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Du hast Selbstmordgedanken? Tue es nicht!

ysabell


Das ist jetzt vllt. etwas off-Topic...

Kennt hier jemand Viktor Frankl?

Zitat:
Viktor Emil Frankl (* 26. März 1905 in Wien; † 2. September 1997 ebenda) war ein österreichischer Neurologe und Psychiater. Er begründete die Logotherapie und Existenzanalyse („Dritte Wiener Schule der Psychotherapie“). Eines seiner bekanntesten Werke ist das im Jahr 1946 erschienene …trotzdem Ja zum Leben sagen: Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager, in welchem Frankl seine Erlebnisse und Erfahrungen im Konzentrationslager Auschwitz während des Zweiten Weltkriegs schildert.


dieses Buch habe ich vor vielen Jahren gelesen und erinnere kaum noch etwas...Eines habe ich aber nie vergessen: er beschreibt sein langsames Dahinsiechen im KZ...Körperlich und geistig geht ein Licht nach dem anderem aus....Fast schon ist es ganz finster...Er sucht nach etwas, das ihn am Leben halten könnte....Und mit einem Mal sieht er das lächelnde Gesicht seiner Frau vor seinem geistigen Auge...Und das gibt ihm tatsächlich die Energie, noch einige Zeit durchzuhalten...
Ein paar Tage kann man also wohl wirklich von Luft und Liebe leben, wie es heißt. Finde es bewegend, was für eine Kraft die Liebe hat.
Es muss auch nicht unbedingt die Liebe zwischen Mann und Frau sein....Angeblich haben diejenigen am längsten in den Konzentrationslagern durchgehalten, die es schafften, sich noch einen Lebensinn herbei zu zaubern- diejenigen, die sich unter widrigsten Umständen noch politisch engagierten, ein Ziel hatten, sei es noch so klein...

06.03.2017 20:59 • x 3 #91


dyness


Ja, hab ich auch gelesen. Was er vor allem öfter und auch in seinen Vorträgen beschreibt, ist dass er die Zeit ua dort deswegen überlebt hat, weil er sich vorgestellt hat, er hätte sie schon überlebt und würde darüber schreiben oder einen Vortrag darüber halten. Das hat quasi eine innere Distanz zwischen ihn und die Situation gebracht - und den positiven Ausgang der Geschehnisse vorweg genommen.
Das Buch "Das Leiden am sinnlosen Leben" ist auch von ihm, fand ich sehr interessant.

06.03.2017 21:35 • x 1 #92


Aragorn

Aragorn


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Hallo, Gut das ich gestern das hier gelesen habe. Heute Nachmittag hatte ich ganz blöde Gedanken. Nein, ich mache es nicht.

Aber die Gedanken waren da. Ist zur Zeit alles zu viel für mich. Der ganze Stress, der Unfall, Jetzt noch Verlust im Job. Bin Freiberufler und wenn ich nicht arbeiten kann, dann kein Geld. Und noch Stress in der Familie. Es ist mir alles alles zu viel.

Meine Schmerzgrenze ist schon lange überschritten, aber es kommt immer noch ein Hammer dazu. Heute Nachmittag war wirklich das Maß voll. Nur noch hier gesessen, Tränen ohne ende, zittern, schmerzen, Trauer.

Habe das nächst beste vom Tisch genommen und an die Wand geknallt. Und da ich wusste das meine Nachbarn nicht da sind alles raus geschrieen.

Jetzt nur noch unendlich müde und traurig. Mir graut es vor der Nacht.

Alles Liebe für euch.

06.03.2017 22:26 • x 4 #93


Ex_Mitglied


Zitat von Aragorn:
Hallo, Gut das ich gestern das hier gelesen habe. Heute Nachmittag hatte ich ganz blöde Gedanken. Nein, ich mache es nicht.

Aber die Gedanken waren da. Ist zur Zeit alles zu viel für mich. Der ganze Stress, der Unfall, Jetzt noch Verlust im Job. Bin Freiberufler und wenn ich nicht arbeiten kann, dann kein Geld. Und noch Stress in der Familie. Es ist mir alles alles zu viel.

Meine Schmerzgrenze ist schon lange überschritten, aber es kommt immer noch ein Hammer dazu. Heute Nachmittag war wirklich das Maß voll. Nur noch hier gesessen, Tränen ohne ende, zittern, schmerzen, Trauer.

Habe das nächst beste vom Tisch genommen und an die Wand geknallt. Und da ich wusste das meine Nachbarn nicht da sind alles raus geschrieen.

Jetzt nur noch unendlich müde und traurig. Mir graut es vor der Nacht.

Alles Liebe für euch.


Tut mir leid . Kannst du dir nicht irgendwie Unterstützung oder Hilfe holen ? Wenn du finanzielle und andere Probleme hast ? ..

Trotzdem niemals aufgeben , auch wenn es noch so Dunkel ist im Moment .

06.03.2017 23:11 • x 1 #94


whynot60


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@dyness

Das, was Du hier anführst, ist allgemein eine gute Strategie, nicht nur, wenn es ums Überleben geht (dann aber natürlich auch). Also daß man an ein Nachher denkt und es sich konkret vorstellt. Das hilft sogar ausgezeichnet, wenn etwas auf einen zukommmt, vor dem man Angst hat, eine Prüfung, ein unangenehmer Termin usw. Meist fixiert man sich dann so darauf, daß man schon Wochen davor das große Zittern bekommt, und malt sich ununterbroch aus, was alles passieren könnte. Gelingt es aber, diesen Kaninchenblick von der Schlange zu lösen und sich auf etwas Angenehmes zu konzentrieren, das hinterher kommt oder kommen kann, malt man sich das aus, dann sieht es gleich ganz anders aus - und fühlt sich vor allem auch ganz anders an.
Das kann man nur empfehlen, in welcher belastenden Situation auch immer.

07.03.2017 01:18 • x 1 #95




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