Zitat von Sturmhöhe:Der Unterschied ist meist.
Wenn Frauen sich trennen, dann konsequent und aus Liebe. So wie hier. Mein Glück nennt sie ihn und geht gelöst einen neuen Weg.
Männer werden zumeist getrennt.
Und zwar von ihren Frauen. Deswegen bleiben sie auch in ihrer Ehe trotz Affäre. Aus Feigheit. Und diese Feigheit darf man sich gerne anschauen.
Ja genau, Frauen sind da viel konsequenter und können dann viel besser mit dem Alten abschließen. Auch wenn es mich wirklich sehr schmerzt und ich es mir gerne anders gewünscht hätte, weil eben so viele längst vergessene Gefühle bei uns beiden ausgelöst wurden, kann ich nichts mehr machen. Außer mir vielleicht reinreden, dass es sowieso nicht funktioniert hätte, weil wir uns schon einmal getrennt hatten, damit mir der Abschluss leichter fällt.
Sie hat für mich echt ihr komplettes Leben über den Haufen geworfen... Ihren Mann verlassen, ihr selbst erbautes Haus verkauft und ist in eine Wohnung im 7. Stock eines Blocks gezogen und hat sich auf Jobs in meiner Nähe beworben und sogar schon Vorstellungsgespräche gehabt...
Wir hatten schon über eine gemeinsame Wohnung geredet und davon geschwärmt, vielleicht zusammen noch Eltern zu werden.
Und ich habe daneben gestanden und habe einfach nichts gemacht...
Mit dieser Gewissheit, dass ich meine Jugendliebe, meine erste richtig große Liebe direkt vor meiner Nase hatte und nur hätte zugreifen müssen, muss ich nun leben.
Es werden wieder andere Zeiten kommen...
Dass sie mich aufgegeben hat, war Ende August... Aber es brennt noch, als wäre es eben erst passiert.
Ich habe ihr zum Abschluss alles Gute gewünscht und mich für sie gefreut, dass sie jetzt wieder so glücklich aussieht. Sie hat nicht mehr geantwortet, aber das was soll sie auch sagen...
Zitat von Bones:Zuviel davon behindert leider auch.Selbstmitgefühl ist da eher angebracht
Das mag sein. Aber ich glaube, es gibt einfach kein Patentrezept hierbei. Es sind alles nur Phasen... Ich habe das Gefühl, immer wieder zwischen meinen Phasen hin und her zu springen, wobei das nun auch weniger wird. Die Phasen in denen ich nicht traurig bin, werden immer länger und die Phasen, in denen ich sehr traurig bin, immer weniger.
Ich glaube, der Hammer wird erst kommen, wenn ich bald alleine in meiner Wohnung sitzen werde und realisiere, ganz allein zu sein. Aber ich darf mich einfach nicht aufgeben und verkriechen, sondern muss weiter machen. Nach angemessener Verarbeitungsphase werden wieder bessere Zeiten kommen.