Zitat von unbel Leberwurst:
Es geht hier ja nicht um Moral, sondern treffend um die Anziehungskraft.
Und das sehe ich durchaus geschlechterneutral. Wenn eine Frau immer den Mann machen lässt, fühlt er sich auch irgendwann nicht mehr begehrt.
Die eingesetzten Mittel mögen andere sein. Will eine Frau eher ein Kompliment, mal ein paar Blümchen oder einfach nur die Frage, wie der Tag war, sieht der Mann es lieber, wenn sie mal wieder die Dess. für ihn anzieht.
Reden wir aneinander vorbei? Deine Kernfrage war doch, was die Frau des TEs tut, damit er sich als Mann fühlt. Richtig?
Und meine Anmerkung war, dass man diese Frage auf
moralischer Ebene stellen kann. Was dann bedeutet, dass die "Gesellschaft" sich einig ist, dass die Frau im Falle des Vorzeigeehemanns doch bitte moralisch dazu verpflichtet fühlen soll, sozusagen in Anerkennung seines Musterverhaltens, ihm das Gefühl zu geben, sich als Mann zu fühlen.
Die
Ebene der Anziehungskraft sitzt jedoch daneben, schaut sich die Argumentation amüsiert an und zuckt die Schultern. Ein Mann hat an sich selber zu arbeiten, damit er ein Mann ist. Denn nur wenn dieser Umstand aus ihm entspringt, dann wird er auch in der Regel von der Frau mit netter Unterwäsche und 6 bedacht, weil seine "Männlichkeit" authentisch ist.
Schwenkst Du aber erneut zurück auf den Weg der Moral "aber sie sollte doch", dann ist das valide, aber wirkungslos.
Denn ein Mann, der sich nicht selbst,
aus sich heraus, zum Mann macht, der ist kein Mann.
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Ein Mann, dem man erklären muss, wie man ein Mann ist, ist kein Mann. Das sind unterbewusste Abläufe, die
ganz weit weg von jeglicher Moral sind.