@Rheinländer , ich habe hier natürlich nicht genau geschrieben worum es geht, aber... du kannst davon ausgehen, dass ich nicht jeden Tag mit irgendwelchen Lappalien ankomme, deren Brisanz nur ich sehe und mit denen ich meinen Mann nerven möchte.

Es handelt sich um etliche Themen, die absolut uns beide betreffen oder unsere Familie und die mittlerweile - wegen ihm - zum Teil seit Monaten und Jahren aufgeschoben wurden... teils mit erheblichen Konsequenzen.
Für mich persönlich tatsächlich unerträglich, das gebe ich zu. Ich kenne prokrastinieren vom Hausaufgaben Machen oder Seminararbeiten Schreiben an der Uni, wirklich wichtige, essenzielle Dinge habe ich aber noch nie aufgeschoben. Das macht mir viel zuviel Stress.
Mein Mann dagegen... hat die Ruhe weg. Er weiß schon dass die Themen wichtig sind/wichtig wären. Andere schütteln da auch nur den Kopf.
Und trotzdem probiert er es auf die gleiche Weise wie seine Mutter, die immer alles "ausgesessen" und komplett verdrängt hat... die hatte zum Teil nur mehr Glück als Verstand.
Nur so als Beispiel - mein Mann könnte einen 20 cm großen Tumor aus dem Körper stehen haben... und er würde NICHT zum Arzt gehen und sich mit Händen und Füßen gegen einen Termin wehren. Sehr konsequent und beharrlich. (Und nein, er ist nicht suizidal... er will eben einfach nur sehr vieles nicht... aus Prinzip ?!)
Als er im vergangenen Juni ('23) eine Sepsis hatte musste ich ihm mit Scheidung drohen und mir alles mögliche an den Kopf werfen lassen bis ich einen Rettungswagen für ihn bestellen durfte - er hatte 41 Fieber, Fiebersenker wirkungslos, war nicht mehr gehfähig (zum Glück aber noch ansprechbar) und es war höchste Eisenbahn.
Die Blutwerte waren schon ziemlich schlecht, einen Tag später und die Sache wäre verdammt übel ausgegangen. (Er hatte eh schon zwei Tage zu lange gewartet aber da war einfach nichts zu machen.)
Also... ich weiß nicht, ich kann hier das alles nicht wirklich noch detaillierter und noch persönlicher schildern, aber geh einfach mal davon aus... ich bin keine nervige Partnerin. Am liebsten hätte ich selbst dauerhaft meine Ruhe... mir ist gar nicht daran gelegen, irgendjemanden mit irgendetwas unwichtigem zu langweilen... Absolut nicht. Da hätte ich genügend anderes zu tun, das viel wichtiger wäre...
Trotzdem vielen Dank für deinen Input

ich will mit meiner Antwort auch ganz sicher nicht sagen, dass ich frei von Fehlern wäre - selbstverständlich bin ich das nicht. Nur speziell dieser Punkt ist so einer... da hat er wirklich massive Probleme, die aber schon lange vor unserer Beziehung bestanden. So habe ich ihn damals schon kennengelernt - habe das Ausmaß der Problematik damals nur massiv unterschätzt, aber natürlich waren es mir 18 Jahren einfach auch ganz andere (und tatsächlich teils viel weniger wichtige) Themen als mit 42 - mit Haus, Hof, Kindern usw....