@Freya21
Zitat von Freya21: Ich versuche mich kurzzufassen. Ich bin 38 Jahre, w. Mein Partner 44 Jahre, wir haben zwei gemeinsame Kinder, 2 und 5 Jahre. Wir sikd nicht verheiratet, aber ich habe erst letzten Oktober einen Heiratsantrag von ihm bekommen. Wir sind seit 13 Jahren zusammen
Das zeigt, dass er bis vor kurzem nach außen hin eine klare Bindung signalisieren wollte.....
Zitat von Freya21: Seit zwei Wochen habe ich rausgefunden, durch das konkrete erfragen (oder ist da eine andere?) , dass ee mich seit drei Monaten betrügt und Gefühle für die andere Frau entwickelt hat.
...dann aber 3 Monate später sich fremdverliebt und eine Affäre am Laufen hat.
Das zeigt, dass er nach außen hin eine klare Bindung wollte, während er innerlich andere Wege erkundet. Er sucht Spannung, Leichtigkeit und vielleicht auch Selbstbestätigung außerhalb, ohne die Sicherheit in der bestehenden Beziehung aufzugeben?
Sind die Hochzeitspläne damit vom Tisch? - Für ihn / für dich / für euch beide?
🤔 Zitat von Freya21: Ich bin selber psycholog. vom Fach und habe natürlich dementsprechend auch schon viele Lebensgeschichten gehört. Ich sehe es nicht schwarz weiß, in dem Sinne, dass es unerhört wäre Gefühle für jemand anderes zu entwickeln. Was meine tiefe Verletzung aus macht, dass mein Partner nicht!
Als Fachfrau merkst du - Wissen hilft nur bedingt.
Denn hier geht es nicht um Theorie, sondern um das tägliche responsive Verhalten oder dessen Fehlen. Du steckst mitten im emotionalen Chaos, und das ist menschlich.
Zitat von Freya21: Schon lange bin ich auch nicht wirklich glücklich in der Beziehung, ich habe oft durch seine Habdlungen verspürt, dass vieles andere wichtiger ist als ich und die Kinder. Beispiel in Urlauben, es war ihm immer extrem wichtig in Familienurlauben seine Hobbies zu leben und das sind viele, Angeln, Surfen Wakeboarden etc. Das sah dann oft so aus, dass ich im Familienurlaub mit den Kindern alleine am Strand saß und er beispielsweise Surfen war.
Klingt nach einem sehr verfestigten Muster, das du lange getragen hast, während er in seiner Komfortzone blieb. Gottman nennt das "emotionale Bankkonto-Defizit" Du investierst, er zeigt wenig Gegenleistung, die Bindung leidet.
😉 Zitat von Freya21: Das sah dann oft so aus, dass ich im Familienurlaub mit den Kindern alleine am Strand saß und er beispielsweise Surfen war. Dazu muss man sagen, dass ich ihm immer ermöglicht habe, zwei mal im Jahr ohne uns mit Kumpels z.B in den Skiurlaub zz fahren
Er lebt und genießt, du trägst Verantwortung. Hier zeigt sich das klassische Ungleichgewicht von Nähe vs. Abenteuer, Verantwortung vs. Freiheit.
Zitat von Freya21: Dazu muss man sagen, dass ich ihm immer ermöglicht habe, zwei mal im Jahr ohne uns mit Kumpels z.B in den Skiurlaub zz fahren. Insgesamt habe ich neben meines Berufs die meiste Care Arbeit übernommen.
Hier zeigt sich, wie du ihn entlastet hast, während er seine Freiräume genießt. Solche Muster festigen sich, wenn niemand konsequent Grenzen setzt.
Hattest du auch solche Freiräume oder hast du dich selbst zurückgestellt?
🤔 Zitat von Freya21: Immer mit dem Gefühl ihm den Rücken frei zu halten, denn seit Jahren mache ich mir schon Sorgen um ihn und glaube, dass er einen Burnout hat
Er war deine oberste und 1. Priorität !?
Wo standest du selbst dabei?
Dieses Dynamik zweigt deutlich wohin es zwangsläufig hinführen kann, dass man selbst emotional austrocknet, während der Partner Leichtigkeit außen sucht.
Zitat von Freya21: Wir sind beide selbständig in eigener Praxis, er ist wirklich ruhelos (hat auch ADHS) und hat neben Rennovierung unseres Hauses allein in den letzten 6 Jahren mehre Immobilien erworben und rennoviert. Dazu auch mit 45 Jahren jeden Abend Sport, am Wochenende oft feiern (trinkt so gut wie keinen Alk., aber er sagtt er brauche Aktivität statt Ruhe un runterzukommen) Er wurde immer negativer, reizbarer.
Klingt nach jemandem, der immer in Aktion sein muss und Ruhe kaum erträgt.
Das ist ein Risikofaktor für emotionale Vernachlässigung - er bleibt in seiner Komfortzone, du trägst die Verantwortung.
