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Destruktive Beziehung - Verarbeitung, Folgen, Fragen

milano30

milano30


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Zitat von Käferfreundin:

Oh, extrem!
Ich gut bürgerlicher auf beziehungspulverfass meiner Eltern, die mir im Prinzip wenig erlaubten.

Was tust du, um zu dir selbst zu finden und das Loch im Herzen zu füllen? Hast du was herausbekommen über die Therapie?


Ich singe. Versuche wieder mehr zu unternehmen als noch vor ein paar Wochen. Ich möchte einen Improtheater Workshop machen. Meine Therapeutin meinte ich sei eine besondere Person, expressiv und das würde zu mir passen.

Ich habe auch schon wieder gedatet, aber das war meh... und eignet sich nicht Löcher zu füllen.

12.06.2019 16:30 • x 1 #16


Käferfreundin

Käferfreundin


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Zitat von milano30:


Ich singe. Versuche wieder mehr zu unternehmen als noch vor ein paar Wochen. Ich möchte einen Improtheater Workshop machen. Meine Therapeutin meinte ich sei eine besondere Person, expressiv und das würde zu mir passen.

Ich habe auch schon wieder gedatet, aber das war meh... und eignet sich nicht Löcher zu füllen.


Klingt nach einer sehr guten Vorraussetzung! Du bist nicht schüchtern und dazu kreativ! Von innen heraus das Herz flicken, genauso.

12.06.2019 16:36 • x 2 #17


milano30

milano30


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Danke süß von dir!

12.06.2019 16:45 • #18


mitsubi


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Ich bin auch mal an so einen Egozentriker geraten, viell mit narz Zügen des vulnerablen Typs. Die Beziehung war kurz und endete, weil herauskam, dass er mind emotional untreu, vermutlich aber auch körperlich untreu war. Er verhielt sich ziemlich ähnlich zu den typischen Beschreibungen über solche Menschen. Als gäbe es eine Schablone. Na ja, auf der Arbeit war es sehr stressig und er entzog mir meine restliche Energie. Nach dem Ende dachte ich, wie so viele, er sei ein armer Bindungsängstler und ich müsste ihn retten. Das versuchte ich mit psychoanalytischen Gerede. Er fand das eine Weile sogar gut; es ging ja um ihn
Ca 6 Monate waren wir im OnOff. War ich gerade etwas weg von ihm, kam er wieder an. Nennt man wohl hoovern. Nach dem halben Jahr setzte ich dem ein Ende, da ich vermutete, er könnte zweigleisig fahren.
Er meldete sich immer wieder, weil ich ihn nicht vollständig blockte. Ich zweifelte an meinem eigenen Verstand, warum ich diesen Typen nicht loslassen konnte. Alles recht klassisch also für sowas.
Na ja, ich fasse mal zusammen:
Nachdem er sich mit mir treffen wollte, stellte sich über Umwege heraus, dass er wahrscheinlich tatsächlich schon wieder jemanden hatte. Ich tat etwas, was ich noch nie tat, meine Mutter mir schon Monate zuvor empfahl und kontaktierte seine Ex. Von der erzählte er oft.
Es stellte sich heraus, dass er mit ihr sowie mit Frauen vor ihr und nach ihr das Gleiche anstellte. Er hat immer mehrere Frauen und er hat es auch bei ihr nicht sein lassen können, obwohl sie ihm wohl wirklich sehr wichtig war. Als sie ihn konfrontierte, warf er sich heulend auf den Boden und wimmerte zusammen gekauert, dass er nur mit den Frauen spiele. Es ginge ihm nur um Bestätigung, nicht um S. Wenn er glaubt, er habe sie für sich erobert, habe er das Spiel gewonnen.
Seine Ex erzählte mir viele Geschichten und es kam raus, wie krass er lügt und Stories erfindet.
Für mich war das alles sehr heilsam, weil ich verstand, dass es nie um mich ging und ich fast nichts falsch gemacht habe. Mein Fehler war, nicht auf mein Bauchgefühl zu hören und meine Aufgabe, den Grund dafür zu finden.

