Zustimmung zur Frage, dass es auch Veränderung für Männer braucht.
Ist ja, wie gesagt, eine der Hauptgründe, warum ich PUA als anerkennenswert sehe.
Dass ich natürlich weder bestimmten Ausdrücken noch bestimmten Zielen viel abgewinnen kann (aus feministischer Sicht) dürfte auch klar sein, ABER allein unter Anwendung von Logik, kann ich ja nicht Männergruppen fordern und dann gleichzeitig darüber bestimmen wollen, wie die aussehen.
Ich lass mir doch auch nicht von einem weißen heteronormen Mann erzählen, wie sich die sogenannte Glasdecke im Arbeitsleben anfühlt.
Womit wir bei deinem Beitrag wären:
Dass sehe ich nicht so. Einer der Hauptgründe, warum ich PUA recht offen gegenüberstehe ist, weil ich es für einen Versuch halte, eben eine mögliche Männerperspektive auf den Wandel zu eröffnen.
Egal, ob ich das nun schau finde oder nicht.
Bei der von dir zitierten Vorgehensweise würde ich zwei Dinge unterscheiden wollen:
Ohne den Anteil von Männer die durch andere Männer oder Frauen Gewalt erfahren auch nur im Ansatz zu bagatellisieren (gerade um da endlich mal voran zu kommen, braucht es auch Männerbewegung), gibt es das Problem, der physischen Unterlegenheit.
Nach wie vor reagieren Männer auf Beziwhungsenden etc mit Gewalt gegenüber Frauen. Das nehmen Frauen (auch ich) als großes Risiko wahr.
Da es noch immer keine verlässlichen Zahlen zu Beziehungstaten von Frauen gegen Männer gibt, lassen sich kaum belastbare Vergleiche ziehen.
Angst hat aber nicht immer etwas nur mit reiner faktenlage zu tun (siehe subjektives Sicherheitsempfinden oder Flugangst vs Autofahren).
Es gibt im feministischen Diskurs das Argument, dass wenn es schief geht, es immer die Frau ist, die dies mit dem Leben bezahlt.
(Strukturen in arabischen Ländern scheinen dies ja auch so zu untermauern)
Anerkennung, dass auch Männer Opfer sind, findet statt, aber eher im LGTW Bereich als für den normalen weißen Mann.
Ob diese Argumentation standhält, wäre auch meine Vermutung, weiß keiner wirklich, weil uns eben die echten Zahlen von eurer Seite fehlen.
Daher natürlich unter Feministinnen die Tendenz, statt Änderungen Anpassung von Euch zu fördern, also eben bestimmen zu wollen, was eine richtige Männergruppenist und was nicht.
An der Stelle hast du also ein mehr oder weniger argumentativ begründbares Einwirkenwollen auf die Art und Weise von wie den männlicher Wandel aussehen kann.
Polemisch haben wir halt Angst, dass wir eines Tages noch mal so richtig von Euch auf Fresse bekommen.
(Indiz INCELS und Amoklauf).
Andererseits, das haben wir uns von Euch angeschaut, geht es natürlich um Machterhalt. Wir sind ja recht weit gekommen. Ist noch nicht alles absolut cool, aber schön ne Menge.

So wie Männer hingingen und der Frau halt ein bißchen Freiheit einräumten, aber eben nach Maßgabe männlicher bleibender Spielregeln (arbeiten darfst, Chefin wirste aber nicht), so geht es auch an dieser Stelle eben um Veränderung ja, aber zu unseren Konditionen.
Für mich sachlogisch wäre folgendes: beide Seiten einigen sich zunächst darauf, dass es physische Gewalt (psychische wäre anzustreben, hat aber ein klares Definitionsproblem) im Grundsatz zu verurteilen gilt. Immer!
Gehauen wird nicht, die Jungs nicht die Mädels und die Mädels nicht die Jungs, auch nicht in dr hübschen linken oder rechten Denkweise, dass es zwischenzeitlich mal Gewalt bräuchte um das hehre Ziel zu verwirklichen.
Und dann kümmern sich die Jungs mal ne runde nach ihren Vorstellungen meinetwegen mit PUA oder eben anders (ist eure Emanzipation, müsst ihr schon selbst klar kriegen) und die Mädels schauen ebenfalls noch mal genauer hin.
Da ist noch einiges im oargen!
Für mich ist nur eine Sache entscheidend, so lange Eure Emanzipation nicht darauf hinaus läuft, dass ich Angst haben muß, körperlich angegriffen zu werden, weil ich grad nicht mit einem von euch schlafen will, machts halt.