Zitat von KlausHeinrich: auch wenn das für die betroffene Person vielleicht die "bessere Wahl" ist, als eine lange Krankheit etc..... so ist das für die Hinterbliebenen viel schlimmer. Für mich jedenfalls.
Ich glaube, das ist für alle schlimm, eben weil man nicht damit rechnen konnte.
Meine Mutter war über lange Jahre krank, sie hatte eine unheilbare Autoimmunerkrankung, die schubweise auftritt. Nach einer Konsolidierungsphase nach einem Schub, nach dem jedes Mal was anderes angegriffen wurde (erst die Nieren, dann die Galle , die Gelenkte usw) wusste man nie, wann macht sich die Krankheit wieder bermerkbar. Wir wussten, dass sie damit kein hohes Alter erreichen wird.
Und dann starb sie doch überraschend, als keiner damit gerechnet hatte. Sie war damals wegen eines Darmverschlusses im Krankenhaus und es ging ihr gar nicht so schlecht, als der Verschluss aufgelöst war. Wir waren Weihnachten und am Neujahrstag noch im Krankenhaus und dachten sie kommt bald wieder heim.
Und dann am 6. Januar morgens um 4 Uhr wurde mein Vater benachrichtigt, dass sie verstorben war. Multiorganversagen wurde diagnostiziert.
Man kann sich nicht auf den Tod richtig vorbereiten. Wenn er kommt, ist es ein Schock und bei unerwarteten Todesfällen ist es noch viel schlimmer.