Zitat von Felsenbirne:Weil ich Grenzen sehr zaghaft ziehe, aus Angst davor, Gewalt zu provozieren. Aber genau dadurch rutsche ich geradewegs in ungute Situationen und merke es erst, wenn es zu spät ist. Aber das ist Traumaarbeit. Mir geht es ja vielmehr darum, warum mir diese "Trennung" noch immer so zu schaffen macht, ich das ...
Es klingt jetzt vielleicht merkwürdig, aber ich finde gut, dass Du weinen
kannst. Viele, denen sowas passiert können nicht mehr weinen.
Sie sind versteinert. Wenn die Tränen kommen, lass sie doch laufen.
Das hilft bestimmt beim loslassen.
Und ich vermute, das auch nicht alle Tränen was mit Deinem
"Arzt" zu tun haben. Er hat halt das Pflaster von der Wunde gerissen,
und Salz reingestreut durch sein Verhalten. Er ist total unwichtig.
Du kannst es auch mit jemandem vergleichen, der eine grosse
Fleischwunde am Unterarm hat, und diesen versehentlich in einen
Putzeimer voller Dreck und Keime gehalten hat. Mit gesunder Haut
(Abgrenzung) kann nicht viel passieren. Man zieht den Arm wieder raus.
Bei Dir hat sich eine tieferliegende Wunde entzündet, schmerzt, und
eitert jetzt vor sich hin. Aber die war schon vorher dar. Der Typ selber
war doch kein Verlust.
Ich bin sicher, die Tränen werden weniger und es kommt dann auch
wieder Klarheit. Erlaube Dir die Trauer. Ich persönlich denke, das bringt
Dich weiter. Und wird auch irgendwann wieder aufhören.