@Nick-Hall Hey
Zitat von Nick-Hall: Gibt es hier Partner von MS-Erkrankten, bei denen die Krankheit zu einer psychischen Apathie führt, während im Job noch alles funktioniert?
Ich bin selber ms-krank, habe nach der Diagnose noch 9 Jahre gearbeitet, bis ich dann merkte, dass ichs einfach nicht mehr packe.
Ich tat mir unheimlich schwer, zu kündigen, da das Finanzielle eben auch ein Grund spielt.
Wer gibt schon gerne das Arbeiten auf? Kenne da kaum jemand.
Aber ich musste letztendlich den Schritt machen, habe das finanzielle in Kauf genommen.
Haushalt konnte ich danach viel besser schmeissen, auch konnte ich besser schlafen.
Ich begann mich um mich zu kümmern, was mir gut tat und was sie auch auf die MS positiver auswirkte.
Auch hab ich mit der Physiotherapie vor ein paar Jahren gestartet und sehe darin nur positives, da Bewegung mir unheimlich gut tut, ich habe auch generell ein Mensch bin, die sich gerne bewegt

Und ich liebe es, meinen Haushalt alleine zu schaffen, aufgeräumt zu haben, sauber zu haben.
Bisher muss mir der Pflegedienst nur in einer Sache helfen - voll oke

Toi Toi Toi.
Zitat von Nick-Hall: Meine Frau ist körperlich bisher kaum eingeschränkt
Zitat von Nick-Hall: Sie bewegt sich kaum, beteiligt sich absolut nicht am Haushalt und lässt alles an mir hängen
Zitat von Nick-Hall: aber sie geht weiterhin ganz normal arbeiten.
Zitat von Nick-Hall: 5. Sie hat privat ja auch genug Energie wenn es um Dinge geht, die Sie interessiert. Wenn ich z.B. sage "Am Samstag räumen wir die Wohnung zusammen auf, dann sitz ich, nachdem ich drei Tage am Stück wach war, Samstags alleine da. Denn die Beste Freundin dann zu besuchen um mit Ihren Kindern zu spielen oder drauf aufzupassen geht dann. Es geht dann aber auch zum Basketball in die Halle zu fahren, nach der Arbeit. Oder zu einer Messe für drei Tage zu fahren und 12 Stunden auf der Messe rumrennen geht auch.
Das ist defi fies.
Mensch ich wäre froh, hätte ich einen Partner, der mit mir zusammen ab und zu den Haushalt machen würde.
Sie scheint wohl eben nur an sich zu denken, statt an ein "uns"?
Zitat von Nick-Hall: Was vielleicht extrem klingt: Wir hatten von Beginn an, also seit 10 Jahren, keinerlei intime Beziehung. Anfangs schob ich es auf beruflichen Stress, doch die Situation hat sich über die Jahre massiv verfestigt.
Und hier ist das wohl auch ein Ungleichgewicht. Und das schon von Anfang an.
Halt also mit der MS selber gar nichts zutun.
Zitat von Nick-Hall: Doch für mich ist das nicht so einfach. Durch meine PTSD fällt es mir extrem schwer, auf Menschen zuzugehen oder mir überhaupt vorzustellen, wie ein "Neuanfang" aussehen soll.
Weil du Ängste hast, harrst du wohl weiterhin in deiner Partnerschaft, die sich aber insgesamt, schon von Anfang an ja nicht positiv ausgewirkt hat oder?
Da deine Partnerin noch vollständig im Berufsleben ist und auch sonst irgendwelche Treffen wahrnimmt, auch beruflicher Natur, kommt mir das so rüber, als dass sie mit dir zusammen keine Paarzeit möchte (No Sex, no Haushalt, no Nähe), sondern sie das rauspickt, was ihr wichtiger ist - Du bist es aber nicht! Tut mir Leid.
Was ich dir jetzt raten kann ist, mit ihr nochmals deutlich zu reden und ihr klarmachen, dass du gehst.
Denn geändert bekommt sie das ja wohl nicht, weil schon öfters probiert.
Du kannst dir ja erstmal eine kleine Wohnung nehmen und für dich alleine an deiner PTSD arbeiten.
Und dann siehst du weiter
