Zitat von Stolperherz:Erschreckend, dass der Wert eines Menschen (in einer Partnerschaft) scheinbar nur direkt in Zusammenhang mit seinem akademischen Grad, erreichten Position, Gehalt, persönlich erarbeiteten Besitztümern definiert wird.
Der Mensch beginnt aber auch nicht erst beim Prinzessinnenstatus.
Zitat:beide haben IM TEAM ihre gemeinsamen Ziele erarbeitet und die TE hat maßgeblich dazu beigetragen.
Was den praktischen Deal betrifft, hatten
beide ihn bislang eingehalten, wobei ich seinen Teil für maßgeblicher halte, da er ihren outsourcen könnte, sie seinen aber nicht.
Was den emotionalen Deal betrifft, so hat nur sie ihn
überhaupt eingehalten.
Jenu, der praktische Deal ist - in Teilen jedenfalls - rechtlich einklagbar; der emotionale hingegen nicht.
Zitat:Und selbst wenn nicht - die Verteilung von Rechten und Pflichten wurde in dieser Paarkonstellation von beiden bewußt festgelegt und für beide als beste Lösung gelebt.
Sie
erwägt aber nun
auch den praktischen Deal zu kündigen, nachdem der emotionale Deal geplatzt ist.
Zur "Verteilung von Rechten und Pflichten" gehört unter anderem ein vor Jahren geschlossener Ehevertrag.
Zitat:Sie hat sehr wohl etwas in ihrem Leben geleistet und sich anscheinend an ihre Abmachungen gehalten.
Der Ehevertrag gesteht Kinbakubi "nur" ein Viertel statt der Hälfte dessen zu, was ihr Mann beruflich erarbeitet hat (was ihm natürlich auch ohne Ehe gelungen wäre).
Nun klagt sie gar bitterlich, wie "ungerecht" das sei.
Wann will sie denn mit ihrem Mann
vereinbart haben, daß der Gütertrennungsvertrag null und nichtig
wird, wenn einer von beiden sich als notorischer Fremdgänger entpuppen
sollte? Wenn ihr
das so wichtig ist, warum hat sie es dann nicht schon damals mit da
reinschreiben lassen?
Zitat:Ihr Mann aber nicht und zwar bewußt. Ihm jetzt dieses Recht des Paschas zuzugestehen weil er eben weniger gut ersetzbar ist, grenzt für mich an blanken Hohn. Menschlich gesehen ein echtes Armutszeugnis.
Recht ist das erzwingbare menschliche Verhalten.
Menschen sind kein Besitz und wir wissen nicht, ob Kinbakubis Mann seine Promiskuität bereits zum Zeitpunkt dser Eheschließung bewußt war, oder ob sie sich erst im Lauf der Zeit herauskristallisiert hat. Fakt ist:
1.
Es
wird keine
monogame Ehe mit diesem Mann mehr für Kinbakubi
geben. Accept it, Kinbakubi.
2.
Es
könnte eine
einvernehmlich offene Ehe daraus
werden. Dafür müßten beide sich zusammensetzen und die Spielregeln klären. Bisher habe ich aber nur gelesen, daß Kinbakubis Mann die einfach diktiert. Sollte es dabei bleiben: Take it, Kinbakubi, or leave it.
3.
Es
wird eine offene Ehe
wider Kinbakubis Willen
bleiben, bis der Mann es sich eines Tages vielleicht doch nochmal anders überlegt und geht. Take the risk, Kinbakubi, or leave it right now.
4.
Kinbakubi kann
kann sich das Trennungsjahr geben und anschließend scheiden lassen, wenn 1.-3. für sie untragbar sind und bleiben. Die Bedingungen dafür hat sie selbst vor Jahren bereits unterschrieben. Take it, Kinbakubi, or choose 2.-3.
Zitat:Nach allem was er ihr schon zugemutet hat soll sie jetzt auch hier noch kuschen?
Sie soll nicht "kuschen", sondern das Gespräch mit ihrem Mann suchen und ihm eine klare Ansage machen, ob und wie sie sich eine Fortsetzung dieser Ehe überhaupt noch vorstellen kann. Kommt dabei nichts für sie Akzeptables heraus, soll sie eben gehen - zu den Bedingungen, die sie selbst unterschrieben hat.
Zitat:erstaunlich, dass Frauen, besonders von anderen Frauen, immer wieder vorgehalten wird nicht die eierlegende Wollmilchsau zu sein.
Was ihr vorgehalten wird ist, daß sie ihre Ehe mit einer Lebensversicherung verwechselt hat und sich jetzt beklagt, wie sehr ihr das um die Ohren fliegt.