Die Geschichte ging noch ein bisschen weiter, aber das tut nichts zur Sache. Wirklich wichtig war einfach zu verstehen, dass er ist wie er ist. Er war schon vor mir so und er wird es auch weiterhin sein. Ich brauche nur zu verstehen, dass er einen Schaden hat. Er weiß nicht, was ich alles weiß und er meldet sich manchmal noch. Es juckt mich nicht.
Viel wichtiger zu verstehen war aber, dass ich selbst entscheide, wer mich verletzen kann. Ich seh mich nicht mehr als sein Opfer und glaube, dass so eine Story mal nötig war um mich aufzuwecken. Manche lernen es eben nur auf die harte Tour; zu denen gehöre ich und Du vermutlich auch.

12.06.2019 16:55 • x 2 #19


Käferfreundin

Käferfreundin


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Ohne es genau zu wissen, aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass meiner genauso unterwegs war wie dein Ex @mitsubi
Und mir fällt auf, vielleicht weil ich aber nun auch schon fast zwei Jahre getrennt bin, mir diese kranken Verhaltensweise von diesen Menschen reinzuziehen, mich damit erneut zu beschäftigen, bringt mich sofort schlecht drauf.
Das ist eigentlich eine sehr gute Erkenntnis.
Gleich mal was schönes machen und ein Eis essen

12.06.2019 17:02 • #20


mitsubi


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1985
Zitat von Käferfreundin:
Ohne es genau zu wissen, aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass meiner genauso unterwegs war wie dein Ex @mitsubi
Und mir fällt auf, vielleicht weil ich aber nun auch schon fast zwei Jahre getrennt bin, mir diese kranken Verhaltensweise von diesen Menschen reinzuziehen, mich damit erneut zu beschäftigen, bringt mich sofort schlecht drauf.
Das ist eigentlich eine sehr gute Erkenntnis.
Gleich mal was schönes machen und ein Eis essen



Also ist es bei Dir auch sommerlich genug für ein Eis? Ich lebe wohl am falschen Fleck; ich hole mir lieber gleich einen Eintopf
Wenn es noch triggert, dann mal schnell weg vom Thema. Mit mir stellt das Thema rein gar nichts mehr an.
Guten Appetit

12.06.2019 17:07 • x 1 #21


Käferfreundin

Käferfreundin


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Zitat von mitsubi:
Also ist es bei Dir auch sommerlich genug für ein Eis

In der Wohnung ist es kalt aber draußen regnerisch und warm... kein Traum aber Eis geht ja bekanntlich immer

12.06.2019 17:09 • x 1 #22


milano30

milano30


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Zitat von mitsubi:
Ich bin auch mal an so einen Egozentriker geraten, viell mit narz Zügen des vulnerablen Typs. Die Beziehung war kurz und endete, weil herauskam, dass er mind emotional untreu, vermutlich aber auch körperlich untreu war. Er verhielt sich ziemlich ähnlich zu den typischen Beschreibungen über solche Menschen. Als gäbe es eine Schablone. Na ja, auf der Arbeit war es sehr stressig und er entzog mir meine restliche Energie. Nach dem Ende dachte ich, wie so viele, er sei ein armer Bindungsängstler und ich müsste ihn retten. Das versuchte ich mit psychoanalytischen Gerede. Er fand ...


Krasse Geschichte! Ich kann mir vorstellen, wie heilsam so was sein kann. Ich würde mir für mich auch so eine Bestätigung wünschen. Es klingt bizarr, aber das würde mir etwas von dem Schmerz nehmen.

Zumindest weiß ich, dass wenn ich es drauf angelegt hätte, er sie mit mir in der Anfangszeit besch. hätte. Aber da wollte ich nicht mehr und habe die Reissleine gezogen. Habe ihm quasi den Ar. gerettet. Er müsste mir eigentlich dankbar dafür sein.

12.06.2019 18:25 • #23


mitsubi


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Zitat von milano30:

Krasse Geschichte! Ich kann mir vorstellen, wie heilsam so was sein kann. Ich würde mir für mich auch so eine Bestätigung wünschen. Es klingt bizarr, aber das würde mir etwas von dem Schmerz nehmen.

Zumindest weiß ich, dass wenn ich es drauf angelegt hätte, er sie mit mir in der Anfangszeit besch. hätte. Aber da wollte ich nicht mehr und habe die Reissleine gezogen. Habe ihm quasi den Ar. gerettet. Er müsste mir eigentlich dankbar dafür sein.



