Zitat von Rapture44:Zitat von frischgeföhnt:Das kann man natürlich machen.
Aber dann auch bitte aufhören mit meckern.
Im.Falle dieser TE.
Fakt ist.
Der Mann ändert sich nicht. Finanziell bleibt sie in einer Abhängigkeit.
Diese lässt er sie spüren und nutzt sie aus.
Wenn sie das möchte, muss sie sich fügen und eben die Reitstunden ihrer Tochter organisieren. Weiter mit ihm schlafen. Dafür hat sie ein wirtschaftlich sicher großzügiges Leben.
Dann aber bitte nicht mehr beschweren.
Das ist zu einfach dahingesagt.
Mit dem nicht beschweren.
Sie hat diesen mann und Fertig"!"!
@Rapture44 - wenn das zu einfach dahingesagt ist... was schlägst Du der TE stattdessen bitte vor?
Was soll geschehen, damit es ihr besser geht? Soll sie an der Ehe festhalten, oder sie lösen - wie soll sie das abwägen, mit welchen Parametern?
@frischgeföhnt hat es meines Erachtens auf den Punkt gebracht:
Herr Kinbaku-bi wird sich
nicht ändern. So wie die TE ihn schildert, hat er psychopathische Züge (ob er eine handfeste Störung hat, müßte beider Püschologin beurteilen, so weit möchte ich von hier aus nicht gehen) und ist extrem dominant.
Wenn die TE sich also entschließen sollte, ihre Ehe festzuhalten, so wird sie
ihren Umgang mit jemand überdenken müssen, der wie ein Single
lebt, obwohl er mit ihr verheiratet
ist. Nun ist sie nicht die erste Frau, deren Mann eines Tages vor ihr steht und ein Haremssystem gründen möchte. Millionen andere sind längst ernsthaft auf solche Ideen eingestiegen und leben so ein System tatsächlich, insofern ist der Gedanke nicht gleich von der Hand zu weisen.
Nur sehe ich speziell bei Herrn Kinbaku-bi ein f
undamentales Problem in der Art und Weise,
wie er ihr dieses Ansinnen unterbreitet: Er hat ihr eben
keinen Vorschlag gemacht, um anschließend die dafür unbedingt zu vereinbarenden Spielregeln mit ihr zu
diskutieren, wie es sich für eine Partnerschaft
auf Augenhöhe gehört, sondern er
diktiert ihn ihr einfach, indem er sie
vor vollendete Tatsachen stellt. (Wobei die Vollendung bereits vor 11 Jahren mit einer früheren Affaire erfolgt ist.)
Eben diese
Eigenmächtigkeit im
Setzen und die
Beliebigkeit im
Ändern von fest
vereinbarten Spielregeln ist
der Parameter, der das Festhalten an der Ehe
grundsätzlich in Frage stellt. Denn wer sagt der TE, daß Herr Kinbaku-bi in ein paar Jahren, wenn sie entsprechend gealtert ist und die Kinder aus dem Haus sind, nicht plötzlich auf den Trichter kommen wird, dies erneut zu tun und sie
doch noch
gänzlich abzuservieren? Jemand, der so hochmanipulativ ist wie er, wird doch locker einen "Grund" dafür finden - also einen, der ihr die "Schuld" dafür rüberschiebt.
Nichts anderes tut er schon jetzt, indem er seine Affaire damit "begründet", die TE sei nicht mehr die alte, "liebe" Gattin und deshalb "müsse" er sich das, was er seither vermisse, eben woanders
holen.
Natürlich kann die TE sich entschließen,
dennoch weiter an der Ehe festzuhalten. Nur sollte sie sich dieses Risikos einer womöglich nur verzögerten Lösung dieser Ehe (zu seinen Konditionen, versteht sich) bewußt bleiben - mir scheint, das ist sie auch längst - und für den Fall der Fälle wappnen, um ggfs. nicht aus sämtlichen Wolken zu fallen - mir scheint, das ist aktuell auch ihr Plan.
So sieht es aus, wenn sie an der Ehe festhalten möchte.
Natürlich kann sie sie auch lösen. Laß mal sehen: Der Ehevertrag sichert ihr nicht die erhofften Anteile am Vermögen zu, aber ein Drittel (habe die genauen Prozente nicht mehr im Kopf) von einem sehr hohen Monatseinkommen (ich gehe von einer 5stelligen Zahl aus) wird auf jeden Fall mehr sein als die Hälfte von einem 4stelligen 08/15-Gehalt. Es wird also
keine Notlage entstehen und insofern besteht
keinerlei Anlaß zur Dramatisierung der nachehelichen Unterhaltssituation.
Wenn die TE darüber hinaus auch selbst eine Stelle annimmt - und mit ihrer Ausbildung sollte da auf Dauer deutlich mehr drin sein als ein EUR 400-Job - dürfte sie insgesamt ein Einkommen erzielen, mit dem sie und ihre Kinder (für die sie auf jeden Fall Unterhalt reklamieren kann, solange deren Erstausbildung noch nicht abgeschlossen ist) vermutlich deutlich besser gestellt bleiben als die meisten anderen Menschen in diesem Land.
Natürlich bedeutet das einen geänderten Tagesablauf. Jedoch geht es hier nicht um Kleinkinder, sondern um Jugendliche, die eh bald flügge werden. Insofern sehe ich auch da nicht wirklich das große Problem - mal ganz abgesehen davon, daß ein über 14-jähriger auch ruhig mal selbst den Rasen mähen oder die Wohnungsböden durchwischen kann, um seine berufstätige Mutter zu unterstützen - wäre das nicht sogar eher förderlich, um ihnen das sich-Einbringen-in-ein-Team mit auf den Weg zu geben?
Außerdem bedeutet es, daß die TE sich beruflichen Herausforderungen und dem damit verbundenen Anpassungs- und Erfolgsdruck wird stellen müssen. Jenu - nichts anderes tun Millionen andere in diesem Land tagtäglich auch. Allerdings bleibt denen trotzdem deutlich weniger Gesamteinkommen am Monatsende übrig als der TE - "und dennoch leben sie". Ein echtes Problem ist also auch hier nicht erkennbar, es sei denn, man will es so.
Dazwischen gilt es natürlich noch, eine Wohnung zu finden (für sowas gibt's Makler, denn am Geld für deren Provision scheitert es bei Familie Kinbaku-bi ja nicht), eine Scheidung durchzuziehen (für sowas gibt's Anwälte für Familienrecht) und ja: Natürlich auch, sich von dem Gedanken zu verabschieden, daß das Leben sich nicht auch mal radikal ändern kann (für sowas gibt's Therapeuten, wenn man das allein nicht bewältigt und es ist auch keine Schande, deren Hilfe zu beanspruchen - die TE hat dafür genau das richtige Zeitalter erwischt).
Klar ist das alles nicht "einfach", aber wenn die TE sich für das Lösen ihrer Ehe entscheiden sollte, führt kein Weg an dieser Handlungs-Roadmap vorbei.
Daher nochmals meine Frage: Hast Du noch weitere Vorschläge, die über diese grobe Zusammenfassung hinausgehen? Sicher wäre nicht nur die TE interessiert daran...