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wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

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Die heutige Impulsfrage

FrauDrachin
@Gast555 lach, ja...
Bis einem auffällt, dass man mit sich selber redet.
Es ist kein Gegenüber, es ist ein Spiegel. Nicht, dass das nicht nützlich wäre, trotzdem mit viel Vorsicht zu genießen.

x 1 #301


FrauDrachin
@Gast555 wie gehts dir denn?

x 1 #302


A


Die heutige Impulsfrage

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G
@FrauDrachin
... hat wieder alles hochgeholt, was ich immer wieder runtergedrückt habe und nicht in letzter Konsequenz wahrhaben wollte...
sitze da und heule und arbeite daran mich wieder zu beruhigen ohne es erneut nieder zu drücken sondern den Blick in den Spiegel des Erlebten auszuhalten. Ich habs halt leider wirklich erlebt und kanns nicht durch Wegdrücken ungeschehen machen ...

x 2 #303


FrauDrachin
Ich glaube, das ist genau, das gute am Spiegel...
Man kann immer und immer wieder reinschauen, aber auch wegschauen, wenn es einem gerade zu viel ist. Und dann kommt man später wieder. Der Spiegel ist genau dann und genau solange da, wie man reinschauen will. Bis es irgendwann nicht mehr weh tut.
Magst du erzählen, was gerade besonders schmerzt?

x 2 #304


G
...dass es mir passiert ist...dass so mit mir umgegangen wurde...dass ich so verraten wurde...dass es mich so verunsichern konnte...dass es mir noch immer so weh tut wenn ich es nicht wegdrücke....dass ich es nicht verhindern konnte...dass es als Makel an mir klebt ...
...dass ich es nicht einfach so abschütteln und glücklich neu leben kann...sondern heftig darum kämpfen muss wieder ein gutes Leben zu finden und noch immer wieder zurückrutsche in den Schmerz und mich schuldig fühle obwohl mir Unrecht getan wurde...dass ich das Muster erkenne und mich trotzdem noch nicht nachhaltig daraus befreien kann....
...dass ich weiss, dass nur ich selbst dafür sorgen kann, nicht daran verrückt zu werden und ich mich aber glücklich schätzen kann, Menschen zu "haben", die mir beistehen und mich verstehen...

x 5 #305


tlell
Nichts davon war deine Schuld. Du bist nicht verantwortlich für die Taten anderer. Was dir passiert ist, definiert dich nicht als Mensch. Du bist weder zu schwach noch zu dumm, weil du geliebt hast und versucht hast, es hinzubekommen. Es erfordert Mut, sich seinen Dämonen und seinem Schmerz zu stellen. Schmerz auszuhalten ist schwer. Immer wieder hinzusehen ist schwer. Sei stolz auf dich, dass du kämpfst. Du machst das gut. Alle deine Gefühle sind legitim. Du darfst dir Zeit nehmen, um das zu verarbeiten. trost spenden Kuss geben

x 5 #306


G
Zitat von tlell:
Nichts davon war deine Schuld. Du bist nicht verantwortlich für die Taten anderer. Was dir passiert ist, definiert dich nicht als Mensch. Du bist weder zu schwach noch zu dumm, weil du geliebt hast und versucht hast, es hinzubekommen. Es erfordert Mut, sich seinen Dämonen und seinem Schmerz zu stellen. Schmerz ...

Ich danke Dir so sehr für Deinen anhaltenden Beistand 😘

x 1 #307


tlell
Zitat von Gast555:
Ich danke Dir so sehr für Deinen anhaltenden Beistand

Du bist nicht alleine! Nie! Du darfst immer Tag und Nacht deine Hände ausstrecken und ich werde sie halten! Du schaffst das. Es geht vorbei!

x 3 #308


G
„Treffen sich zwei Wellen im Meer. Sagt die eine: ‚Du, ich glaube, ich löse mich gleich auf!‘ Sagt die andere: ‚Keine Sorge, du bist keine Welle, du bist Wasser.‘“

x 3 #309


G
Das ist dann wohl wieder sowas wie ein öffentlicher Tagebucheintrag. Ich lasse die Hosen runter und mache mich verletztlich. Daher würde mir wünschen, dass nur diejenigen von euch kommentieren, die mir wohlwollend gegenüberstehen (was mögliche Kritik nicht ausschließen soll).


