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@Waris07 Wow! Vielen lieben Dank für die tollen Denkanstöße und deine Mühe! Ich werde es in Ruhe überdenke. Ich gehe auf einen Aspekt hier schon mal ein. Ich glaube ein Punkt, warum ich mich lange zurückgestellt habe, neben meiner fürsorglichen Art, war bestimmt auch eine Art Unsicherheit. So in die Richtung, ...
Das klingt, als würde gerade dein inneres (Schatten)Kind leise seine Stimme erheben und dich auf etwas aufmerksam machen, das vielleicht endlich einmal genauer in Augenschein genommen werden möchte.
Vielleicht ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, dir die Frage zu stellen: Wer bin ich wirklich und was will ich - und nicht mehr: Wie sollte ich sein und wie sollte ich mich verhalten.
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Worrior Mitglied
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Zitat von Freya21:
Stattdessen morgen Wander mit der Neuen (ist ja vielleicht auch eine Veränderung). Er sagte allerdungs über sie (das werde wahrscheinlich sowieso nichts geben) Ich kann es nicht verstehen, muss es aber auch nicht.
Sein Weg, seine Entscheidung, sein Leben. Das heisst auch mit den Konsequenzen zu leben. Er ist für seinen inneren Frieden selbst verantwortlich. Er könnte es anders haben, sein Selbstmitleid wird ihn nicht retten und Du kannst es auch nicht.
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x 3#32
A
Den eigenen Weg finden nach Affäre
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Tilly Mitglied
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Zitat von Freya21:
Er könne nicht mehr, habe einen Burnout, nur Feuer von allen Seiten und seine Schuldgedühle quälten ihn.
Das und 👇
Zitat von Freya21:
Stattdessen morgen Wander mit der Neuen (ist ja vielleicht auch eine Veränderung). Er sagte allerdungs über sie (das werde wahrscheinlich sowieso nichts geben)
das, würde ich mir nicht anhören. Sag ihm da klipp und klar, dass du ab jetzt nicht mehr der Ansprechpartner dafür bist. Sein Seelenmüll kann er woanders abladen. Wo auch immer, nur nicht bei dir. Eure Themen sind nur noch bezüglich der Kinder und Dinge bezüglich der Trennung bzw Arbeit. Das sind die Konsequenzen seines Handelns.
Zitat von Freya21:
das er, als ich von nichts wusste, sich mit meinen Kindern und ihr und ihren Kindern getroffen hat. Er habe nicht mit ihr Händchen gehalten oder ähnliches.
Das ist unfassbar. Wollte er schonmal checken ob die beiden Welten zusammen passen. Dieses lügen und betrügen sind bewusste Handlungen. Er hätte es besser wissen müssen, als auch gleich noch die Kinder mit einzubeziehen.
Zitat von Freya21:
Ich bin mega wütend, dass ee nicht über seine Unzufriedenheit gesprochen, sonder alles mit sich alleine ausgemacht hat. Das er nicht für die Beziehung kämpft, sondern sehenden Auges in die Kreissäge rennt
An einer Beziehung arbeiten ist anstrengend. Er wählt den vorerst einfachen Weg. Aber die Probleme werden kommen.
Zitat von Freya21:
Aber dann doch nicht eine andere Frau mit Kindern...ich kapier es nicht
Das ist es auch nicht. Aber darüber solltest du dir keine Gedanken machen. Denk an dich und deine Kinder.
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x 1#33
A
Akelei76 Mitglied
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Zitat von Freya21:
Ja, räumliche Trennung wäre gut, denke ich.
Das ist unumgänglich, finde ich. Oder willst du jetzt mitbekommen, wie er abends anstatt vom Sport von ihr kommt.
So wie ich den Mann aus deinen Erzählungen lese, wird der das mit der Neuen knallhart durchziehen. Egal, wie viel er jetzt rumheult.
Es ist so schwer. Ich weiß das.
Aber ich glaube eben auch, weil ich auch in die Falle getappt bin: Wenn man sie bemuttert wie Kleinkinder und sich selbst vergisst, dann werden sie einen verlassen wie Kinder, die flügge werden. Nicht alle, aber sehr sehr oft.
Bitte kümmere dich um dich und findet eine Lösung, dass er sich ne neue Bude sucht und dir oft die Kinder abnimmt.
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x 1#34
S
Sonnenschein85 Gast
Ich würde auch schauen, wie sich eine räumliche Trennung umsetzen lässt. Wenn er schon vor den Kindern mit ihr Händchen hält, scheint er keine Rücksicht auf dich zu nehmen.
Ich meine, was kommt als nächstes? Das würde ich mir selbst nicht antun. Er hat sich quasi schon gegen euch entschieden. Und jetzt ist es an der Zeit zu handeln um sich selbst zu schützen.
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x 2#35
F
Freya21 Mitglied
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Lieben Dank für all eure Mühe und hilfreichen Rückmeldungen. So kann ich es erstmal für mich stehen lassen. Ich werde in ein paar Wochen mal berichten. Euch allen bis dahin alles Gute!
