Zitat von juliet:guten Morgen, nochmal für mich zum Verständnis: der Ehemann und die TE haben am Anfang der Beziehung 4 jahre eine on / off geschichte gehabt und der mann hat sich dann aber für die TE entschieden, Mit ihr eine Familie gegründet und ist seither 12 jahre treu und an ihrer seite. richtig?
Ja genauso ist es. Ich habe unsere Beziehung daher schon in den Grundfesten angeschlagen.
da ist ein fremdeln (bildertausch, klare orientierung nach außen, küssen) des einen selbstverständlich schmerzhaft und ein Vertrauensbruch. gerade nach einer so langen Zeit der festen Beziehung. Ich glaube, das braucht man auch nicht mit einer Sache von vor 16 Jahren aufwiegen - das ist doch sehr alttestamentarisch... oder gab es da noch etwas aktuelles, was ich jetzt überlesen habe?
Nein, du hast alles genau richtig erfasst und zusammengefasst.
also ein Vertrauensbruch ist da!
Dennoch glaube ich, TE, dass dein Muster eben das >>unzulänglich sein<< ist auch wenn du vieles Von dem, was du geschrieben hast, versuchst zu relativieren.
es wird doch deutlich, dass du in der Rolle der Unzureichenden, der Büßerin feststeckst.
Das ist schon möglich. Ich denke, es ist perse nichts ungewöhnliches, dass ein Part vermeintlich stärker ist, die Frage ist nur, wie damit umgegangen wird. Im Grunde haben wir einen sehr respektvollen Umgang. Heute macht alles viel mehr Sinn. Wir haben über alles gesprochen und vieles aus anderen Blickwinkeln betrachtet. Mein Mann gibt auch ohne Auslass seine Fehler zu und sagt es täte ihm leid, dass unsere Rollenverteilung solche Ausmaße angenommen hat. Er ist allem bei mir und wird sind auf einer so guten Basis angekommen, dass eine Scheidung einfach unmöglich (zumindest für mich) erscheint.
Ich finde auch das aufwiegen, er betrügt 4 Jahre und ich knutschen rum, schwierig, denn es ändert ja nichts, dass er wirklich ernsthaft tief verletzt ist. In einem
Verständnis von Fairness mag das vielleicht relevant sein, aber es geht hier um die eigenen Gefühle und es nicht so, dass mein Mann nicht verzeihen möchte. Er muss immer wieder daran denken, dass ich mich soweit (Emotional auch wenn nur zur Bestätigung) auf jemand anderes einlassen konnte. Ich verstehe ihn. Ich verstehe ihn wirklich. Ich möchte ihm und uns helfen das zu schaffen. Darum geht hier im wesentlichen. Können wir das schaffen und wie?
Ich danke dir sehr für deine Worte.