Na ja, im Grunde kannst Du Dir die Bestätigung über seinen Charakter ja selbst geben. Wenn er Deiner Meinung zum beschriebenen Typus gehört, kannst Du einiges aus all den vielen Geschichten über solche Menschen quasi übernehmen.
Dafür müsste aber sowas wie eine Entkopplung stattfinden zwischen Dir und ihm. D.h. auch den Anspruch beiseite legen, Du hättest einen besonderen Einfluss auf ihn ausüben können. Wahrscheinlich werden das schon Frauen vor Dir gedacht haben und auch nach Dir wird das passieren.
Du kannst jetzt noch weitere Zeit grübeln, was da mit ihm los ist. Er weiß es vielleicht selbst nicht und wenn, wird er es Dir nicht sagen. Deine Zeit auf der Uhr tickt unaufhaltsam Richtung Exitus. Überleg Dir dreimal, ob er die Zeit wert ist oder ob es ggf besser wäre, die Zeit für Dich zu nutzen.

12.06.2019 18:42 • x 1 #24


Fahrenheit


Ich geselle mich mal dazu und möchte sagen, dass dies hier ein sehr sehr interessantes und tiefgehendes Thema ist! Danke @milano30 für deine Gedanken.

Zitat von Käferfreundin:

Klingt nach einer sehr guten Vorraussetzung! Du bist nicht schüchtern und dazu kreativ! Von innen heraus das Herz flicken, genauso.


Und @Käferfreundin, was tust du, um zu dir selbst zu finden und das Loch im Herzen zu füllen?

Noch eine weitere Frage dazu, genügt das denn den Co Abhängigen, wenn sie etwas für sich gefunden haben, worin sie aufgehen? Bewahrt das zukünftig und dauerhaft vor solchen egozentrischen Typen?

Zitat von Käferfreundin:
Auch jemand, der keine Grenzen akzeptiert in befreiendem Kontrast zum Elternhaus? Ging mir so...


Das kenne ich, dieses Gefühl die Art zu leben einerseits zu verteufeln, es als unverantwortlich und egoistisch abzutun aber es andererseits auch zu bewundern und sich dabei zu ertappen, wie man es selbst gerne auch teilweise so leben würde...

@Käferfreundin, würdest du auf den zweiten Teil "im befreienden Kontrast zum Elternhaus" nochmal näher eingehen und erklären, bitte?

12.06.2019 18:58 • #25


Halifax


Wenn man sich manche " Pick up - Videos" und " Frauen beglücken - videos " im Netz anschaut, kann man jedenfalls voraussagen, dass immer neue Männer dieser Sorte herangezüchtet werden.

12.06.2019 20:01 • x 1 #26


Käferfreundin

Käferfreundin


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Zitat von Fahrenheit:
Und @käferfreundin, was tust du, um zu dir selbst zu finden und das Loch im Herzen zu füllen?

Hallo Fahrenheit!
Ich mache (auch) den Schritt nach vorne und gehe für mich sehr contraintuiv, nämlich aktiv, auf Leute zu. Ich habe seit der Trennung sehr viele nette Menschen kenngelernt, wobei ich sagen muss, dass ich mich noch zu verletzt fühle, um da einen Mann in meine Nähe zu lassen. Dann bin ich das letzte Jahr häufig alleine verreisen gewesen, ich buche mir Kurse oder gehe auf Veranstaltungen. Ich habe meine Wohnung renoviert. Soviel zum Aussen. Zum Innen bin ich grade dabei, mir eine Therapie zu organisieren.
Zitat von Fahrenheit:
Noch eine weitere Frage dazu, genügt das denn den Co Abhängigen, wenn sie etwas für sich gefunden haben, worin sie aufgehen? Bewahrt das zukünftig und dauerhaft vor solchen egozentrischen Typen?

Ich denke, dass die Erfahrung extrem prägend ist, ich hatte ja 7 Jahre das Vergnügen. Wenn mir heute jemand eine nur annähernd ausweichende Antwort auf ein verbindliches Thema gibt, bin ich sofort raus. Die Erfahrung habe ich schon gemacht, ich rieche solche Typen meiner Meinung nach 50 Meter gegen den Wind. Auch so jungenhafte Schaumschläger
sehe ich heute anders. Niemand muss gerettet werden, das habe ich begriffen.
Ich glaube, das eigene Herz wieder zu "fühlen", das könnte man auch statt "füllen" auch sagen. Meint aber etwas anderes.
Denn wenn man wieder spürt, dass man eine Person mit Ansprüchen, Schmerzen, Bedürfnissen ist, die berechtigt sind, dann ist das viel wert.
In der Beziehung fühlte ich mich dieser nicht berechtigt und habe sie dementsprechend nicht ernst genommen, angezweifelt, dem anderen mich quasi überlassen. Das endlich mal zu reflektieren, ist glaube ich, sehr gut, um sich zu schützen.