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x 5#36
Heloise Mitglied
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Zitat von Sonnenschein85:
Ich würde auch schauen, wie sich eine räumliche Trennung umsetzen lässt. Wenn er schon vor den Kindern mit ihr Händchen hält, scheint er keine Rücksicht auf dich zu nehmen.
Wo steht das, dass er vor den Kindern mit ihr Händchen hält? Ich habe deutlich das Wort „nicht“ gelesen.
@Freya Alles Gute erstmal und denke dran, dass sich die Dinge täglich ändern können. Nimm erstmal den Platz der Zuschauerin ein und hüte dich vor Aktionismus. Im Prinzip bin ich nie für Passivität-aber hier ist die Sache noch zu frisch und angesichts der ganzen Gemengellage mit Kindern und burnout würde ich da gar nichts überstürzen.
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x 1#37
S
Sonnenschein85 Gast
Zitat von Heloise:
Wo steht das, dass er vor den Kindern mit ihr Händchen hält? Ich habe deutlich das Wort „nicht“ gelesen. @Freya Alles Gute erstmal und denke ...
Stimmt. Ich hatte das nicht überlesen. Aber überhaupt die Kinder da schon zu involvieren finde ich sehr unsensibel.
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x 3#38
A
Akelei76 Mitglied
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Zitat von Freya21:
Leider prallen alle Ideen von mir (Klinik, berufliche Pause, längere Reise alleine) ab . Stattdessen morgen Wander mit der Neuen
Und hör auf, dich weiterhin wie "Mutti" zu verhalten und zerbrich dir nicht seinen Kopf. Der kommt, wie man sieht, ganz gut klar und macht das, was er möchte.
Sorge du gut für dich jetzt. Du musst ne Menge verkraften.
Und hör bitte auf, seine Emotionen mit ihm zu bearbeiten. Du hast selbst genug zu tun mit der Situation. Ich finde, der Kerl liest sich sehr rücksichtslos.
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x 1#39
MissLilly Mitglied
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Zitat von Freya21:
Heute ist es bei der Übergabe der Kinder (in einem anderem Raum) total zusammen gebrochen. Er könne nicht mehr, habe einen Burnout, nur Feuer von allen Seiten und seine Schuldgedühle quälten ihn.
Dann soll er sich doch bitte in eine Burnout Klinik einweisen lassen. Was ? Das will der Herr aber nicht, sondern lieber weiter bei dir rum heulen? Beende das Theater umgehend. Sag ihm das du bei seinem nächsten Zusammenbruch in deiner Anwesenheit den entsprechenden ärztlichen Notdienst anrufen wirst umd dafür Sorge zu tragen , dass ihm von Fachleuten geholfen wird. Wirst sehen wie schnell er dann wieder zu sich kommt.
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x 1#40
Lathgertha Mitglied
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Ich lese deinen Text ehrlich gesagt mit zwei Ebenen. Einmal als Mensch, der sehr mitfühlen kann und einmal mit einem fachlichen Blick.
Was mir sofort auffällt ist, wie reflektiert du bist. Du kannst sehr klar benennen, was passiert ist, du kannst es einordnen, du kannst sogar beide Seiten sehen.
Und genau darin liegt auch ein Stück der Schwierigkeit..
Verstehen schützt nicht vor Bindung.
Das ist kein Widerspruch, sondern etwas, das wir aus der Praxis sehr gut kennen. Kein Mensch kann sich selbst vollständig von außen betrachten, auch nicht mit fachlichem Hintergrund. In eigenen Themen sind wir immer emotional beteiligt, egal wie klar wir denken.
Bei dir wirkt es aber so, als wärst du gedanklich schon einen Schritt weiter als emotional. Du weißt, dass diese Beziehung dich über lange Zeit nicht getragen hat. Du hast beschrieben, wie oft du dich zurückgestellt hast und wie wenig du dich wirklich gesehen gefühlt hast.
Und gleichzeitig ist da noch etwas in dir, das hofft.
Ich glaube, diese Hoffnung richtet sich gar nicht so sehr auf ihn, wie er jetzt ist, sondern eher auf eine Version von ihm, die es so nie wirklich stabil gab… Und genau das hält dich gerade noch fest.
Was ich aber auch sehr deutlich sehe, ist, dass du bereits gehandelt hast. Du hast die Trennung ausgesprochen, du hast Grenzen gesetzt, du hast Distanz geschaffen. Das heißt, du bist nicht in der Verdrängung, sondern mitten im Prozess.
Die Schwierigkeit ist jetzt nicht mehr, etwas zu erkennen, sondern damit emotional umzugehen.
Das löst sich nicht durch noch mehr Nachdenken oder Analysieren, sondern durch das, was du gerade schon begonnen hast, nämlich Abstand halten und diese Realität aushalten, auch wenn sie weh tut.
Dass du Angst hast, einzuknicken, ist für mich kein Zeichen von Schwäche. Im Gegenteil, es zeigt, dass dir diese Bindung wichtig war.
