wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.
343
Das Verhalten meines Mannes nach 2,5 Jahre Trennung
Vertrauen hab ich. Weil ich weiß, das er niemals was zulassen würde wenn er es nicht wirklich zu 100 % ernst meint.
Es könnte sich jetzt eine Beziehung und Ehe entwickeln die fürs restliche Leben hält.
Aber irgendwas fehlt mir. Nicht an oder von ihm.
In mir.
•
x 2#136
Seidenmatt Mitglied
Beiträge:
33
Themen:
1
Danke erhalten:
59
Mitglied seit:
Zitat von naxosisland:
Ich habe was verloren, irgendwas fehlt, und ich kann nicht mal sagen was es ist.
Hallo und danke für das erneute Update!
So wie es sich liest, hast Du den Glauben daran verloren, dass Dein Leben besser wäre, wenn ihr wieder zusammenkommen würdet? Gerade in Deinem Beitrag von Anfang November beschreibst Du so ausführlich und nachvollziehbar, dass Du wieder viel näher bei Dir bist und Dir Dein neu gestaltetes selbstbestimmtes Leben so gut tut. Vielleicht von daher das "ungute Gefühl"? Die Angst, dass ein erneutes Leben mit ihm als Partner ein Rückschritt wäre und gar nicht so erstrebenswert?
Ich war und bin sehr dankbar für das Aufschreiben Deiner Geschichte hier… ich konnte sehr viel für mich daraus "lernen"… Es ist natürlich rein subjektiv und vielleicht irrational, aber wenn Deine Geschichte ein Film wäre, wäre für mich das wahre Happy End der Stand im November und das, obwohl ich sonst doch meist für "wir leben wieder glücklich zusammen bis ans Ende unserer Tage" wäre…
Ganz liebe Grüße an Dich und auf Dein ganz eigenes Happy End
•
x 5#137
A
Das Verhalten meines Mannes nach 2,5 Jahre Trennung
x 3
E
Ex-Mitglied Gast
Das Gefühl kenne ich. Kann es sein, dass sich deine Liebe davongeschlichen hat. Ganz leise und unbemerkt. Zurückbleibt Wertschätzung. Freundschaft. ein Liebhaben..
Aber keine Leidenschaft oder Partnerliebe?
•
#138
N
naxosisland Gast
Ich weiß es nicht. Es fühlt sich eigenartig an.
Vielleicht weil es anders ist als wie es vor der Trennung bei uns war?
Weil ich mir ein Eigenständiges Leben aufgebaut habe?
Weil die Zeit doch zu lang war?
Ist es noch Liebe?
Vielleicht sollte ich alles jetzt so laufen lassen und gucken was am Ende dabei herauskommt?
Ich habe nach 3 Jahren jetzt 2 x bei ihn übernachtet. Was mal 17 Jahre lang mein zuhause war. Wo er mit unseren Sohn wohnt. Das hat sich so falsch angefühlt. Das Gefühl kann ich gar nicht beschreiben. Und ich weiß nicht ob ich das nochmal machen werde.
Ich war ja in den letzten Jahren immer mal dort. Kurz. Besuch. Aber nie über Nacht.
Leidenschaft? Hm. Kann ich auch nicht beantworten.
Vielleicht mache ich mir auch einfach nur zu viele Gedanken?
•
#139
E
Ex-Mitglied Gast
Der Fokus liegt nun bei dir. Nur du entscheidest.
Im Vordergrund steht nicht mehr Er oder das neue Wir.
Schaue dir dein neues Ich in aller Ruhe an. Die Zeit und alle Handlungen haben dich verändert.
Wer bist du nun? Was wünscht du dir?
Das kannst nur beantworten.
•
x 1#140
bifi07 Mitglied
Beiträge:
6589
Themen:
9
Danke erhalten:
4557
Mitglied seit:
Ich denke, es ist eher der Wunsch, dass man wieder zusammen glücklich wird...aber die Gegenwart sieht oft anders aus. Entweder ist zuviel vor und während der Trennung passiert...oder man hat sich zu sehr verändert.
•
x 1#141
R
*Ruby* Gast
Zitat von naxosisland:
Aber irgendwas fehlt mir. Nicht an oder von ihm.
In mir.
Das finde ich nicht verwunderlich, sondern eher merkwürdig wenn es anders wäre. Dein Mann hat schon seinen Stiefel lange Zeit auf Deinem Rücken durchgezogen. Wenn Du nun merkst, dass Gefühle wie Vertrauen und tiefe Verbundenheit mehr eine Erinnerung sind als noch tatsächlich präsent, solltest Du meiner Meinung nach keine Selbstverleugnung betreiben um das Eheschiff wieder auf Kurs zu bringen.
Besonnenheit und die Entwicklung offen lassen bis Du Dir sicher bist, ist meines Erachtens der beste Tipp in dieser Situation.
•
#142
R
Random Gast
Naxosgirl, Hey, der wollte eine Ehe ohne Körperlichkeit. Macht da gaaaaanz langsam.
•
x 3#143
N
naxosisland Gast
Ich weiß jetzt was fehlt, dieses Gefühl als wenn irgendwas nicht richtig ist.
Es ist nicht fehlende Liebe, Vertrauen oder Verbundenheit.