Zitat von Fahrenheit:
Das kenne ich, dieses Gefühl die Art zu leben einerseits zu verteufeln, es als unverantwortlich und egoistisch abzutun aber es andererseits auch zu bewundern und sich dabei zu ertappen, wie man es selbst gerne auch teilweise so leben würde...

Ja, so ist es, anfänglich war ich auch begeistert von diesem Freiheits- und Autonomiegeist. Und ab und an ist das auch super, abenteuerlich. Aber bei einem Egozentriker, und bei meinem Exemplar kommt noch vollkommene Empathiebefreiung dazu, wenn dem nichts heilig ist, dann bist du ihm auch nicht heilig.
Es gab mehrere Situationen, die sogar lebensgefährlich waren. Mein Vertrauen war völlig unangebracht.
Und das brachte ich mit aus einem mich überprotegierenden Elternhaus. Hmm .. näher darauf eingehen...Es war dort emotional repressiv, aber verlässlich und ich bin nicht grade zur Unabhängigkeit erzogen worden, wenn man das hart sehen will.
Also, nicht verwechseln bitte, ich lebe alleine seit ich 20 bin und verdiene seit dem eigenes Geld usw. Ich meine so eine emotionale Unabhängigkeit. Man war für jeden Käse da verantwortlich, ein Zwangsjackengefühl.

Wie kommst Du selbst zu dem Thema, hattest Du eine solche Beziehung?

12.06.2019 20:13 • x 2 #27


Amyontour

Amyontour


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Puhhh..... @Käferfreundin , ich habe auch so eine Beziehung hinter mir....
Ich sah und sehe mich nicht als Opfer, dennoch wurde meine allgegenwärtige Gutmütigkeit ausgenutzt.
Mein Elternhaus war vorbildlich erwartungsvoll .... ich habe die zwei bis heute nicht streiten gesehen.... Scheinheiligkeit und Kommunikationslosigkeit pur.
Das schadet, ist aber nicht etwas was ich heute meinen Eltern anlaste, sie haben ihr bestes gegeben.

Nur ich kann heute zwei Jahre nach Trennung immernoch nicht begreifen was da passiert ist, wir haben noch ein Kind zusammen und er erreicht mich immer.
Ich bin mittlerweile an einem Punkt mich selbst für beziehungsunfähig zu halten...

Liebe Grüße
Amy

12.06.2019 21:32 • x 1 #28


Karenberg


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Im Narz. Thread habe ich es öfter erwähnt. Youtube:
Melodias Narzismus
Phönix life coaching

Beide waren selber betroffen.

Sie erklären es von innen heraus. Das prägt sich gut ein.
Ist ein Versuch wert.

12.06.2019 21:45 • x 2 #29


Fahrenheit


Danke @Käferfreundin für deine ausführliche Antwort.

Zitat von Käferfreundin:
Hallo Fahrenheit!
Ich mache (auch) den Schritt nach vorne und gehe für mich sehr contraintuiv, nämlich aktiv, auf Leute zu. Ich habe seit der Trennung sehr viele nette Menschen kenngelernt, wobei ich sagen muss, dass ich mich noch zu verletzt fühle, um da einen Mann in meine Nähe zu lassen. Dann bin ich das letzte Jahr häufig alleine verreisen gewesen, ich buche mir Kurse oder gehe auf Veranstaltungen. Ich habe meine Wohnung renoviert. Soviel zum Aussen. Zum Innen bin ich grade dabei, mir eine Therapie zu organisieren.
An dem Punkt mit der Therapie bin ich auch gerade, die Veränderungen im Außen gestalte ich schon eine ganze Weile neu, es macht Spaß aber es ist auch manchmal zermürbend, Menschen kommen und Menschen gehen, nichts ist beständig, jeder hat irgendwie soviel mit sich selbst zu tun, nur ganz wenige schaffen es eine Konstanz und Kontinuität aufzubauen.