Vielleicht liegt dein nächster Schritt weniger darin, ihn weiter zu verstehen, sondern darin, dich selbst ernst zu nehmen und dich nicht wieder in eine Situation zu bringen, in der du dich verlierst
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x 5#41
F
Freya21 Mitglied
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Zitat von Lathgertha:
Ich glaube, diese Hoffnung richtet sich gar nicht so sehr auf ihn, wie er jetzt ist, sondern eher auf eine Version von ihm, die es so nie wirklich stabil gab… Und genau das hält dich gerade noch fest
Danke für deine sehr wertvolle uns differenzierte Sichtweise. Gerade dieser Satz hier hilft mir sehr... Wahrscheinlich hat genau dieser Aspekt schon sehr lange mich durch die Beziehung getragen und jetzt habe ich, aktuell noch sehr schmerzlich elebt, dass es diese eine Version von ihm, zugewandt, familienorient, nur in Ansätzen gibt. Und solang er diese Ansätze im Bezug auf die Kinder zeigt und sich hier vielleicht auch weiterentwickelt (er nimmt sich mittlerweile deutlich mehr Zeit für die Kinder), soll es mir genug sein. Dann haben wir am Ende nicht genug mit unseren Versionen voneinander zusammengepasst. Und ich finde hoffentlich irgendwann jemand der weniger Version sonder mehr real meinen Bedürfnissen entspricht. Hoffentlich, irgendwie macht mir das ehrlich auch Angst. Vielleicht habe ich auch daher eher zu "besser den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach" tendiert. Aber das sind nur Angst-Gedanken von denen ich mich lösen möchte, denn warum sollte ich nicht auch wieder jemanden finden..
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x 8#42
Lathgertha Mitglied
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Zitat von Freya21:
Danke für deine sehr wertvolle uns differenzierte Sichtweise. Gerade dieser Satz hier hilft mir sehr... Wahrscheinlich hat genau dieser Aspekt schon ...
Sehr gerne. Auch hier lese ich bei dir gerade zwei Bewegungen gleichzeitig.
Auf der einen Seite siehst du sehr klar, dass diese Version von ihm, die du eigentlich brauchst, so nie wirklich stabil da war. Und auf der anderen Seite beginnst du, das, was jetzt da ist, so einzuordnen, dass es vielleicht doch reichen könnte.
Gerade dieser Punkt mit den Kindern ist aus meiner Sicht entscheidend. Dass er sich dort mehr einbringt, ist gut. Aber das ersetzt keine Partnerschaft. Du verschiebst damit gerade unbewusst den Maßstab von „passt es für mich als Partnerin“ hin zu „reicht es vielleicht irgendwie im Gesamtbild“…
Das wirkt weniger wie eine echte Überzeugung und mehr wie ein innerer Versuch, den Verlust erträglicher zu machen.
Und dann kommt dieser Gedanke mit „Spatz in der Hand“. Das hat nichts mit ihm zu tun, sondern mit Angst. Angst, dass vielleicht nichts Besseres kommt. Angst, dass man am Ende alleine dasteht. Das ist ein sehr typischer Punkt, an dem viele anfangen, sich wieder kleiner zu machen als sie eigentlich müssten.
Die entscheidende Frage ist Hier nicht, ob er sich in Ansätzen bewegt. Sondern ob das, was da ist, dich als Ganzes trägt. Und so wie du es selbst beschreibst, hat es das über lange Zeit nicht getan.
Du hast den Schritt in die Klarheit schon gemacht. Jetzt kommt der schwierigere Teil; dich nicht wieder aus Angst zurückzubewegen.
Sehr gerne. Auch hier lese ich bei dir gerade zwei Bewegungen gleichzeitig. Auf der einen Seite siehst du sehr klar, dass diese Version von ihm, die ...
Hi Lathgertha,
Danke für die Rückmeldung. Ich meine es eher so, dass wenn wir getrennt sind (was wir aus meiner Ansicht nach sind), ich froh bin, wenn er wenigstens bei den Kindern seine selbstbezogene Art zunehmend verändern kann. Auf der Paarebene habe ich da ehrlichgesagt keine große Hoffnung, dass er sich so verändern kann...bzw will. Nein, nur wegen der Kinder eine Beziehung aufrechtzuerhalten macht füt mich persönlich keinen Sinn. Ich weiß, dass ich dann zu einer verbitterten Frau werden würde. Und einfach nur aushalten, wenn es einem schlecht geht möchte ich meinen Kindern auch nicht vorleben.
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x 1#44
Lathgertha Mitglied
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@Freya21
Dann ist die Trennung auf Paarebene für dich ja eigentlich klar.
Dass er sich bei den Kindern bewegt, ist wichtig, hat aber mit eurer Beziehung nichts mehr zu tun.
Das Einzige, was bei dir noch offen wirkt, ist diese Unsicherheit in Richtung Zukunft.
Und genau da liegt gerade dein Thema, nicht mehr bei ihm.