Zitat von E-Claire:Vielleicht könnten wir hier ja auch so ein bissl über Selbstwirksamkeit und was dem Einzelnen geholfen hat, diese wieder zu erlangen, plaudern?
Ich denke jeder hat hier seinen individuellen Weg.
Was mir letztlich geholfen hat, war, die Schmerzen wirklich zuzulassen,
und auch rauszuweinen. Vorher wird immer abgelenkt, verdrängt,
rationalisiert, etc.
Wenn ich den betreffenden Schmerz einmal durchlebt hatte
( ich persönlich kann das am besten alleine), dann habe ich mich
wieder soweit gespürt, dass auch meine Grenzen spürbar waren.
Das verhindert dann dass man wieder und wieder Opfer wird.
Wer in Schockstarre verfällt, kann sich nicht wehren.
Wer sich nicht spürt, spürt auch den Übergriff nicht, wenn es
angeraten wäre, sich abzugrenzen.
Therapie, Analyse, VT ist alles gut. Es stand für mich am Anfang.
Das FÜHLEN war dann der letzte Schritt. Wenn die TE es schafft,
sich selbst wieder gut zu spüren, wird ein Verhalten wie das dieses
Mannes sie automatisch ABSTOßEN. So ging es mir irgendwann mit
bestimmten Mustern. Aber erst nachdem ich mir den Schmerz und auch
die Wut eingestanden und wirklich zugelassen hatte. Nicht ausagiert,
gefühlt. Das kostet Zeit, Geduld, Mut, Vertrauen. Es ist harte Arbeit.
Härter als jeder Job und jedes Studium in meinen Augen, wenn man
sowas wie die TE erlebt hat, auflösen will. Aber es geht. Mit viel Geduld.
Andere mögen andere " Rezepte" haben.
Natur ist auch ein grosser heiler. Bewegung. Sonne...
Je mehr Unterstützung und Ressourcen, desto besser.
Und desto weniger Bedürftigkeit, die halt leider auch anfällig macht.
Übrigens gibts auch tolle Selbsthilfegruppen, Frauengruppen.
Dort kann die TE sich austauschen, stärken lassen, und ist weniger
"bedroht" getriggert zu werden.