeit hilft alleine schon dabei, nicht zu verbittern.
Natürlich gibt es Phasen im Leben, die brutal sind (wenn es um Leben oder Tod geht kann ich leider mitreden... und nein, hab ich mir ja auch nicht so ausgesucht), und dennoch ist es gerade da wichtig, irgendwie bei sich zu bleiben.
Was ich dir allerdings auch sagen kann... wenn es wirklich so richtig richtig sch... ist, also so schlimm wie es der gesunde Durchschnittsmensch zum Glück nicht nachvollziehen kann, finde ich es inzwischen schon okay, sich bzw. die Umstände auch mal etwas zu bedauern. Und wenn es nur 5-15 Minuten sind! (Oder auch ne Stunde. Oder zwei. Oder sogar mal nen halben Tag/Tag, whatever.)
Und dann den Blick wieder nach vorne richten. Und auf die kleinsten Dinge schauen, die positiv sind.
Daran denken, dass selbst wenn man krank ist und einem viele Dinge verwehrt sind, man immer noch schöpferische Qualitäten hat und selbst schöne Dinge erschaffen kann. (Ganz egal was - Situationen, Erlebnisse, Kunst, Musik, gute Gespräche mit Freunden, leckeres Essen, Arbeit... was auch immer)
Wie gesagt, ich finde es persönlich ganz schwierig wenn man wirklich schwierige Dinge durchlebt - und man sich nicht gerade wegen eines abgebrochenen Fingernagels bedauert... wer sagt/entscheidet, dass man nicht auch mal rumheulen und verpasste Gelegenheiten oder Dinge betrauern darf, die nie sein werden?
Immer zwanghaft fröhlich und positiv sein macht auch krank (depressiv). Das gibt's Studien zu.
Und, na ja, ALLES im Leben hat man nicht wirklich in der Hand. Das ist so. Gibt genug Menschen, die unschuldig in Unfälle verwickelt werden - auch Erkrankungen fragen nicht erst an bevor sie einen treffen/heimsuchen.
Was ich dir sagen will (viele Worte und ich fürchte ich habe es nicht gut auf den Punkt gebracht...)
Sei bitte nicht so hart zu dir!
❤ Du tust dir damit ganz massiv selbst Unrecht.
Sei gut zu dir.
Akzeptiere, dass du dich angesichts mancher Dinge ohnmächtig fühlst - zumindest mal für einen Augenblick, das bedeutet nicht, dass du nicht noch viele Möglichkeiten hast, dein Leben positiv zu gestalten!
Wir haben so drin (ich auch) dass man immer stark sein muss. Aber das muss man nicht. Manchmal kann man es gar nicht. Aber das sind auch nur Momente... dann geht es wieder weiter.

Ich drücke dich mal, falls ich darf.
Wünschte ich könnte bisschen besser formulieren wie ich es eigentlich meine... blödes, matschig Hirn.
🙈