Ex_Mitglied
Gast
Zitat von Trauerstern:Das ist wirklich ein sehr sensibles Thema. Ich glaube, die meisten von uns hatten schon solche Gedanken, das Ganze dann aber umzusetzen, ist noch mal ein ganz anderer Schritt. Bei mir war es bisher so, dass ich schon oft dachte: Wenn ich heute Nacht einschlafe und morgen nicht mehr aufwache, dann ist mir das total egal. Ich will einfach nicht mehr. Trotzdem bin ich weit davon entfernt, mir wirklich was anzutun. Das könnte ich schon alleine nicht wegen der Menschen, die mich lieben, meine Mutter z.B. Abgesehen davon hätte ich Angst davor, was danach kommt. Ist dann wirklich alles vorbei oder werde ich sogar gestraft für meine Sünde? Und nicht zuletzt, ist da doch immer wieder eine kleine Hoffnung, dass es irgendwann besser wird. Grundsätzlich gebe ich Odium aber Recht: Ich empfinde mein Leben alles andere als rosig und da hilft es nichts, wenn andere einem immer wieder sagen, dass das Leben doch schön ist, wenn es gefühlsmäßig nicht ankommt. Ich versuche mich an den kleinen Dingen des Lebens zu erfreuen, einem leckeren Essen, einem guten Film im Kino, einem neuen Paar Schuhe, das mir gefällt. Dennoch: All diese Dinge können nicht meine innere Leere füllen und helfen nicht gegen die emotionale Einsamkeit, die ich zurzeit spüre und nur schwer aushalte.
Ja .. die Angst hatte ich , Angst überkam mich . Aber Angst ist nicht immer schlecht sondern kann manchmal einem das Leben retten bzw. davon abhalten etwas schlimmes zu tun .
Vielleicht sollltest du lernen ersteinmal alleine mit sich selber Glücklich zu werden und versuchen mit der emotionalen Einsamkeit klarzukommen .
Musste ich auch lernen .
Ich war schon immer allein . Ein Einzelgänger . Aber hatte nicht wirklich Probleme damit , konnte mich an kleinen Dingen erfreuen und mich gut ablenken , jetzt nach dem Suizid - Versuch nur umso mehr .


