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Den eigenen Weg finden nach Affäre

F

Freya21
Mitglied

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Hallo liebe Community,

Vor vielen Jahren war ich in Zeiten einer Trennung hier schon einmal stille Mitleserin, was mir sehr geholfen hat. Jetzt, nachdem es sich so anfühlt als ob meine bisheriges Welt erstmal in Scherben liegt, habe ich mich an das Forum erinnert und erhoffe mir Rückmeldungen und Ratschläge von neutraler Seite. D.h. nicht von Freunden/Familie die natürlich emotional sehr mitschwingen.

Ich versuche mich kurzzufassen. Ich bin 38 Jahre, w. Mein Partner 44 Jahre, wir haben zwei gemeinsame Kinder, 2 und 5 Jahre. Wir sikd nicht verheiratet, aber ich habe erst letzten Oktober einen Heiratsantrag von ihm bekommen. Wir sind seit 13 Jahren zusammen. Seit zwei Wochen habe ich rausgefunden, durch das konkrete erfragen (oder ist da eine andere?) , dass ee mich seit drei Monaten betrügt und Gefühle für die andere Frau entwickelt hat. Ich bin selber psycholog. vom Fach und habe natürlich dementsprechend auch schon viele Lebensgeschichten gehört. Ich sehe es nicht schwarz weiß, in dem Sinne, dass es unerhört wäre Gefühle für jemand anderes zu entwickeln. Was meine tiefe Verletzung aus macht, dass mein Partner nicht! geredet hat. Schon lange bin ich auch nicht wirklich glücklich in der Beziehung, ich habe oft durch seine Habdlungen verspürt, dass vieles andere wichtiger ist als ich und die Kinder. Beispiel in Urlauben, es war ihm immer extrem wichtig in Familienurlauben seine Hobbies zu leben und das sind viele, Angeln, Surfen Wakeboarden etc. Das sah dann oft so aus, dass ich im Familienurlaub mit den Kindern alleine am Strand saß und er beispielsweise Surfen war. Dazu muss man sagen, dass ich ihm immer ermöglicht habe, zwei mal im Jahr ohne uns mit Kumpels z.B in den Skiurlaub zz fahren. Insgesamt habe ich neben meines Berufs die meiste Care Arbeit übernommen. Immer mit dem Gefühl ihm den Rücken frei zu halten, denn seit Jahren mache ich mir schon Sorgen um ihn und glaube, dass er einen Burnout hat. Wir sind beide selbständig in eigener Praxis, er ist wirklich ruhelos (hat auch ADHS) und hat neben Rennovierung unseres Hauses allein in den letzten 6 Jahren mehre Immobilien erworben und rennoviert. Dazu auch mit 45 Jahren jeden Abend Sport, am Wochenende oft feiern (trinkt so gut wie keinen Alk., aber er sagtt er brauche Aktivität statt Ruhe un runterzukommen) Er wurde immer negativer, reizbarer. Ich habe es immer wieder versucht ihn zu entlasten, Gespräche zu suchen. Aber keine Chance. Auch wenn er selber vom Fach ist. mein Unglück, dass ich mich nicht gesehen fühle, mich zurückstelle. habe ich kommuniziert. Ich sprach auch offen über Trennungsgedanken. Er redete kaum, sagte nur immer wieder, er bekämme Feuer von allen Seiten ubd nahm mein Unglücklichsein wahrscheinlich eher als nochmehr Druck war. Ich denke, ich bin ein sehr mitfühlender, warmer Mensch, ich bin sehr treu, einfach weil ich mich mit dem Menschen den ich Liebe zutiefst verbunden fühle. Ich denke, wie in guten so in schlechten Zeiten. Aber nun ist die Neue Liebe da, es sei einfach so leicht mit ihr, kein Druck, er fände sie spannend, sie sei sportlich so ehrgeizug etc. Und ich denke nur, siehst du es nicht, für Leichtigkeit, die sich bald geben wird, fährst du unsere Familie an die Wand? Nach aus der Nase ziehen meinerseits hat er kommunizuert, obwohl er mich tief Liebe (?) wolle er die andere kennen lernen, er müsse herausfinden, was ihn glücklich mache. Er weint viel, hat Schuldgefühle mir gegenüber und den Kindern, reflektiert sich selber als impulsiv, evtl nicht beziehungsfähig, aber er könne nicht anders. Keine Schritte auf mich zu, arbeiten an unseree Beziehung etc. Für mich ist köar, so wie er aktuell ist und seit den Kindern und den vielen Projekten war, so will ich ihn nicht zurück. Zu viel zurückstellen meinerseits, zu viele einsame Abende auf der Couch. Und zu viel Vertrauensmissbrauch durch die neue Liebe/Affäre.
Aber was bleibt ist die leise Hoffnung,.da bin ich ehrlich, dass er sich wandelt, um 180 Prozent und das dieses Tief und zu mehr Glück verhilft. Das er einfach einen Burnout hat und aufwacht. Weil ich noch liebe. Und dann die Ängste ob meine Kinder schaden nehmen. Wie kann ich mich lösen, wenn ich ihn wegen der Kinder ständig sehe und auch in unser Praxis. Ich fühle mich so unsicher und habe Angst vor den vielen Monaten wo ich noch leiden werde. Habt ihr Ratschläge und Rückmeldungen für mich, ich danke euch.