Zitat von Freya21: Ich habe es immer wieder versucht ihn zu entlasten, Gespräche zu suchen. Aber keine Chance. Auch wenn er selber vom Fach ist. mein Unglück, dass ich mich nicht gesehen fühle, mich zurückstelle. habe ich kommuniziert. Ich sprach auch offen über Trennungsgedanken. Er redete kaum, sagte nur immer wieder, er bekämme Feuer von allen Seiten ubd nahm mein Unglücklichsein wahrscheinlich eher als nochmehr Druck war.
Er trägt wenig bei, bleibt bequem in seiner Komforzone.
Frag dich mal - Woher kommt diese Dynamik, welche Anteil hast du selbst daran und warum hat sie sich so verfestigt?
Zitat von Freya21: Ich denke, ich bin ein sehr mitfühlender, warmer Mensch, ich bin sehr treu, einfach weil ich mich mit dem Menschen den ich Liebe zutiefst verbunden fühle. Ich denke, wie in guten so in schlechten Zeiten.
Ja, das spürt man in jedem Satz..... Du bist loyal und fürsorglich.
Deine Fürsorge ist ein Geschenk - aber sie darf nicht deine eigene Identität auflösen.
😉 Zitat von Freya21: Aber nun ist die Neue Liebe da, es sei einfach so leicht mit ihr, kein Druck, er fände sie spannend, sie sei sportlich so ehrgeizug etc.
Er hat für sich entdeckt, wie schön es sein kann, zwei weibliche emotionale Tankstellen zu haben.
Frage; konnte er sich selbst nie so richtig füllen, oder braucht er dazu schon immer externe Bestätigung?
🤔 Zitat von Freya21: Nach aus der Nase ziehen meinerseits hat er kommunizuert, obwohl er mich tief Liebe (?) wolle er die andere kennen lernen, er müsse herausfinden, was ihn glücklich mache. Er weint viel, hat Schuldgefühle mir gegenüber und den Kindern, reflektiert sich selber als impulsiv, evtl nicht beziehungsfähig, aber er könne nicht anders.
Er möchte also beides: den sicheren Hafen bei dir und das Abenteuer bei der anderen.
Solange er keine klare Verantwortung übernimmt, bleibt das Muster bestehen.
Es sie denn du steigst endlich aus und schaust mehr nach dir und deinem Wohlergehen.
Zitat von Freya21: Keine Schritte auf mich zu, arbeiten an unseree Beziehung etc. Für mich ist köar, so wie er aktuell ist und seit den Kindern und den vielen Projekten war, so will ich ihn nicht zurück
Dein inneres Selbst weiß es: Loslassen ist notwendig. Du hast gesehen, dass er keine klaren Schritte unternimmt.
🤗 Zitat von Freya21: Aber was bleibt ist die leise Hoffnung,.da bin ich ehrlich, dass er sich wandelt, um 180 Prozent und das dieses Tief und zu mehr Glück verhilft. Das er einfach einen Burnout hat und aufwacht. Weil ich noch liebe.
Liebe und Hoffnung sind menschlich.
Zitat von Freya21: Und dann die Ängste ob meine Kinder schaden nehmen. Wie kann ich mich lösen, wenn ich ihn wegen der Kinder ständig sehe und auch in unser Praxis.
Zitat von Freya21: Ich fühle mich so unsicher und habe Angst vor den vielen Monaten wo ich noch leiden werde.
Die Angst macht dich verletzlich, aber sie darf dich nicht lähmen.
Wie wahrscheinlich ist eine echte 180-Grad-Wende bei ihm ? Objektiv und nüchtern betrachtet?
Genau hier könnte das Prinzip der Differenzierung greifen.
Definiere deine emotionalen Grenzen, unabhängig von seinen Entscheidungen.
Das schützt dich und die Kinder langfristig.
Zitat von Freya21: Als Ergänzung, sie hat selber zwei Kinder. Also auch mit ihr wird er dann Familienleben leben (müssen) falls sie langfristig zusammen sind und an den WE hätte er dann mitunter vier ! KINDER mit denen er Ausflüge etx macht...wo ist da die Leichtigkeit perspektivisch? Ich habe den Eindruck, er ist komplett in einem Film
Ganz ehrlich das ist nicht deine Baustelle. Konzentriere dich auf das, was für dich und deine Kinder langfristig gut ist, nicht auf seine Fantasien und Zukunftsprojektionen.
Letztlich liegt die Verantwortung für deine emotionale Sicherheit bei dir. Du kannst nicht ändern, wie er sich verhält, wohl aber, wie du dich selbst schützt und für dein Wohl sorgst. Dein Fokus sollte auf klaren Grenzen, Selbstfürsorge und dem Schutz deiner Kinder liegen - das gibt dir Halt und Orientierung in diesem Chaos.
