Guten Morgen,
schon klar, aber man kann es auch andersrum sehen.
Abgesehen davon, kenne ich das ganz gut. Meine Ex wusste auch nicht was sie will und teilweise auch nicht wer sie ist.
Wenn man dabei bedenkt, dass dieses Selbstbild ja tatsächlich anscheinend nicht wirklich existiert und das eigene Dasein hauptsächlich über Anpassung funktioniert, ist das doch auch nicht wirklich verwunderlich.
Stell dir vor, dass deine ganze Umgebung immer eine potenzielle Gefahr darstellt und du versuchst, dass du dieser Gefahr durch nicht auffallen und eben Anpassung entgehst, wie sollst du dann für dich rausfinden, was für dich richtig ist.
Für sie war es immer unheimlich wichtig richtig zu sein und was andere denken.
Ich glaube deshalb ist auch Fehler machen unglaublich schwierig und die "Schuldfrage" spielt eine so große Rolle.
Wenn man jetzt diesen Druck und diese Zerrissenheit auf irgendeine Ausbildung überträgt, versteht man vielleicht halbwegs, wie schwierig das alles ist.
Ich glaube auch Ankommen ist zwar eigentlich gewünscht, aber den Zustand tatsächlich zu erreichen macht dann wieder Angst.
Ich denke, dass das auch ein Grund ist (kann man auch ungefähr so nachlesen), dass diese ruhigen Momente entweder vermieden werden oder Streit provoziert wird.
Ich tue mich da wirklich schwer zu verstehen woran das liegt. Vielleicht ist es, dass dann die Aufmerksamkeit nachlässt und dann die Angst vor Verletzung größer wird. Du kannst ja auch nur etwas verlieren was du hast und nicht was du nicht hast.
Wie gesagt, es ist nicht so ganz einfach nur mit den Vorwürfen getan, da das Ganze sehr komplex ist.