Zitat von Krishna:
so wie du es beschreibst triffst du genau den Ausdruck, den der Autor von "Narzissmus - das inneres Gefängnis" benutzte. N. sind Insassen eines sehr beengten Gefängnisses ohne jemals eine Chance zu haben, aus diesem Gefängnis befreit zu werden. Natürlich sind sie viele innerlich frustriert. Sie leben ein Leben in Gefangenschaft.
Nun kann man ewig drüber streiten, ob es ihnen recht geschieht, in diesem Gefängnis zu leben und warum sie dieses Gefängnis nie verlassen können. Beschäftigt man sich mit diesen beiden Fragen, wird man feststellen, dass der größte Teil der Narzissten dieses Gefängnis nicht selbst erbaut hat, sondern leider ihr Schicksal.
Vielleicht gibt es auch Narzissten, die sich ihr Schicksal ausgesucht haben.
Ich bin davon überzeugt dass ein sehr geringer Prozentsatz zumindest einmal die Möglichkeit im Leben hat (durch glückliche Lebensumstände oder Schlüsselerlebnisse), dieses Gefängnis verlassen zu dürfen. Die Tür zur Freiheit steht dann 5 Sekunden offen., vielleicht auch länger. Vielleicht passiert dies auch öfter.
Ich kann nur vermuten, aber wenn ich mir mein Ex Exemplar anschaue, die war sich vieler ihrer Probleme ja bewusst. Und sie hat auch erkannt, wo das herkommt, bzw was in ihrer Kindheit passiert ist, dass sie so ist. ABER, sie redet nur davon was ändern zu wollen, aber kann oder will es eben nicht.
Sie hat Angst vor einem Neuen Leben, eben ohne diese Probleme, weil selbige mittlerweile so eingebrannt sind und sie nicht bereit ist, oder es eben nicht kann, was zu ändern. Das neue "normale Leben" wäre ja mit Arbeit und Zeitaufwand verbunden, vieleicht sogar mit Hilfe einen starken Partners, der sie dabei unterstützt. Könnte ja was helfen...
Somit kann sie sehr wohl was für ihr Gefängnis, aber warum am Ende doch was ändern, wenns immer wieder klappt, neue Idioten zu rekrutieren, die ihr Bestätigung geben. Sie hat das Problem, den Kern ihres "Leidens" mal kurz erkannt, schwingt dann aber sofort wieder um. Ihr ständiges "Ich fang jetzt neu an und ändere Alles" konnte ich mir irgendwann nicht mehr anhören, dass ich böse wurde und nur meinte "Dann hör endlich auf zu labern, bekomm deinen Ar. hoch und mach endlich was!" Natürlich hab ich sie dann damit sofort wieder unter Druck gesetzt und sie überfordert.
Wie's mir dabei ging, hat keinen interessiert.
Labern können die Alle Bestens, aber ändern? Niemals. Die belügen sich selbst und im Inneren wissen sie das auch. Nur solange immer wieder Zufuhr zur Verfügung steht, warum was ändern? Never change a running system, selbst wenn das System am Ende von Viren zerfressen ist und vor die Hunde geht!