x 2 #1


F
Als Ergänzung, sie hat selber zwei Kinder. Also auch mit ihr wird er dann Familienleben leben (müssen) falls sie langfristig zusammen sind und an den WE hätte er dann mitunter vier ! KINDER mit denen er Ausflüge etx macht...wo ist da die Leichtigkeit perspektivisch? Ich habe den Eindruck, er ist komplett in einem Film

#2


A


Den eigenen Weg finden nach Affäre

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Sienna
Du Liebe,

nein, ich habe keine Ratschläge die du nicht selbst schon kennst. Du lädst alles auf deine Schultern und er darf dir noch mehr aufbürden. Um ehrlich zu sein liest es sich fast als Glück für dich, denn vielleicht ist das der Moment in dem du dich daraus lösen kannst.

Ich verstehe deine Ängste. Da hängt soviel dran, nicht nur Familie sondern obendrauf noch eine gemeinsame berufliche Verpflichtung. Aber du weißt es: Angst ist kein guter Ratgeber.

Ich wünsche dir, dass du erkennst, dass er sich nicht ändern wird. Er liest sich sehr egoistisch, was in dieser Affäre und seiner Einstellung und Erwartung dir gegenüber gipfelt. Ich finde es liest sich so, als wäre dein Leben ohne ihn deutlich leichter. Wie wäre es wenn auch du dir etwas Leichtigkeit gönnst? Dein Bindungssystem ist noch nicht an dem Punkt, das verstehe ich, du liebst. Aber findest du wirklich, dass er dir die Liebe gibt, die du brauchst?

Alles Gute für deinen Weg. Es wird kein leichter und das tut mir Leid. 🍀

x 9 #3


R
Wie Ernst ist ihm denn die "Andere"?

Will er jetzt erst herausfinden, ob das mit ihr klappt oder was hat er vor?

Was möchtest Du?

x 4 #4


F
@Sienna
Danke für die herzliche Antwort, ich lese sie und weine. Du triffst es auf den Punkt. Es kann für mich auch eine große Chance sein. Aber trotzdem verfalle ich mitunter in Selbstzweifel, ich habe Angst davor, einzuknicken, falls er irgendwann reumütig vor mir steht. Ich will ihm am liebsten nicht sehen, aber muss es fast jeden Tag. Er sagt ich sei kalt, ich sage ich bin verletzt. Ich habe den Eindruck, ich erkenne ihn nicht wieder, er hat wenig Mitgefühl mit mir, wenn ich in einem unserer Gespräche (ohne Kinder) nach der Trennung etwas lauter geredet habe (nicht respektlos!) sagt er, er würde immer ruhig bleiben, das würde er nicht mögen. Wenn ich es so schreibe, denke ich, vielleicht lerne ich ihn jetzt erst wirklich kennen....so eine invalidierende Art mir gegenüber.
Er sagt, vielleicht finden wir wieder einen Weg zu einander (wenn der andere für ihn nicht klappt- denke ich). Ich will die blöde Hoffnung loswerden, ich will meine Tür zuschmeißen

x 2 #5


T
Liebe Freya21,
es tut mir leid, dass auch du dies erleben musst.
Die Leichtigkeit hat er mit ihr nur, da da kein Alltag ist.
Das würde ich aber schnellstens für ihn ändern. So schwer es auch ist, Stelle jegliche Arbeit für ihn ein. Kochen, putzen, Wäsche, er kann seins selbst machen und zur Hälfte auch das der Kinder. Auch die Kinder würde ich ihm dementsprechend zur Betreuung lassen. Dann sieht er was alles dazugehört und viel Zeit hat er dann für seine Neue auch nicht mehr.