Ich denke, dass die Erfahrung extrem prägend ist, ich hatte ja 7 Jahre das Vergnügen. Wenn mir heute jemand eine nur annähernd ausweichende Antwort auf ein verbindliches Thema gibt, bin ich sofort raus. Die Erfahrung habe ich schon gemacht, ich rieche solche Typen meiner Meinung nach 50 Meter gegen den Wind.
Genauso ist es, das kann ich absolut unterschreiben, manchmal frage ich mich, ob ich nicht sogar zu voreilig urteile und dem Menschen nicht erstmal eine Chance geben sollte, dann aber wiederum bekomme ich solch ein schlechtes Bauchgefühl, dass dieses mich gar nicht anders handeln lässt als zu laufen.
Auch so jungenhafte Schaumschläger
sehe ich heute anders. Niemand muss gerettet werden, das habe ich begriffen.
Ich glaube, das eigene Herz wieder zu "fühlen", das könnte man auch statt "füllen" auch sagen. Meint aber etwas anderes.

Denn wenn man wieder spürt, dass man eine Person mit Ansprüchen, Schmerzen, Bedürfnissen ist, die berechtigt sind, dann ist das viel wert.
In der Beziehung fühlte ich mich dieser nicht berechtigt und habe sie dementsprechend nicht ernst genommen, angezweifelt, dem anderen mich quasi überlassen. Das endlich mal zu reflektieren, ist glaube ich, sehr gut, um sich zu schützen.Dieser letzte Absatz von dir, sagt eigentlich alles!Dies zu reflektieren und zu verstehen, schützt wohl zukünftig am besten vor toxischen Beziehungen


Ja, so ist es, anfänglich war ich auch begeistert von diesem Freiheits- und Autonomiegeist. Und ab und an ist das auch super, abenteuerlich. Aber bei einem Egozentriker, und bei meinem Exemplar kommt noch vollkommene Empathiebefreiung dazu, wenn dem nichts heilig ist, dann bist du ihm auch nicht heilig. Ich habe bei meinem immer gedacht, er hat keinerlei moralische Grenzen
Es gab mehrere Situationen, die sogar lebensgefährlich waren. Mein Vertrauen war völlig unangebracht.
Und das brachte ich mit aus einem mich überprotegierenden Elternhaus. Hmm .. näher darauf eingehen...Es war dort emotional repressiv, aber verlässlich und ich bin nicht grade zur Unabhängigkeit erzogen worden, wenn man das hart sehen will.
Also, nicht verwechseln bitte, ich lebe alleine seit ich 20 bin und verdiene seit dem eigenes Geld usw. Ich meine so eine emotionale Unabhängigkeit. Man war für jeden Käse da verantwortlich, ein Zwangsjackengefühl.

Wie kommst Du selbst zu dem Thema, hattest Du eine solche Beziehung?


Ja, 12 Jahre lang....
Beginnend mit einem märchenhaftem kennenlernen, himmelhoch jauchzend, rückblickend fingen auch schon in der Verliebtheitsphase die ersten Manipulationen seinerseits an, er habe soooo eine schlimme, unfaire und traurige Vergangenheit etc und bei mir entwickelte sich direkt mal der Helferdrang. Die Beziehung war gekennzeichnet von ständigen Hochs und Tiefs, eine gefühlsmäßige Achterbahn, Schuldumkehrung, Nähe /Distanz, Lug und Betrug aber irgendwann auch diese Vertrautheit, sich gegenseitig in und auswendig zu kennen, zu wissen, der Partner würde für einen sterben wenn es sein müsste, wahnsinnig guter S., Er, der sein Leben nie wirklich grade bekam, ich, die immer die verantwortungsvolle war und die Sicherheit in der Beziehung.

Der Knall nach 12 Jahren war befreiend aber hinterließ mich auch bis heute mit 1000 Fragen und es kommen immer wieder neue hinzu...
So gerne ich einen Haken dran machen würde, ich kann nicht.
Emotional und aus Angst schaffe ich scheinbar in keine neue Beziehung hinein, dazu kommen immer wiederkehrende Verhaltensweisen einer Co Abhängigkeit, die in einer Beziehung nunmal destruktiv sind.

12.06.2019 22:25 • x 1 #30




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