Heute Morgen geht es mir den ersten Tag seit der Trennung richtig gut. Ich weiß nicht genau warum - aber ich habe sehr gut geschlafen und gute Laune. Vielleicht ist der der Frühling, der vor Türe steht. Vielleicht auch die Erleichterung, dass nun doch alles viel schneller geht. Oder beides
Gestern haben wir gemeinsam entschieden, das der 01.06. ein guter und machbarer Auszugstermin ist. Zur Erinnerung - die ursprüngliche Planung ging von Dezember bis spätestens März 19 aus

Wäre der Neue nicht da und ihr pubertäres Verhalten, wäre das auch das Vernüftigste gewesen - nach wie vor. Wir wären beide ohne Schulden und mit genug Rücklagen in ein neues Leben gestartet.
ABER:
Wir sind uns einig, dass wir uns in vielen Punkten uneinig sind und es keinen Sinn macht darüber zu diskutieren. Wir sind uns auch einig, dass es bei noch längerem zusammen wohnen zu einem Streit kommen wird bei dem alle nur verlieren. Wir schätzen den Seelenzustand der Kids anders ein, sind unterschiedlicher Meinung darüber wie ein neuer Partner eingeführt wird. Daneben haben wir völlig unterschiedliche Vorstellungen von Anstand und Respekt. Nicht zuletzt ihre ständige Lügerei.
So lange sie in diesem Film lebt, macht es keinen Sinn mit Vernuft und Logik zu argumentieren. Also müssen wir im Sinne der Kinder eine schnelle Entlastung der räumlichen Situation schaffen.
Sie kommt ja auch zu nichts mehr, da sie jede freie Minute zu ihm fährt. Und ich sehe immer noch eine nicht so geringe Wahrscheinlichkeit dafür, dass das nicht lange halten wird. wenn das stimmt, was ich von ihr im Laufe der Jahre über ihn weiß und was Freunde über sein FB-Profil sagen, könnte er schon sehr bald die erste Grenze ziehen. Beschrieben wurde mir Sunnyboy - ein typisch ewiger Single. Und wenn man Ü40 nie verheiratet war oder eine lange ernsthafte Beziehung hatte, spricht das auch für sich. Kann natürlich auch anders kommen und die beiden passen einfach wie die Faust aufs Auge, aber man weiß es eben nicht.
Dann wird sie dieses Leben auf der Überholspur schon bald einholen, denn Dauerhaft zu wenig schlaf geht auch aufs Gemüt und wir sind keine 20 mehr.
Also ist Eile geboten - das sagt zumindest mein Gefühl.
Wir werden nun im Laufe der nächsten Wochen die Güter entgültig trennen, vereinbaren wer genau was mitnimmt und möglichst genau berechnen, wieviel ich zahlen muß. Das ganze wird dann schriftlich festgehlaten und wechselseitig unterschrieben. Das wird noch ein hartes Stück arbeit, weil wenn Sie die Kids nicht hat ist sie weg - wenn sie die Kids hat ist sie müde und will schlafen
Den Auszug selber macht sie mit ihren Freunden - ich werde mit den Kids dann zu meinen Eltern fahren. Perfekt gelöst aus meiner Sicht.

Alles was mir ist, nach oben und dann Keller und Wohnung abschließen

Allerdings bin ich Realist. Ich glaube erst das sie auszieht, wenn der Mietvertrag unterschrieben ist. Erstmal muß sie eine Wohnung haben und sich damit anfreunden, doch dann erheblicher weniger Bargeld zu bekommen, als eben für einen späteren Auszug geplant war. Alleinerziehende mit zwei Kids sind auch nicht unbedingt die beliebsten Mieter - so gemein das auch ist. Und ihre Vorstellungen von der Wohnung sind nun auch nicht so leicht zu erfüllen.
Wir werden sehen. Aber alleine das Gefühl, alles könnte in sieben Wochen vorbei sein macht schon ein wenig euphorisch. Warten wir auf den nächsten Dämpfer.