Zitat von Stephan80:Jetzt werde ich "in die Plicht" genommen, was mich einfach oft überfordert.Ich liebe sie und möchte sie glücklich machen, aber das stellt mich oft vor eine unlösbare Aufgabe.
Alter, das ist DEINE Interpretation der Situation! Du bist weder für ihre Angst und Unsicherheit noch für ihr Wohlbefinden verantwortlich. Wenn Du Dir diesen Schuh trotzdem anziehst, ist das alleine DEINE Entscheidung. Anscheinend gehst Du dabei auch noch über eigene Grenzen hinweg, sonst würde es Dir auf Dauer nicht so einen Leidensdruck machen.
Und bitte - vergiss diese Hollywood-Klischee-Kacke von wegen "ich will sie glücklich machen". Das ist nicht DEINE Aufgabe, denn das kann sie nur für sich alleine. Und wenn Du es trotzdem tust, dann hast das mit Sicherheit auch bestimmt Gründe, die wiederum mit bestimmten Bedürfnissen deinerseits zusammenhängen (Selbstwerterhöhung lässt grüßen). Wenn Du sie glücklich machst, bist Du der großer Retter, der Ritter auf dem weißen Pferd und was noch alles. Zu dumm, wenn man(n) dann an Aufgaben scheitert, für die man(n) eigentlich gar nicht zuständig ist. Darum: Bevor Du Dich um andere kümmerst, kümmere Dich erstmal um Dich selbst und kehre vor der eigenen Haustür!
Zitat von Stephan80:ich bin trockener Alk.
Es wird ja immer besser. Unter diesen Umständen solltest Du das Spielchen doch eigentlich kennen!
Alk. ist auch nur eine kurzfristig positive Konsequenz, um sich für ein paar Stunden besser zu fühlen. Die kurz- und längerfristigen NEGATIVEN Konsequenzen interessieren dabei nicht - bis es auf einmal eben nicht mehr geht. Selbes Muster - merkste selber, neee!? Wäre mal wieder Zeit für eine Neuauflage der persönlichen Inventur - Schritt Nr. 4!
Und noch was: Merkst Du eigentlich, dass Du Dich dabei in was reinschraubst, was mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit früher oder später dazu führt, dass Du wieder zur Flasche greifst? Das ist nicht die Art von Rückfallvorsorge, um die es geht, sondern die Neuauflage eines alten Musters, das Dich wahrscheinlich schon sehr lange begleitet.
Erinnere Dich:
Gib mir die Kraft, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann, die Gelassenheit, die Dinge zu akzeptieren, die ich nicht ändern kann und die Weisheit, beides voneinander zu unterscheiden.