Eigentlich ging es mir mit Schwankungen und den vielleicht nicht ganz untypischen Schmerzwellen im Schnitt doch langsam besser.
Und dann fing es an, dass ich mich extrem triggerbar zeigte...Meist kleinere, aber auch mal größere Ereignisse (gemeint sind nicht die großen Bomben, deren Auslösewirkung für sich steht) katapultierten mich zurück in die schmerzhaftesten Kapitel meiner letzten Liebes- und Trennungsgeschichte. Genau dorthin wohin es mir am meisten weh tut. Großer Schmerz mit klebrigem Gefühl der Wertlosigkeit.
So...seit diesem Postanfangsentwurf sind jetzt ein paar Tage vergangen...


Und ich bin um ein paar Erkenntnisse reicher ...aber zunächst einmal die Bestandsaufnahme:
Es sind jetzt ca. 1 Jahr und 7einhalb Monate her seit meiner großen Kummertrennung, die einer Beziehung der besonderen Art (über mehr als ein Jahrzehnt) folgte. In dieser Beziehung liebte ich über meine Grenzen hinweg, bis ich irgendwann nicht mehr konnte (damit ist nicht das lieben gemeint sondern "alles andere"), dann wurde ich getrennt und das auf eine äußerst üble Art (indem er sich meine zweite wichtige Bezugsperson kaperte, gerade noch unter der Grenze -also kein sexueller Betrug oder ähnliches- um erneut mit dem Finger auf mich zeigen zu können ob meiner Empörung).
Mein X entsprach ansonsten so sehr dem was ich begehrenswert an einem Mann empfinde und ich erlebte sehr viele ausgesprochen schöne, glückliche und bezaubernde Momente und gleichzeitig wurde ich immer wieder über meine Grenzen geschickt - geschickt hauptsächlich von mir selbst, denn ich akzeptierte Grenzübertretungen von ihm, um ihn nicht aufgeben zu müssen. Da passierten die Klassiker, die einige von euch kennen (in Konkurrenz setzen, silent treatment, future faking, Schuldumkehr, gaslighting, breadcrumbing, ..., ) aber immer gerade noch unter einer letzten Schwelle, so dass schnell der Zeigefinger auf mich gerichtet werden konnte, wenn ich mit Schmerz und Empörung reagierte. Auch das werden einige von euch kennen. Genauso sicherlich die Auswirkungen die das auf einen und das Selbstwertgefühl hat. Je öfter man sich trotzdem neu entscheidet für das Bleiben, desto mehr entschuldigt man den Anderen, steigt in seine Schuhe und verliert sich selbst...So pathetisch wollte ich jetzt nicht werden, bekomms aber erstmal nicht anders hin.
So...Vor etwas mehr als 170 Tagen endete eine neue Runde mit ihm nach 3-monatiger Wiederannäherung., erneutem Kontaktabbruch seinerseits (Zitat: er ertrage es nicht was ich von ihm denke) und einem letzten Telefonat ein paar Monate später (Zitat: er ertrage es nicht dass er mir gegenüber so ein A. sei) Für viele nachvollziehbar unverständlich. dass ich damals noch einmal eine neue "Runde" gedreht habe. Für mich war es wichtig, wenn auch extrem schmerzhaft. Ich konnte mich dabei beobachten über das neue Erleben mit ihm, das alte Muster zu erkennen und zuordnen zu können. Ab da wusste ich, ich muss ihn sein lassen. Spürte, dass es jetzt wirklich existentiell ist. Ich kann das jetzt nicht anders ausdrücken, aber ich erkannte und spürte wie es meine Seele und meinen Körper zerfrisst (Pathosende, entspricht dennoch genau dem was ich fühlte/erlebte - und wie es auch mir Nahestehende in leicht anderen Worten spiegelten, ich bekam auch körperliche Probleme). Schlimme Zeit. Unterstützung fand ich durch meine engsten Freunde. Und auch Menschen hier aus dem Forum halfen mir. Ich fand also Weggefährten, Kameraden (weibliche und männliche), sowohl im "realen Leben" wie auch im Forum und in einer virtuellen Gruppe, Das ist so ein Glück im größten Unglück wenn man in seinem Schmerz gesehen und verstanden wird.


