Zitat von Dummda:Warum sind eigentlich die AF´s so oft sauer auf den Mann? ich meine die Frage ernst und es interessiert mich. Ich kann es halt nur schwer nachvollziehen, denn ein gebundener Mann ist nun mal gebunden und hat einen Alltag mit seiner Frau. auch wenn er der AF sagt, er wolle sich trennen (was nicht immer der Fall ist), so ist doch klar, dass er gebunden ist und es damit Probleme gibt. Irgendwie ist man doch Nr. 2 und das wird spätestens deutlich, wenn er jedes WE bei seiner Familie ist. Und die AF weiß, dass er zum Betrug fähig ist, denn er betrügt ja bekanntermaßen seine Frau. Und selbst die Aussage, er wolle sich ja trennen, ist doch ein alt bekannter "Running gag", wer kennt den nicht. Und doch glauben ihn die Frauen nur allzu gerne.
Und wenn so viel Nähe da ist, dann müsste die AF doch auch wissen woran die eigentliche Beziehung krankt und im Bilde sein, ob sie eine Chance hat. Außerdem, wenn sie so viel weiß, dann könnte sie ihn ja vielleicht auch verstehen. Aber warum ist sie dann später sauer auf ihn?
Was ich auch nicht verstehe, so schön die Momente sind, es ist doch bekannt, dass es zwischen Alltag und romantischen Momenten einen großen Unterschied gibt.
Ist da nicht auch eine große Portion Selbstbetrug auf beiden Seiten dabei?
Also, jenseits einer persönlichen Bewertung, kann ich das Konzept Affäre einfach nicht nachvollziehen. Aber bitte, erklärt es mir
Sauer ist wohl in den meisten Fällen eher Kränkung, denke ich. Verletzte Eitelkeit, gekränktes Ego, und das wird dann schnell mal mit einem gebrochenen Herzen verwechselt. Ich bin nicht besser als "die andere", weil er sie nicht für mich verlässt - was Unsinn ist, denn man steht ja auch gar nicht in Konkurrenz zueinander. Das ist ja ein Vergleich von Äpfel und Birnen! Aber das sehen vielleicht viele Affärenfrauen nicht so ein?
Am Ende ist es meistens so - die Affärenfrau wünscht sich mehr Alltag von ihm. Das möchte er aber nicht, denn den Alltag hat er ja mit einer anderen. Diese andere, seine Frau nämlich, wünscht sich aber wahrscheinlich oft genau solche Alltagsfluchten mit ihm, wie er sie mit seiner Affäre hat

Also sind zwei Frauen unzufrieden, nur er nicht, weil er ja alles hat. Nur halt mit zwei unterschiedlichen Frauen.
Was die kranke Beziehung angeht - es ist einem als Affärenfrau schon klar, dass da was nicht passen kann. Sonst würde der Mann sich ja nicht auf eine Affäre einlassen. Was genau da hakt, weiß man jedoch meistens nicht, weil der Mann natürlich lügt (kennen wir ja alle hinlänglich, die ganzen Geschichten über den lieblosen, s.losen, ewig nörgelnden Hausdrachen in Kittelschürze

hätte mein Mann vermutlich während unserer Ehe auch so über mich gesagt
Was mir als Affärenfrau gefallen hat an der Affäre? Ich wollte ja genau nur das. Ich wollte eben keinen Alltag, keine Probleme von der Arbeit hören, keinen Beziehungsstress. Ich wollte nur Momente, schöne und glückliche Momente ohne Gedanken an morgen oder eine Zukunft. Ich wollte einfach mal abschalten, mich als Frau fühlen, mich begehrt fühlen, ja für den Moment vielleicht sogar ein bisschen geliebt, und ich wollte meine Liebe geben, nur für den Moment.