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NeuBeginn18
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Hey Seashell,
wenn man einmal akzeptiert hat, dass man nicht alles in der eigenen Hand hat, wird es merklich leichter. Ein Wechselmodell ist es nicht, aber ich habe den Jüngsten jede Woche bei mir. Wir haben eine Ebene gefunden, in der meine 2. Nochfrau und ich die Elternrolle sehr gut ausführen.
Ich habe sehr viel über mich und mein "Beuteschema" gelernt, aber auch mit einem Lebensabschnitt abgeschlossen. Mit knapp Mitte 40 war ich gestern noch Familienvater und plötzlich "nur" noch Vater von ausgezogenen Kindern. Die entstehende Leere will erstmal ausgefüllt werden. Aber das habe ich durchaus geschafft. Ich weiß aber auch, dass ich nie mehr die Energie haben werde eine Patchworkfamilie zu "gründen", sehe das aber nicht als Negativ - es ist schlicht eine Feststellung. Meine Kids haben zwar weniger Zeit mit mir, aber mehr Aufmerksamkeit. In der freien Zeit kann ich meinen Hobbies nachgehen und mich meiner Karriere widmen.
Es ist also keineswegs schlecht - eher anderes.
Müde bin ich von den Streitereien. Bei zwei Exfrauen und zwei Kindern habe ich gelernt, dass es immer irgendwo Baustellen gibt, die eigentlich keine sind. Es gibt einfach den Typ Mensch, bei dem sind immer die anderen Schuld. Sie haben es leichter im Leben, mehr Glück, haben mehr Geld, etc. Wenn solche Menschen dann auf den Typen treffen, der sich lieber um andere Probleme, als um sich selber kümmert, dann funktioniert das eben eine Weile sehr gut. Der Eine ist erleichtert und der andere abgelenkt. Win Win! Wenn es dann aber nicht mehr funktioniert ändert sich nur einer von beiden. Die Schuld haben weiterhin die anderen, aber da ist keiner mehr, der sie auf sich lädt.
Und so werde ich dieses Spiel noch eine Weile spielen. Das nervt, ist aber nicht zu ändern. Im Moment ist es Frau Nr. 1, die meint meine finanziellen Ressourcen sind trotz Steuerklassenänderung und halber Neueinrichtung quasi grenzenlos. Da wird nach 10 Jahren ausnahmslos überpünktlicher Zahlung und Erhöhung von Unterhalt deutlich über dem Mindestunterhalt die Beistandschaft abgegeben. Und wenn das Jugendamt dann auch zu dem Ergebnis kommt, dass ich alles richtig gemacht habe, wird die wieder aufgelöst und ein Anwalt eingeschaltet. Es geht immerhin um 24 EUR (bei mir entsprechend um 48). Nur kann das "Kindeswohl" nicht herhalten um alles mit sich machen zu lassen. Und wenn man sich mal mit dem Unterhaltsrecht auseinandersetzt, staunt man als studierter Kaufmann nicht schlecht.
Wenn das dann rum ist, kommt Frau 2 wieder (ich würde wetten). Der Kleine realisiert so langsam, was da eigentlich passiert ist. Er möchte gerne bei mir wohnen, stellt zunehmend die "falschen" Fragen aus Sicht der Mutter, nach dem warum ist das alles so passiert. Es kommt zu kuriosen Aussagen wie bspw. der Neue will nicht bei meiner Ex einziehen, solange sich die Kinder nicht benehmen können (Aussage des Kindes). Die geplante Weihnachtsfahrt, weswegen der ganze Zirkus ja veranstaltet wurde, ist aus mir nicht bekannten Gründen auch ins Wasser gefallen. Es ist vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis der Himmel voller Geigen im Alltag endet. Es wird sich dann zeigen, ob die Beziehung das aushält - ich würde es mir wünschen. Denn wenn nicht, kommt da wieder was auf das ich gerne verzichte.
Das ist aus meiner Sicht das Erbe, welches ich antreten muss und daran bin ich ja nun auch nicht ganz unschuldig - wenn man von Schuld überhaupt sprechen kann. Es ist einfach die Fortführung der Beziehungen auf anderen Ebenen. Und das wird solange gehen, bis die Kinder dann tatsächlich groß sind.
Wenn das nicht wäre, ginge es mir blendend - so geht es mir einfach nur gut
So long und danke der Nachfrage. Ich hoffe Dir geht es mindestens ähnlich gut?!