Jüngste Entwicklung: Einer brachte mich zum Vibrieren, ich merkte es daran, dass ich ungeplant zu summen anfing und mich glücklich fühlte, kurze Zeit später in mehreren Situationen Eifersucht spürte und dann tagelang getriggert war. Denn ja, ich wurde nicht als Frau gewählt (was klar war, anderes Beuteschema, zwischen uns ging es eh nie darum, Kameradschaft ist unser Ding, eigentlich war doch alles geklärt.) Eine Wucht an alten Erinnerungen meiner X-Beziehung und seiner Trennungen kam hoch. Erinnerungen, in denen ich abgewertet wurde oder mich selbst abwertete um bleiben zu können, das in Konkurrenzsetzen, das Push und Pull und der ganze andere Mist an schädigenden Dynamiken, der alte höllische Schmerz, das Unwertgefühl ...Und gleichzeitig und das ist dann echte Hölle tauchten so viele ERinnerungen an schöne Erlebnisse und Erfahrungen mit X auch wieder hoch (denn diese Beziehung hatte auch Phasen die nicht toxisch waren sondern partnerschaftlich, kooperativ und wunderschön)....all das 1 Jahr und 7,5 Monate nach der Trennung und mehr als 170 Tage nach dem letzten (telefonischen) Kontakt und die alten Gefühle sind eins zu eins wieder da. Und das ohne neuen Kontakt zu meinem X...Na, Danke auch....


Wie möchte ich damit umgehen? Wäre schön die Kameradschaft zu dem Mann halten zu können, der mich genau deshalb zum Vibrieren brachte, weil er genau so kooperativ und auf Augenhöhe mit mir umging wie ich mir das für eine zukünftige Beziehung wünsche und ich dadurch wieder Lust auf und Sehnsucht nach einer neuen Beziehung entwickeln konnte.

Gleichzeitig bemerkte ich trotz dessen auch Angst. Angst, mich wieder einzulassen. Angst, dann wieder richtig feste erneut von einem weiteren Mann verletzt werden zu können. Das klingt jetzt vielleicht ein wenig seltsam, aber, neben der großen Traurigkeit nicht als Frau gewählt worden zu sein, gab es auch einen Teil in mir der erleichtert war. Erleichtert, das Risiko der ganz großen Verletzlichkeit noch etwas verschieben zu können. Da hab ich jetzt wohl neben Verlustangst, mir auch noch ne Bindungsangst eingefangen...Wtf....

Diamanten im Mist sehen:
- Das erlebte Vibrieren (war noch nicht Verliebtsein oder Verknalltsein, aber dennoch) zeigt mir, dass dieser Teil in mir noch richtig funktioniert. Ich reagiere auf ein gutes Umgehen mit mir und nicht auf schlechtes Umgehen mit mir. Das macht mir Mut. Das ist ja wohl einen Konfettiregen Wert!
- Ich weiss inzwischen, dass die Bindung zu meinem X vermutlich neben Liebe zusätzlich auch aus emotionaler Abhängigkeit (durch diese schädlichen Dynamiken wie silent treatment, push and pull usw.) und durch meinen mich schädigenden Umgang mit seiner Erkrankung bestand, was die Loslösung noch schwieriger machte. Mein Vibrieren zeigt, dass ich (als auch emotional sehr treuer Mensch) wohl weiter gekommen bin in meinem Loslösungsprozess von X. Das wäre eigentlich einen zweiten Konfettiregen wert.
- ich weiss jetzt um die Beschädigung meines Selbstwertgefühles. Sonst wäre ich nicht so triggerbar gewesen. Ich weiss dass es an mir ist, wieder zu lernen mir zu vertrauen und an meinen Wert zu glauben.
- Das Drama ist Teil der Vergangenheit, der Dynamik in meiner X-Beziehung. Ich konnte jetzt von Drama lassen. Dritter Konfettiregen.
- ich kenne wieder meine Wünsche an einen potentiellen Partner (auch wenn es mir gerade jetzt noch schwerer fällt darauf zu vertrauen, dass es da draußen noch jemand gibt der gleichzeitig so zu mir passt wie ich zu ihm)
- ich wurde erinnert, dass ich mich um meine Baustellen zu kümmern habe. Ich möchte mich in jetzigem Zustand keinem Liebespartner zumuten.

