KlausHeinrich
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Zitat von Odette:Kann nicht glauben, dass ich das hier teile. Aber ich denke, es ist etwas gutes.
Ist es.
Es wird schwierig ein, Dich vom Gegenteil des Verlassens zu überzeugen, denn es ist ja nunmal Deine Angst, gegen die Du nichts tun kannst. Die Gedanken wird hier niemand mit logischen Argumenten verdrängen. Das könntest Du selbst, Dein Hirn funktioniert ja nunmal mehr als gut. Und Du kennst ihn. Wir nicht.
Ich kann da jetzt nur von mir ausgehen. Ich gebe erst dann auf, wenn ich weiss, es würde mich zerstören. Bis dahin lasse ich nicht los und will arbeiten - vielleicht auch ungesund..... aber meine Eltern haben es mir vorgelebt und ich habe es immer bewundert. Man geht entschlossen mit dem anderen durch die Tiefe, auch wenn es einem selbst besser damit gehen würde, das nicht zu tun. Es ist meines Erachtens die Basis dafür, lange Zeit zusammenzubleiben. 40 Jahre waren es für meine Mutter und es wären noch viele mehr geworden, wäre mein Vater nicht urplötzlich verstorben. Sie erzählt heute noch von der bewussten Entscheidung beider füreinander mit allen Konsequenzen, die ich so nie wieder bei anderen bewusst miterlebt habe. Da wäre das, was Du aktuell durchlebst, niemals ein Trennungsgrund für den anderen gewesen.
Ich schreib das nochmal.... er ist ja auch einer, der nicht austauscht. Der wusste, was er sich mit Dir "einkauft". Und dann soll Deine Reaktion das alles zunichte gemacht haben? Ich will Deine Situation bei Gott nicht runterspielen, im Gegenteil. Aber für mich ist das nicht realistisch. Ja, ihr habt grad sowas wie Abstand, Krach, man nenne es wie man will. Solche Auszeiten hasse ich wie die Pest, weil sie nicht konstruktiv sind, solange eine Trennung im Raum steht. Man spricht nicht miteinander, sondern klärt für sich. Als gäbe es den anderen nicht. Die Vorgehensweise halte ich für falsch. Auszeiten meinetwegen, aber dem anderen in dem Gefühl lassen, dass es hier zuende sein könnte? Das mag ich ganz und gar nicht und sorgt dafür, dass man nicht mehr man selbst ist, komplett egal, wie sehr man in sich ruht.