hallo chrissi...
erstmal Danke, dass Du Dich mit meiner Geschichte auseinander gesetzt hast und mir versuchst zu helfen... vielen Dank!
Das mit der Sozialphobie war mal ein großes Thema... es ist auch jetzt noch ein Thema, aber ich kann mittlerweile besser damit umgehen als noch vor 2-3 Jahren.
Meine jetzt nicht mehr Freundin hatte bzw. hat ein gewisses Bild im Kopf, wie der Mann mit dem Sie ihr Leben verbringen möchte "auszusehen" hat. Ist erstmal nichts verwerfliches... das hat denke ich jeder auf die eine oder andere Weise. Es hat aber öfters zu Problemen geführt, da ich schon versucht habe, ihren Wünschen so nah wie Möglich zu kommen, aber bei manchen Dingen gab es halt sehr wenig Spielraum.
Manche Situationen, die zu Streitereien geführt haben, kann ich im Nachhinein sehr schwer einschätzen, wer da am Ende mehr auf den anderen hätte acht geben müssen oder irgendwann hätte versuchen müssen, nach zu geben etc. ...was vielleicht auch an meiner mangelnden Erfahrung liegt. (Streits, die entstanden sind weil ich nicht ansprechen konnte, wenn mich was gestört hat und das dann irgendwann eskaliert ist, mal ausgenommen, da bin ich sowieso Schuld dran)... Zumindest weiß ich aber, dass es sicherlich immer einen besseren Weg gegeben hätte, als sich in einen bösen Streit zu verwickeln und daran hab ich nunmal zum großen Teil Schuld. Auch Situationen, in denen ich Dinge falsch verstanden habe gehören dazu... Situationen in denen ich harmlose Sachen "persönlich" genommen und dann negativ darauf reagiert habe... es gibt immer einen besseren Weg, als einen Streit anzufangen, oder in beleidigtes bzw. frustriertes Schweigen zu verfallen...
Was Diskussionen angeht hast Du vielleicht recht... oft war ich dabei der "Verlierer"... wobei ich der Meinung bin, dass es in einer harmonischen Beziehung eigentlich gar nicht darum gehen darf oder sollte. Manchmal dachte ich mir aber schon, dass egal was ich sage, Sie es irgendwie so verbiegen kann, dass ich nix mehr dazu sagen kann bzw. Sie Recht hatte...

... das war schon manchmal schwer, aber das gehört auch zu den Dingen in denen ich ihr halt einfach unterlegen war ^^..
Es gab aber auch Situationen, in denen Sie z.B. böse mit mir war weil ich irgendwas verbockt habe (oft leider, obwohl Sie mich noch davor gewarnt hatte) ich mich dann meist über mich selbst aufgeregt habe bzw. über die Ursache und dann nicht auch noch damit umgehen konnte, dass Sie wohl zurecht böse auf mich war.

... naja, schwer zu erklären.
...ich werde bald eine Therapie anfangen und zu meinen Zielen wird gehören, auch unabhängig davon, dass ich auf Dinge die mich irgendwie provozieren nicht mehr genervt oder beleidigt reagiere... sondern diese dann ganz normal und sachliche versuche anzusprechen... aus meiner Sicht. Auch... und das wird bestimmt schwer werden... ^^... nichts mehr persönlich zu nehmen und einfach "cooler" mit Konfliktsituationen umzugehen und diese auch ohne großen Streit lösen zu können. Auch mehr Verständnis für andere Menschen haben, die Sachen einfach anders machen als ich und das zu akzeptieren... ist z.B. auch ein Problem das behoben werden muss ^^.
Ich kann mir gut vorstellen, dass wenn Sie hier schreiben würde, Du das ganze vielleicht auch etwas anders sehen und mich nicht so in Schutz nehmen würdest. Ich versuche in meinen Beschreibungen schon so gut es geht auch meine Fehler aufzuzeigen um nicht ein falsches Bild zu vermitteln... ich bin nämlich ganz sicher kein Unschuldslamm oder so

...
Deinem letzten Satz.... das mit dem sich selber aufgeben... naja, in gewisser Weise hast Du damit schon Recht, aber dieses Problem war ihr z.B. selbst bewusst. Leider konnten wir, was das anging nie wirklich auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Es ist auch nicht so, dass ich viel aufgegeben hätte für Sie... es war eher so, dass ich auf das ein oder andere verzichten "musste" (wollte), weil Sie sonst unglücklich damit gewesen wäre. Ich war dann halt nicht so glücklich damit, aber ich dachte mit der Zeit wird das vielleicht besser...
Danke, das selbe wünsche ich Dir auch und Danke noch mal
lg
zyan