Vielleicht wäre auch eine schnelle räumliche Trennung gut. Solange du zur Verfügung stehst kann er nichts vermissen. Und etwas neues ist meistens spannender und interessanter.

Hast du jemanden in deinem Umfeld, dem du dich anvertrauen kannst und der dich einfach Mal in den Arm nimmt?
Lass ihn die Kinder übernehmen und unternimm etwas mit einer Freundin. Kino, Wellness oder einfach quatschen. Hauptsache raus.

Da er überhaupt keine Bemühungen in eure Beziehung machen möchte, sondern die zu seiner Affäre vertiefen möchte, würde ich persönlich auch schnellstens alle relevanten Unterlagen sicher und mich anwaltlich beraten lassen.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft .

x 9 #6


F
@Tilly
Danke! Danke für die Ratschläge, ich habe tatsächlich schon einen Beratungstermin gemacht um meine Rechte zu kennen.
Ja, räumliche Trennung wäre gut, denke ich. Dann bricht aber wieder mein Herz, meine kleinen Kinder. Kein Papa mehr, der sie jeden Abend mit ins Bett bringt oder morgens in den Kindergarten..und mir gehört das Haus nur zur Hälfte, ich bin darauf angewiesen, dass er da mitgeht, denn ich kann ihn nicht aus seinem eigene Haus rausschmeißen.

x 2 #7


T
Es tut mir sehr leid was Du gerade durch machst.Fühl Dich gedrückt
Wie stellt Er sich das mit der trennung vor? Einfach alles so weiter laufen lassen und er geht einfach mal zwischendurch zur Geliebten ? Oder hat Er schon Pläne?

x 1 #8


Waldfee47
Hallo liebe Freya,
was bei mir beim Lesen u.a. hängen blieb war, dass Ihr nicht verheiratet seid, er Dir aber im Oktober einen Heiratsantrag gemacht hat.
Kann es sein, dass er sich enger binden möchte und Du dazu nicht bereit bist und er sich daher "fremd verliebt" hat?
Bzw., dass er verletzt ist, weil Du nicht heiraten willst?
Liebe Grüße und viel Kraft für alles,
Waldfee

#9


T
Zitat von Freya21:
habe tatsächlich schon einen Beratungstermin

Sehr gut. Selbst handeln stärkt dich, auch wenn es sehr schwer ist.
Zitat von Freya21:
und mir gehört das Haus nur zur Hälfte, ich bin darauf angewiesen, dass er da mitgeht, denn ich kann ihn nicht aus seinem eigene Haus rausschmeißen.

Vielleicht findest du eine andere Möglichkeit Mal raus zu kommen. Kannst du Mal übers Wochenende zu deinen Eltern oder Freunden? Mit oder ohne Kinder. Aber du brauchst etwas Abstand.

x 1 #10


Sonnenschein85
Das tut mir sehr leid. Du wirkst sehr reflektiert und gehst wie ich finde sehr gut mit der Situation um, indem du sie in ihrer Gesamtheit bewertest.

Wahrscheinlich wie er auch sagt, will er den Weg mit der neuen Frau austesten. Und natürlich du hast recht, Leichtigkeit vergeht.

Allerdings ob es für dich gut ist in der hoffnungsvollen Warteposition zu verharren? Ich denke, da würdest du sehr an deine Grenzen kommen.

Ich befürchte du musst es leider erstmal akzeptieren wenn er geht und versuchen dich auf dich und die Kinder zu fokussieren.

Das wird schwer, ja.
Du wirst viel Kraft brauchen. Ich hoffe, deine Freunde oder die Familie steht dir bei.

x 3 #11


K
Zitat von Freya21:
Dazu muss man sagen, dass ich ihm immer ermöglicht habe, zwei mal im Jahr ohne uns mit Kumpels z.B in den Skiurlaub zz fahren. Insgesamt habe ich neben meines Berufs die meiste Care Arbeit übernommen. Immer mit dem Gefühl ihm den Rücken frei zu halten



Wieso opfern sich eigentlich so viele Leute für den Mann auf? Ist er ein Kleinkind?

