ultimatep
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ich weiß nicht, woher es kommt, sei es meine Erziehung oder eines meiner verschiedenen erlebten Traumata, aber ich bin ein extrem rational-pragmatischer Mensch und habe wohl große Probleme meine Gefühle zu zeigen bzw. zu verstehen. Bis es einfach nicht mehr geht und alles überläuft: Ich hatte in der Vergangenheit Panik, davon einmal so schlimm und überraschend, dass ich dachte ich sterbe gerade, bis mir die Rettungssanitäter sagten, es sei eine Panikattacke. Dies war zu einer Zeit in der ich massivste berufliche Probleme hatte und meine Partnerin half mir extrem durch diese schwere Zeit und ich bin ihr unendlich dankbar dafür.
Nach fast sieben Jahren hat sie sich nun von mir getrennt. Der Hauptgrund ist, dass sie etwas von mir benötigt, etwas das ich sage oder tue, damit es ihr in schweren Zeiten besser geht. Ich weiß aber nicht was es ist und sie kann es mir auch nicht sagen. Es habe aber wohl mit meiner Unfähigkeit zu tun, Gefühle auszudrücken. Und letztendlich bin ich nun daran gescheitert zu versuchen, ihr zu geben was sie benötigt und ihr zu zeigen, dass ich sie liebe, auf eine Art die sie versteht und wahrnehmen kann.
Dies führte schon einmal vor ein paar Jahren zu einer fast-trennung, aber sie hatte es sich dann doch anders überlegt in der Hoffnung, wir könnten dies so weit ausarbeiten, dass wir dieses gegenseitige Unverständnis lösen könnten.
Aktuell hat sie alle ihre Sachen zusammengepackt, die nun bereitstehen um morgen von ihr und ihrer Familie umgezogen zu werden. Ich werde ihr beim umziehen helfen und mich dann von ihrer Familie und von ihr verabschieden so gut ich kann. In ein paar Monaten wollen wir uns mal zusammenreden und schauen ob und welche Art von Kontakt wir haben können. (Natürlich wünsche ich mir dass wir dann wieder zusammenkommen, was sie auch nicht ausschließt, aber natürlich weiß ich auch, dass das nicht gut für mich ist und, ja, vielleicht auch nicht gut für sie).
Ich habe ihr bereits gesagt, dass ich ihr so sehr wünsche, dass sie findet wonach sie sucht und benötigt um glücklich zu sein. Und ich meinte das auch ernst. Ich wünsche ihr nur das allerbeste. Gleichzeitig bedeutet sie mir so unsagbar viel, und wir haben über die Jahre so viel durchgestanden und miteinander erlebt, dass es verdammt weh tut.
Zu meiner Unterstützung habe ich ein paar oberflächliche Freundschaften, mit denen ich über das Thema nicht wirklich reden kann und ein Familienmitglied, das mich zum Glück etwas abfängt.
Ich, der seine Gefühle gerne unterdrückt, bin im Moment einfach nur unendlich traurig und mittlerweile wütend auf mich selbst, dass ich nicht härter an mir und an uns gearbeitet habe. Soweit, dass ich aktuell nicht arbeitsfähig bin, weil ich entweder weine oder mich bemühen muss, keine Panikattacke zu bekommen. Ich weiß, dass jeder nach der schnellen Lösung sucht und sie nicht findet, weil es keine gibt. aber vielleicht habt ihr ja irgendeine Unterstützung für mich. Ich wäre euch sehr dankbar.