Ich wollte immer mein altes Leben wieder zurück, das mir von jetzt auf gleich weggenommen wurde. In dem ich glücklich war.
Und das gibt es nicht mehr. Und das wird es auch nie wieder geben. Dieses gemeinsame Leben, das ist vollkommen weg.
Wenn man ein paar Monate getrennt ist, dann hat man dieses gemeinsame Leben wahrscheinlich noch. Aber nach 3 Jahren!
Ich hab mir mein neues eigenes Leben aufgebaut, mit dem ich zufrieden bin. Ich kann mir dieses gemeinsame Leben einfach nicht mehr vorstellen, zusammen wohnen, zusammen Alltag.
Ja, das kommt mir nicht mehr erstrebenswert vor. Ja, ich hab ein neues ich. Und Ja, wenn, dann kann es nur ein neues Wir geben.
Und das ist auch gut so.
•
x 3#144
E
Ex-Mitglied Gast
Das ist sogar super so. Freue mich für dich. Du bist bei dir angekommen.
•
x 2#145
bifi07 Mitglied
Beiträge:
6589
Themen:
9
Danke erhalten:
4557
Mitglied seit:
Du siehst das ganz richtig, denn so wie in der Vergangenheit wird es nie mehr werden. Und das ist auch gut so, denn die letzte Zeit der Partnerschaft ist bestimmt nicht erstrebenswert, dass man sie zurück möchte...und für die Zeit davor hat man sich einfach zu sehr verändert! Aber das heißt ja nicht, dass die kommende Zeit nicht auch schön oder sogar schöner wird...eben nur anders!
•
x 2#146
R
Random Gast
Ja, Gute Kompromisse finden in Anbetracht der ganz neuen Situation.
Und wenn du weißt, was du willst und vor allen Dingen in was du nicht willst, ist es nicht egoistisch das einzufordern. Eher vielleicht realistisch.
Dein Schnuckelchen macht das ja auch. Und du agierst jetzt aus einer starken Position heraus. Nach dem Motto "geht auch ohne"
•
x 1#147
K
Kaline Mitglied
Beiträge:
22
Themen:
1
Danke erhalten:
17
Mitglied seit:
Ich habe grad den ganzen Thread gelesen und puh da ist ja einiges passiert. Und auch wenn du es immer wieder gesagt hast, du hast nie aufgehört zu hoffen und das wusste er nur zu genau.
Ich denke, eine Kontaktsperre wäre definitiv besser gewesen. Er hat dich drei Jahre lang warm gehalten mit diesem Rumgeiere und Geschwafel. Er hat all seinen Müll bei dir abgeladen, sogar den seiner neuen Geliebten. Es gibg immer nur darum, was dachte, wollte und fühlte. Als er merkte, dass es dir ernst wurde und die andere definitiv nicht mehr verfügbar ist und das du auch irgendwann genug hast, ist er zurück gekommen aber das kann auch nur ein Instinkt sein, den du geweckt hast. Männer fangen oft erst an zu kämpfen, wenn es schon zu spät ist aber meist können sie einfach nur die Ablehnung nicht ertragen. Oder die voraussichtliche Einsamkeit.
Dein Sohn ist erwachsen, er wird verstehen, wenn du mal nur an dich denkst. Soll er doch schlecht über seinen Vater denken. Du bist nicht verantwortlich dafür, was er über deinen Mann denkt. Dein Mann soll das und auch vieles andere mal schön alleine kitten. Arbeite an deinem Selbstwertgefühl, das muss unter dieser Situation der ständigen Zurückweisungen unglaublich gelitten haben. Und ich glaube auch nicht, dass du so eigenständig geworden bist, wie du hier schreibst. Klar, hast du eine eigene Wohnung und ein Auto und einen Job aber das was dein Mann denkt und meint und tut ist immernoch enorm wichtig für dich. Er hat die ganze Zeit die Richtung bestimmt, in die das alles ging.
Sorry, wenn meine Worte hart klingen aber das tut alles schon beim nur Lesen weh. Ich wünsche dir sehr, dass du es irgendwann aus dieser Spirale raus in dein eigenes, unabhängiges Leben schaffst.
Ich glaube ich habe mich da in eine Situation gebracht, wo ich jetzt nicht weiß wie ich da wieder raus komme.
Verstehe das irgendwie selber nicht, wo ich doch so lange gekämpft und gewollt habe.
Aber irgendwie ist das alles nicht das was ich mir erträumt und erhofft hatte. Und auf der anderen Seite will ich das erträumte und erhoffte auch gar nicht mehr, weil ich es selber nicht mehr fühle.
Ich habe keine Sehnsucht mehr. Und die Intimität die wir ein paarmal hatten, kommt mir Leidenschaftslos und ohne echte Zärtlichkeit vor. Da hat sich bei mir keinerlei Intime Verbundenheit oder irgendwas in der Richtung eingestellt. Im Gegenteil.
Außerdem fühle ich mich irgendwie verpflichtet Dinge zu geben, die ich gar nicht geben will. Fühle mich zu einem Wir verpflichtet, das es für mich eigentlich in dieser Form gar nicht gibt.
Ich habe mir gesagt, ich lasse das alles jetzt mal locker und entspannt laufen. Und desto länger das jetzt geht, desto mehr erkenne ich, das ich gar nicht mehr will.