LG
NeuBeginn
wenn man einmal akzeptiert hat, dass man nicht alles in der eigenen Hand hat, wird es merklich leichter. Ein Wechselmodell ist es nicht, aber ich habe den Jüngsten jede Woche bei mir. Wir haben eine Ebene gefunden, in der meine 2. Nochfrau und ich die Elternrolle sehr gut ausführen.
Ich habe sehr viel über mich und mein "Beuteschema" gelernt, aber auch mit einem Lebensabschnitt abgeschlossen. Mit knapp Mitte 40 war ich gestern noch Familienvater und plötzlich "nur" noch Vater von ausgezogenen Kindern. Die entstehende Leere will erstmal ausgefüllt werden. Aber das habe ich durchaus geschafft. Ich weiß aber auch, dass ich nie mehr die Energie haben werde eine Patchworkfamilie zu "gründen", sehe das aber nicht als Negativ - es ist schlicht eine Feststellung. Meine Kids haben zwar weniger Zeit mit mir, aber mehr Aufmerksamkeit. In der freien Zeit kann ich meinen Hobbies nachgehen und mich meiner Karriere widmen.
Es ist also keineswegs schlecht - eher anderes.
Müde bin ich von den Streitereien. Bei zwei Exfrauen und zwei Kindern habe ich gelernt, dass es immer irgendwo Baustellen gibt, die eigentlich keine sind. Es gibt einfach den Typ Mensch, bei dem sind immer die anderen Schuld. Sie haben es leichter im Leben, mehr Glück, haben mehr Geld, etc. Wenn solche Menschen dann auf den Typen treffen, der sich lieber um andere Probleme, als um sich selber kümmert, dann funktioniert das eben eine Weile sehr gut. Der Eine ist erleichtert und der andere abgelenkt. Win Win! Wenn es dann aber nicht mehr funktioniert ändert sich nur einer von beiden. Die Schuld haben weiterhin die anderen, aber da ist keiner mehr, der sie auf sich lädt.
Und so werde ich dieses Spiel noch eine Weile spielen. Das nervt, ist aber nicht zu ändern. Im Moment ist es Frau Nr. 1, die meint meine finanziellen Ressourcen sind trotz Steuerklassenänderung und halber Neueinrichtung quasi grenzenlos. Da wird nach 10 Jahren ausnahmslos überpünktlicher Zahlung und Erhöhung von Unterhalt deutlich über dem Mindestunterhalt die Beistandschaft abgegeben. Und wenn das Jugendamt dann auch zu dem Ergebnis kommt, dass ich alles richtig gemacht habe, wird die wieder aufgelöst und ein Anwalt eingeschaltet. Es geht immerhin um 24 EUR (bei mir entsprechend um 48). Nur kann das "Kindeswohl" nicht herhalten um alles mit sich machen zu lassen. Und wenn man sich mal mit dem Unterhaltsrecht auseinandersetzt, staunt man als studierter Kaufmann nicht schlecht.
Wenn das dann rum ist, kommt Frau 2 wieder (ich würde wetten). Der Kleine realisiert so langsam, was da eigentlich passiert ist. Er möchte gerne bei mir wohnen, stellt zunehmend die "falschen" Fragen aus Sicht der Mutter, nach dem warum ist das alles so passiert. Es kommt zu kuriosen Aussagen wie bspw. der Neue will nicht bei meiner Ex einziehen, solange sich die Kinder nicht benehmen können (Aussage des Kindes). Die geplante Weihnachtsfahrt, weswegen der ganze Zirkus ja veranstaltet wurde, ist aus mir nicht bekannten Gründen auch ins Wasser gefallen. Es ist vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis der Himmel voller Geigen im Alltag endet. Es wird sich dann zeigen, ob die Beziehung das aushält - ich würde es mir wünschen. Denn wenn nicht, kommt da wieder was auf das ich gerne verzichte.
Das ist aus meiner Sicht das Erbe, welches ich antreten muss und daran bin ich ja nun auch nicht ganz unschuldig - wenn man von Schuld überhaupt sprechen kann. Es ist einfach die Fortführung der Beziehungen auf anderen Ebenen. Und das wird solange gehen, bis die Kinder dann tatsächlich groß sind.
Wenn das nicht wäre, ginge es mir blendend - so geht es mir einfach nur gut
So long und danke der Nachfrage. Ich hoffe Dir geht es mindestens ähnlich gut?!
LG
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