x 6 #310


Worrior
@Gast555
So eine Erfahrung ist halt zäh wie Gummi und nagt innerlich sehr.
Aber Du scheinst es verstanden zu haben "wegbleiben", auf allen Ebenen.

Es war die Liebe welche mich in die Dunkelheit trieb.
ehrliche, aufrichtige Loyalität, aus tiefsten Inneren.
Doch die Menschen die ich so liebte, für die ich alles getan hätte haben mich verraten, belogen, verspottet und betrogen.
Dieser Schmerz trieb mich in die Einsamkeit und es war nicht schön dort, sehr düster.
Ich lies niemanden mehr an mich heran, denn jeder, beabsichtigt oder unbeabsichtigt, hinterlies einen weiteren Schnitt in meiner Seele.
Die Einsamkeit schützte mich.
Doch dann geschah etwas, ganz langsam, ich begann klarer zu sehen, die Einsamkeit wich nicht aber es wurde heller um mich, ich akzeptierte die Wahrheit, umarmte sie, so hässlich und schmerzhaft sie auch manchmal war.
Ich wusste nur mit ihr würde ich weiter kommen.
Es dauerte trotzdem über ein Jahr bis ich wieder ein schönes Leben hatte.
Irgendwas starb in mir aber ich habe so viel dazugewonnen.
Jetzt konzentriere ich mich auf Menschen die mir gut tun, die mich sehen, mir zuhören, mit mir über die selben Dinge lachen, die mein Leben bereichern und sich mit mir freuen können.

Es ist nicht leicht und all die pauschalen Tips hast Du schon so oft gehört und gelesen.
Aber ich bin mir sicher dass Du vor einem Durchbruch stehst.

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G
@Worrior
Dein Kommentar und Deine Einschätzung bedeuten mir sehr viel. Hab herzlichen Dank!

x 2 #312


G
@Worrior
...und herzlichen Dank auch für das Teilen Deiner Geschichte!

x 2 #313


Worrior
Zitat von Gast555:
@Worrior ...und herzlichen Dank auch für das Teilen Deiner Geschichte!

Wenn ich etwas positives damit bei Dir bewirkt habe dann freuen wir uns jetzt beide 😊

x 1 #314


S
Zitat von Gast555:
ich weiss jetzt um die Beschädigung meines Selbstwertgefühles. Sonst wäre ich nicht so triggerbar gewesen. Ich weiss dass es an mir ist, wieder zu lernen mir zu vertrauen und an meinen Wert zu glauben.

Für mich ist der Selbstwert angeboren. Er ist fest mit mir verbunden und kann nicht abgeschüttelt oder weggenommen werden, wie bei allem, was existiert. Wenn ich ihn nicht spüre, ist es wie mit der Sonne und den Wolken. Er ist trotzdem da.. Aber ich habe bei der Verarbeitung meines Anteils während meiner ExBeziehung festgestellt, dass ich meinen Wert nicht verteidigt habe und nicht für ihn eingestanden bin. Ich habe mich nicht ausreichend wertgeschätzt, obwohl der Selbstwert an sich ein Teil von mir ist. Ich dachte ich kann alles an mir abtropfen lassen. Aber es hat nicht funktioniert. Ich wurde immer weniger. Das möchte ich nie mehr wieder vergessen. Vielleicht kannst du mit dieser Sichtweise auch etwas anfangen.

x 1 #315


A


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