Zitat von MaxPower: Trotzdem habe ich ihr alles ermöglicht. Wie gesagt. Sie war nicht meine Frau und ich habe mein Eigentum mit ihr geteilt.
Wobei das ja grundsätzlich Standard ist, hüben wie drüben. Das macht den Betrug weder besser noch schlimmer, ist aber entscheidend für dein Denken nach dieser Geschichte. Was du ihr ermöglicht hast, was du bezahlt hast, ist für ihre Gefühle erstmal sekundär. Und wenn sie das Gefühl hatte, mit deinem Bruder in deinem Haus zu schnackseln, dann erst recht. Ich verstehe deinen Zorn, aber versuche, vom Gedanken eines
Beziehungskontos wegzukommen - Kontobewegungen kannst du kontrollieren, Menschen nur zu einem kleinen Teil. Der Frust darüber, trotz finanziellen Einsatzes betrogen worden zu sein, wird gerne mal chronisch, das sollte er aber nicht. Egal, was du ihr vorher ermöglicht hast: Die Entscheidung zu dem, was sie getan hat, ist singulär. Weiß der Geier warum sie gehandelt hat wie sie gehandelt hat, aber eine Erklärung, noch dazu eine, die für dich persönlich logisch ist, wirst du, da lege ich meine virtuelle Hand ins Feuer, weder von ihr noch von ihm jemals bekommen. Es ist hart, gerade bei der großen Liebe, aber richte dich darauf ein, mit einem großen "Vielleicht" oder "Warum?" zu leben.
Ihre Beweggründe sind
ihre Beweggründe, und
du hast genug zu tun damit, mit dem Scherbenhaufen klar zu kommen, der übrig geblieben ist. Lade dir nicht noch mehr auf.
Zitat von MaxPower: Dem betrogenen Part darf man Fehler eingestehen.
Man darf jedem Fehler eingestehen. Die Grenze ziehen wir persönlich - In Trennungen handelt selten auch nur ein Part fehlerfrei, und bis zu einem gewissen Grad ist das nicht nur völlig logisch, sondern sogar einkalkuliert. Schau dich hier im Forum an - Menschen eskalieren in ganz unterschiedlichen Facetten. Jeder anders. "Fehler" sind da nicht das Problem, so lange sie nicht chronisch werden - Dieser Schritt zur Verarbeitung kommt, teilweise hast du ihn schon getan. Und teilweise musst du auch, immerhin sind Kinder im Spiel und damit einerseits eine dauerhafte Verantwortung deinerseits und andererseits eine dauerhafte Verbindung zu ihr. Irgendwo in diesem Wust an Wut, Enttäuschung, Verletzung, Trauer, Liebe und und und führt ein Weg hinaus. Und den findest du.