Es sollte genau umgekehrt sein- der Mann sollte die Familie leiten, supporten und führen! Nicht die Frau. Du warst zu sehr in der maskulinen Energie, er fühlte sich vermutlich bemuttert wie ein Kind.

x 3 #12


H
@Freya21 ich kann mir natürlich vorstellen, dass er dich tatsächlich (noch) liebt...und klar, einfach alles mit der Zeit zu eingefahren wurde, wie das eben oft so ist in langjährigen Beziehungen.

Die Neue ist erstmal deshalb so leicht, weil alles neu ist und beflügelt.

Ich glaube schon, dass man zwei Menschen lieben kann. Ich habe das auch schon im Umfeld mitbekommen - gerade in Affären, wenn sich jemand nicht entscheiden konnte. Tiefe, vertraute Liebe oder neue, prickelnde.

Dass man sich fremdverliebt kann, wie du auch schon angedeutet hast, leider vorkommen. Einerseits hilft es dir selbst wohl ein stückweit zu erkennen, dass das passieren kann, ohne den anderen zu verteufeln...Gegen Gefühle kann man leider nichts....Andererseits begibst du dich mitunter durch dein Verständnis in eine ungesunde Warteposition.

Von aussen liest es sich seinerseits schon recht egoistisch. Vor allem sich dieses Hintertürchen offen zu lassen. Wenn das mit der Neuen nicht klappt, dann gehe ich eben zurück zur Vertrauten. Natürlich könnte er sich auch für sie entscheiden und irgendwann bemerken, dass doch du seine große Liebe bist.

Die Frage ist nur, inwieweit kannst und willst du das so aushalten/mitmachen?

Du warst davor schon nicht mehr wirklich glücklich. Hast dich oft allein gelassen gefühlt. Leider tendiert man dazu zu romantisieren wenn eine tragende Säule wegbricht. Diese war allerdings ganz schön am bröckeln und nicht so stabil wie man sich das einredet. Nun ist sie eingestürzt, mit hartem Aufknall.

Die Situation mit der gemeinsamen Praxis ist hart. Da sehe ich die größte Schwierigkeit, weil ihr euch nicht wirklich aus dem Weg gehen könnt.

Denn genau das wäre jetzt wohl das Beste. Raus, weg, Abstand. Gibt es wenigstens privat die Möglichkeit das zu ändern? Sich räumlich zu trennen? Das jeder auch mal weiß wie es tatsächlich ohne den anderen ist?

Und mit der Zeit eine Lösung bezüglich der Praxis zu finden?

Momentan scheint ihr auch keinen gemeinsamen Nenner im Gespräch zu finden. Abstand, wie auch immer machbar, wäre die beste Lösung.

Seid ihr gebunden durch gemeinsame Immobilie? Er sollte eigentlich direkt ausziehen. Somit könntet ihr euch, vor allem du dich erstmal sammeln.

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Sienna
Zitat von Freya21:
Ich will die blöde Hoffnung loswerden, ich will meine Tür zuschmeißen

Dafür ist vielleicht einfach noch nicht der richtige Zeitpunkt. Es reicht, wenn du dir im ersten Moment klar bist, was du willst und was nicht. Die Hoffnung kann ja im Hintergrund da sein. Aber so wie er im Moment agiert, oder eigentlich dich auch früher behandelt hat, möchtest du es doch gar nicht. Du kannst hoffen, dass er sich ändert, dass ihr wieder zueinander findet. Aber nicht nur zu seinen Bedingungen nicht wahr? Du darfst mitbestimmen. Und ja natürlich hast du Angst vor Verlust. Aber was verlierst du wirklich?

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F
Zitat von Knallers:
Wieso opfern sich eigentlich so viele Leute für den Mann auf? Ist er ein Kleinkind? Es sollte genau umgekehrt sein- der Mann sollte die Familie ...

Danke für die Rückmeldung. Ich denke darüber nach, so habe ich es noch nicht gesehen..nur denke ich erstmal nicht in so stereotypen Mann/Frau Kategorien. Ich finde beide sollen für einander da sein und meine Sichtweise war, es geht ihm nicht gut, ich supporte ihn. Was ich mir aber annehme, ist das aufopfern. Ich denke wirklich, ich habe mich zu sehr zurückgestellt

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A


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